Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Wir gehen unverändert davon aus, dass die Notenbanken der großen westlichen Industriestaaten auch im kommenden Jahr nicht an der Zinsschraube nach oben drehen werden, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Anders stelle sich für die Analysten die Situation in Neuseeland dar. Seit März 2011 betrage dort der Leitzins 2,50%. Dieses rekordtiefe Niveau sollte zwar auf der heutigen Notenbanksitzung noch nicht nach oben angepasst werden, der Zinserhöhungszyklus dürfte aber im 1. Quartal 2014 starten. Per Jahresende 2014 würden die Analysten den Leitzins bei 3,50% sehen.
Im Marktkonsens werde aktuell für das laufende und das kommende Jahr für Neuseeland eine BIP-Jahresrate von 2,7% bzw. 3,1% unterstellt. Damit sei es im bisherigen Jahresverlauf zu Anpassungen um 0,2 bzw. 0,4 Prozentpunkte nach oben gekommen. Die BIP-Projektionen der Analysten für 2013 und 2014 lägen derzeit bei 3,0% bzw. 3,1%. Im Marktkonsens werde aktuell bei der Inflationsrate lediglich mit einer Jahresrate von 1,1% in 2013 (2014e: 2,0%) gerechnet. Damit seien die Einschätzungen seit Jahresbeginn für das Kalenderjahr 2013 um 0,5 Prozentpunkte und für 2014 um 0,2 Prozentpunkte nach unten geschraubt worden (derzeitige HSBC-Projektion für 2013 und 2014: 1,4% bzw. 2,4%).
Der konstruktive Konjunkturausblick für Neuseeland spiegle sich auch wider in der Konsensabsenkung der für 2013 und 2014 erwarteten durchschnittlichen Arbeitslosenquote auf 6,2% bzw. 5,7% (Verbesserung um jeweils 0,4 Prozentpunkte seit Jahresbeginn 2013). Zu beachten bleibe, dass gut bzw. knapp 50% der Exporte und der Importe Neuseelands auf die vier Länder Australien, China, die USA und Japan entfallen würden. Die Wachstumsprobleme der europäischen Staaten würden damit hier nicht so sehr ins Gewicht fallen. (11.12.2013/alc/a/a)
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