Berlin (www.anleihencheck.de) - Scope Ratings stuft das Rating der 20 Mio. Euro Anleihe (ISIN DE000A1EWNF4 / WKN A1EWNF) (Kupon: 6,25% Fälligkeit: 2017) der HAHN-Immobilien-Beteiligungs AG (ISIN DE0006006703 / WKN 600670) ("HAHN"), ein in Bergisch-Gladbach (Deutschland) ansässiger Asset und Fondsmanager, auf BBB- herab, so die Experten von Scope Ratings.
Der Rating-Ausblick sei stabil.
Die Anpassung des Ratings folge dem "Review für eine mögliche Herabstufung" vom 17. September 2014. Dieser sei initiiert worden aufgrund der Finalisierung von Scopes Ratingmethodik für Unternehmen und deren Schuldtiteln.
Das BBB- Anleihe-Rating begründe sich primär durch die erwartete Entschuldung von HAHN in 2015, die markführende Position im Asset- und Property-Management für deutsche Fachmarktzentren, unterstützt durch eine breite Diversifizierung der 2,5 Mrd. Euro von "Assets under Management", HAHNs nachhaltige Kundenbasis und die vergleichsweise hohe Profitabilität.
Negative Rating Faktoren seien die schwache Produktdiversifizierung von HAHN, die starke Abhängigkeit der Gesellschaft von der Konzeptionierung und Platzierung von neuen Fondsprodukten sowie HAHNs vergleichsweise geringe Größe.
Die Besicherung der Anleihe bestehend aus Anteilen an von HAHN gehaltenen Fonds im Wert von 21 Mio. Euro (2014) führe aus Sicht von Scope zu einer hohen erwarteten Recovery in einem hypothetischen Insolvenzszenario.
Im Nischenmarkt für das Asset- und Propertymanagement deutscher Fachmarktzentren (geschätztes Umsatzvolumen ca.: 50 Mio. Euro) sei HAHN mit einem geschätzten Marktanteil von 23% im Jahr 2014 Marktführer.
Mit einem Gesamtumsatz von 20 Mio. Euro in 2014 und einem Bilanzvolumen 104 Mio. Euro im Jahr 2014 sei HAHN ein relativ kleines Unternehmen im gesamten deutschen Asset und Fonds Management-Sektor.
Umsatzerlöse aus der Konzeption sowie dem Fonds- und Asset Management (zusammen rund 80% des Gesamtumsatzes 2014) seien eng mit HAHNs Fähigkeiten der Auflage neuer Fonds verknüpft. Die Abhängigkeit von einer einzelnen Produkt-Kategorie (Fachmarktzentren-Fonds) bewerte Scope dabei als langfristiges Risiko für HAHNs Cashflow-Generierung.
Mit einer für 2015 erwarteten EBITDA-Marge von 29% (2014:28 %; 2013:33%) weise HAHN eine erheblich höhere Profitabilität als viele deutsche Wettbewerber auf.
Mit einer für 2015 erwarteten Reduzierung des Net Debt/EBITDA auf 2,9x (2014: 7,4x) habe HAHN eine moderate Verschuldung. Diese Entschuldung ergebe sich maßgeblich aus der Rückführung eines 15 Mio. Euro Darlehens im Nachgang zu dem Verkauf eines großen Fachmarktzentrenportfolios im ersten Halbjahr 2015 und die Umwandlung von 3 Mio. Euro an kurzfristigen Schulden in Anteile des HAHN PLUSWERTFONDS 163.
HAHNs Liquidität zum Jahresende 2014 betrage 1,9x. HAHN habe 2015 einen Refinanzierungsbedarf in Höhe von 23 Mio. Euro (2016: 1 Mio. Euro; 2017: 21 Mio. Euro). Scope erwarte, dass der Refinanzierungsbedarf für 2015 durch die folgenden Faktoren gedeckt werde: Erstens, durch den vorgehend beschriebenen Verkauf des Fachmarktzentrenportfolios (15 Mio. Euro). Zweitens, durch die Umwandlung von Verbindlichkeiten in Höhe von 3 Mio. in Anteile des aktuell in der Platzierung befindlichen Fonds (HAHN PLUSWERTFONDS 163) sowie drittens durch die Platzierung des zuvor genannten Fonds und der damit verbundenen Rückführung der Eigenkapitalzwischenfinanzierung.
Der Ausblick sei stabil und begründe sich durch das von Scope erwartete geringe organische Wachstum in den nächsten Jahren, das die weiterhin positive Cashflow-Generierung unterstütze. (10.03.2015/alc/n/a)
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