Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN XS0089375249 / WKN 249138) von Russland für eine interessante Alternative für den Staatsanleihen-Sektor.
Die Anleihe, emittiert vom osteuropäischen Staat Russland, sei mit einem attraktiven Kupon von 11,00% ausgestattet, laufe noch bis zum 24.07.2018 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 USD auf. Bei einem aktuellen Kurs von 137,00 USD biete sie eine jährliche Rendite von 4,27%. Der Emittent sei von der Ratingagentur Moody's mit "Baa1" bewertet, was im unteren Investmentgrade-Status-Bereich liege. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein moderates Kreditrisiko.
Erwartungsgemäß sei der russische Regierungschef Wladimir Putin als Sieger aus den Präsidentschaftswahlen hervorgegangen. Er werde somit als Vorgänger und Nachfolger des aktuellen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in den Kreml einziehen.
Das Wahlergebnis habe an den Märkten für keine nennenswerte Reaktionen gesorgt, da der Ausgang und die Wiederwahl Putins erwartet worden seien. Auch wenn Putins Souveränität zuletzt gelitten habe, sollte er doch für Russlands Wirtschaft die derzeit beste Alternative darstellen.
Zwar sei das Land stark von der Entwicklung an den Rohstoffmärkten abhängig, doch da die Analysten von Anleihencheck Research hier mit keinen starken Preisrückgängen rechnen, sollte Russland auch in Zukunft über einen stabilen Haushalt und eine solide Zahlungsfähigkeit verfügen. Zumal Anzeichen einer Stabilisierung der Weltwirtschaft zu erkennen seien.
Mitte März habe die russische Notenbank die Leitzinsen unverändert bei 8,00% belassen. Angesichts der Wachstumsaussichten und der Inflationsrisiken würden die Währungshüter das Zinsniveau für angemessen halten.
Möglicherweise sorge der Wahlsieg Putins mittelfristig dafür, dass der Risikoabschlag für Russland sinke, womit auch die Renditen für russische Anleihen zurückgehen könnten. Die o.a. Anleihe von Russland biete immerhin eine Rendite von über 4%, was für den Staatsanleihen-Sektor für einen bonitätsstarken Emittenten aktuell attraktiv sei. Jedoch gelte es, ein mögliches Währungsrisiko zu beachten. Dies könnte aber auch die Rendite der Staatsanleihe steigern, sollte der USD gegenüber dem Euro weiter aufwerten. (Analyse vom 26.03.2012)
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(26.03.2012/alc/a/a)
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