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03.02.26 09:45
EZB-Kompass und Fed-Signale: Kaum Impulse für Zinsspekulationen erwartet

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Vorfeld der EZB-Ratssitzung sind Äußerungen von Ratsmitgliedern Mangelware und auch vonseiten der Datenveröffentlichungen stehen keine echten Schwergewichte im Kalender, so die Analysten der Helaba.

Einzig von Interesse könnten die Umfrageergebnisse des Bank Lending Survey der Europäischen Zentralbank sein. Schon bisher seien die Kreditvergabestandards so gewesen, dass sie einer Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten nicht entgegengestanden hätten. Allerdings sollte sich der Saldo der positiven und negativen Antworten mit dem neuen Quartal nicht nochmals in Richtung schwächeren Wachstums bewegen. Vielmehr wäre eine Gegenbewegung zum letzten Wert wünschenswert, womit der Boden bereitet bliebe für einen fiskalpolitisch induzierten Wachstumsschub.

Auch in den USA seien im Tagesverlauf keine impulsgebenden Kalendereinträge zu finden. Erst am späten Abend würden die PKW-Absatzzahlen Auskunft darüber geben, inwieweit es um die Kauflaune der US-Verbraucher bestellt sei. In den letzten beiden Monaten seien Anstiege beim Pkw-Verkauf gemeldet worden, wenngleich sich die Zahlen noch auf einem relativ niedrigen Niveau bewegt hätten. Nun werde mit einem leichten Rücksetzer gerechnet. Des Weiteren stünden wieder Redebeiträge von Fed-Vertretern an. Mit einem verbalen Kurswechsel sei aber nicht zu rechnen. Bowman habe zuletzt bereits die Meinung geäußert, wonach sich die Fed mit einer Lockerung Zeit lassen könne. Auch Barkin vertrete die Ansicht, dass zu Zinssenkungen keine Eile herrsche.

Alles in allem würden die Analysten daher nicht mit bewegendem Einfluss auf die Zinssenkungsspekulation in den USA rechnen. Unklar sei derweil, wie die weiteren Entwicklungen am Persischen Golf sein würden. Eine militärische Eskalation sei nicht auszuschließen und würde die Risikoaversion wieder anspringen lassen. (03.02.2026/alc/a/a)


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