München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Ferrari (ISIN NL0011585146 / WKN A2ACKK) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.
Die Automobilindustrie befinde sich 2025 an einem Wendepunkt. Nach Jahren des Wachstums, das durch die Erholung nach der Pandemie und Nachholkäufe im Luxussektor angetrieben worden sei, stehe die Branche vor Herausforderungen: sinkende Margen, eine schwächere Nachfrage in China und steigende Kosten durch die Elektrifizierung. Während Massenhersteller im Preiswettbewerb bestehen und hohe Investitionen in Elektromobilität stemmen müssten, würden Luxusmarken darum kämpfen, Exklusivität und Rentabilität zu bewahren und sich gleichzeitig an neue technologische und ökologische Standards anzupassen.
Ferrari hebe sich in diesem Umfeld ab. Das Unternehmen sei nicht nur ein Automobilhersteller, sondern eine globale Luxusmarke, die Leistung, Handwerkskunst und Exklusivität vereine. Ferrari konkurriere nicht über Stückzahlen, sondern über ein einzigartiges Markenerlebnis. Diese Strategie habe es dem Unternehmen ermöglicht, selbst in volatilen Zeiten operative Margen von über 27% zu erzielen.
Der Luxusmarkt zeige zwar erste Anzeichen einer Normalisierung, bleibe jedoch robust. Laut Bain & Company werde der Sektor bis 2025 voraussichtlich um 5% bis 7% jährlich wachsen, angetrieben von der Nachfrage in den USA, dem Nahen Osten und einer jüngeren, globalisierten Zielgruppe von Ultra-High-Net-Worth-Kunden. Ferrari profitiere von diesem Trend, da seine Kunden weniger konjunktursensibel seien und den Kauf eines Ferraris als Erlebnis oder Sammlerstück betrachten würden.
Ferrari heute: Strategie und Performance
Trotz der jüngsten Kurskorrektur bleibe Ferrari finanziell stark. Im ersten Halbjahr 2025 sei der Umsatz um 6% auf 6,2 Mrd. Euro gestiegen, der Nettogewinn habe bei über 1,3 Mrd. Euro gelegen und die EBITDA-Marge habe fast 38% erreicht. Diese Kennzahlen würden Ferrari als eines der profitabelsten Unternehmen im Luxussegment positionieren.
Die Kurskorrektur um 15% seit Jahresbeginn spiegele jedoch eine Kombination aus vorsichtigeren Prognosen, Unsicherheiten über zukünftige Verkaufszahlen und hohen Bewertungen wider. Dennoch bleibe Ferrari ein "Luxusunternehmen im Gewand eines Automobilherstellers", das Kapitalrenditen von über 50% erzielen könne und eine Nachfrage generiere, die das Angebot übersteige.
Ferrari setze weiterhin auf drei strategische Säulen:
• Kontrollierte Elektrifizierung: Bis 2026 sollten mehr als 60% der Verkäufe auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge entfallen. Der erste vollelektrische Supersportwagen werde 2026 erwartet, und das neue Produktionszentrum in Maranello sei bereits in Betrieb.
• Exklusivität und Preissetzungsmacht: Mit einer Produktionsgrenze von rund 15.000 Fahrzeugen jährlich bleibe Ferrari ein Synonym für Exklusivität und erziele Premium-Margen.
• Markendiversifizierung: Ferrari erweitere seine Aktivitäten über den Automobilsektor hinaus.
Das erklärte Ziel des Managements sei es, nachhaltiges Wachstum mit stabilen Margen zu sichern, ohne die Werte und die Exklusivität der Marke zu gefährden. Die aktuelle Kurskorrektur sei daher eher als natürliche Konsolidierung zu betrachten und nicht als Zeichen struktureller Schwäche.
Risiken und Herausforderungen
• Hohe Bewertung: Mit einem KGV von über 45 bleibe Ferrari eine der teuersten Aktien Europas.
• Kosten der Elektrifizierung: Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge bringe hohe Entwicklungs- und Produktionskosten mit sich.
• Makroökonomische Unsicherheiten: Eine Verlangsamung des globalen Wachstums könne die Nachfrage belasten.
• Wettbewerb: Marken wie Lamborghini und Porsche würden ihre Elektrifizierungsstrategien beschleunigen.
Chancen für Investoren
Ferrari bleibe ein einzigartiges Unternehmen. Die Kombination aus Markenstärke, Fertigungsdisziplin und der Fähigkeit, Exklusivität zu monetarisieren, mache Ferrari zu einer langfristigen Investitionsmöglichkeit.
• Stabile Margen: Ferrari erziele weiterhin eine Eigenkapitalrendite von über 50%.
• Elektromobilität als Wachstumstreiber: Die Einführung des ersten vollelektrischen Modells 2026 könne ein Wendepunkt sein.
• Diversifizierung der Einnahmequellen: Partnerschaften und digitale Projekte schafften ein wertvolles Ökosystem.
Ferrari sei nicht nur ein Automobilhersteller, sondern ein Symbol für Exzellenz und Exklusivität. Trotz Herausforderungen wie hoher Bewertungen, Elektrifizierungskosten und makroökonomischer Unsicherheiten bleibe Ferrari eine langfristige Investition in Innovation, Markenstärke und nachhaltiges Wachstum.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Aktienanleihe (ISIN DE000VG64F96 / WKN VG64F9) auf Ferrari. Der Kupon sei auf 5,45% festgelegt worden. Das Papier verfüge über einen Basispreis von 371,18 USD und der Abstand zum Basispreis betrage 3,31%. Die Stückzinsen lägen bei 3,89% (38,907 EUR), die Rendite max. p.a. bei 17,23%. Das Bezugsverhältnis liege bei 2,69411. Der 06.03.2026 sei letzter Handelstag. (Stand: 26.11.2025, 10:30)
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Bitte beachten Sie auch Risiken und wichtige Hinweise unter folgendem Link. (Ausgabe vom 20.11.2025) (26.11.2025/alc/a/a)
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