Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die neue Woche startet datenseitig mit der Veröffentlichung des ifo Geschäftsklimas Deutschland, berichten die Analysten der Helaba.
Das in Deutschland wohl bekannteste Stimmungsbarometer habe in den vergangenen Monaten häufig enttäuscht. Die Vorgaben für den heute anstehenden Februarwert seien freundlich. Zwar sei der ZEW-Saldo der Konjunkturerwartungen etwas abgesackt, dafür habe sich aber die Lageeinschätzung verbessert und das sentix-Investorenvertrauen habe im laufenden Monat kräftig zulegen können. Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes hätten ebenfalls überzeugt und der Industrieindex sei dabei erstmals seit dem Sommer 2022 in den Expansionsbereich vorgerückt. Der konjunkturelle Erholungspfad in Deutschland scheine stabiler zu werden und ein ifo-Anstieg würde die Hoffnungen auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung weiter stützen.
Die Europäische Zentralbank werde dies im Auge behalten, jedoch sei ein unmittelbarer Einfluss auf die nächste Zinsentscheidung im März eher nicht zu erwarten. Die Währungshüter hätten in der letzten Zeit immer wieder darauf hingewiesen, dass die Geldpolitik gut positioniert sei und eine abwartende Haltung zu favorisieren sei. Entsprechend gingen Marktteilnehmer von einer unveränderten Geldpolitik aus. Bis zum Ende dieses Jahres werde einer Zinssenkung nur eine geringe Wahrscheinlichkeit beigemessen. Anders sei die Situation in den USA. Dort gehe man bis Ende 2026 von mindestens zwei Zinssenkungen im Umfang von insgesamt 50 Basispunkten aus, obwohl sich die Mehrheit der FOMC-Mitglieder zuletzt eher zurückhaltend geäußert habe. Auch heute und in den kommenden Tagen stünden zahlreiche Fed-Reden auf dem Programm. Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Zinssenkung werde es wohl nicht geben. (23.02.2026/alc/a/a)
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