Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Vorwoche war dominiert von einem Renditeanstieg am hiesigen Rentenmarkt, der die 10-jährige Bund-Rendite von unter 2,70% auf 2,80% getrieben hat, und dies, obwohl die Zinserwartungen bezüglich der EZB sowie die Inflationserwartungen keine wesentlichen Impulse geliefert haben, so die Analysten der Helaba.
Zudem seien die Zinssenkungserwartungen hinsichtlich der Fed ausgeprägt. Auch Aktien und Euro hätten zulegen können. Die neue Woche stehe im Zeichen der FOMC-Entscheidung und da eine Zinssenkung nahezu vollständig eskomptiert sei, erscheine das Chance-Risiko-Verhältnis ungünstig.
Bei den EWU-Spreads sei die anhaltende Underperformance der OATs auffällig, während SPGBs und BTPs wie auch andere europäische Govies weiterhin zu deutlicheren Spreadeinengungen gegenüber Bunds neigen würden. Die Entwicklung in Frankreich müsse daher im Auge behalten werden.
Der Eurokurs gegenüber dem US-Dollar habe in den letzten Wochen per Saldo zugelegt und habe dabei von der erhöhten Zinssenkungsspekulation in den USA profitiert. Die Widerstände an der 21- und an der 55-Tagelinie seien überwunden worden, die 100-Tagelinie stehe noch im Test. Aus technischer Sicht wäre mit dem nachhaltigen Sprung auch darüber Raum eröffnet für Kurse jenseits von 1,17. Damit dies gelinge, müsse die Fed aber wohl liefern und die Zinsen senken, was nach Erachten der Analysten nach wie vor keine ausgemachte Sache scheine. (08.12.2025/alc/a/a)
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