Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Notenbank ließ auf ihrer gestrigen Sitzung den Leitzins von 0% bis 0,25% unangetastet, so die Analysten von Postbank Research.
Das monatliche Anleiheankaufsvolumen sei mit Wirkung zum Oktober von 25 Mrd. US-Dollar auf 15 Mrd. US-Dollar gesenkt worden. Darüber hinaus habe die FED in Aussicht gestellt, die Anleiheankäufe ab Ende Oktober vollständig einzustellen, sich aber auch die Tür offen gehalten, die Ankäufe gegebenenfalls fortzusetzen. Darüber hinaus habe die FED die Formulierung beibehalten, dass sie es für angemessen halte, den Leitzins nach Einstellung der Anleiheankäufe noch für einen bedeutenden Zeitraum in der aktuellen Range zu belassen.
Die EWU-Inflationsrate habe im August bei 0,4% verharrt. Damit habe Eurostat seine vorläufige Schätzung um 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert. Dies ändere aber nichts daran, dass der Preisanstieg sehr schwach sei und die Zielgröße der EZB von knapp 2% auf absehbare Zeit außer Reichweite liegen dürfte.
Die US-Verbraucherpreise seien im August im Vergleich zum Vormonat um 0,2% gefallen, was vor allem auf einen kräftigen Rückgang der Energiepreise um 2,6% zurückzuführen gewesen sei. In der Folge habe die Inflationsrate von 2,0% auf 1,7% nachgegeben. Aber auch die Kernverbraucherpreise ohne die Komponenten Energie und Nahrungsmittel hätten sich unerwartet schwach entwickelt. Sie hätten gegenüber Juli stagniert. Die Vorjahresrate sei von 1,9% auf 1,7% gefallen.
Heute würden Daten zum US-Immobilienmarkt bekannt gegeben. Die Baubeginne und Baugenehmigungen, die im Juli jeweils deutlich gestiegen seien, sollten das erhöhte Niveau im August in etwa gehalten haben. Auf eine trendmäßige Verbesserung deute zumindest der NAHB-Hausmarktindex hin, der, wie gestern gemeldet worden sei, im September kräftig von 56 auf 59 Punkte gestiegen sei und damit sein höchstes Niveau seit 2006 erreicht habe. (18.09.2014/alc/a/a)
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