Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die letzte Woche hatte neben den Volten des US-Präsidenten vor allem eine bemerkenswerte Entwicklung zu bieten: Die Rentenmärkte fungierten in der Phase einer erhöhten Risikoaversion angesichts der Zolldrohungen aus den USA gegenüber europäischen Ländern nicht als "sichere Anlagehäfen", berichten die Analysten der Helaba.
Während Edelmetalle zu neuen Rekordhöhen emporgeklettert seien, habe das hiesige Rentenbarometer, der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264), per saldo sogar nachgegeben. Nachdem sich eine Einigung im Grönland-Konflikt abgezeichnet habe, sei es indes nicht zu einer Korrektur bei Gold und Silber gekommen, sondern zu weiteren Bestmarken. Neben den Zollquerelen scheine ein Teil der Marktteilnehmer wohl mit Blick auf die Entwicklung der Staatsschulden auf globaler Ebene von Unbehagen befallen. Von Politikern und Notenbankern und allen anderen Wirtschaftsakteuren rund um den Globus sollte dies nicht unbeachtet bleiben.
Das technische Umfeld für den Bund-Future habe sich sukzessive eingetrübt. Die freundliche Indikatorenlage sei passé und zudem sei der Future nicht in der Lage gewesen, sich oberhalb der 21-Tagelinie (127,80) zu halten. Damit sei Raum eröffnet worden für Rückgänge bis 127 oder sogar bis zum Kontrakttief (126,75), das vom 22. Dezember datiere. Sollte es entgegen der technischen Ausgangslage dennoch zu einer Erholung kommen, fänden sich Hürden jenseits der 21-Tagelinie bei rund 128,30. Dort verlaufe die 55-Tagelinie. Darüber sei die Zone um 128,50 zu beachten, bestehend aus dem 61,8 %-Level bei 128,48 und dem Impulshoch vom letzten Montag bei 128,58. (26.01.2026/alc/a/a)
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