Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die FED reagiert asymmetrisch auf aktuelle Wirtschaftsdaten - sie betont schwache und vernachlässigt gute Zahlen, so die Analysten der IKB Deutsche Industriebank AG.
Deshalb würden die Märkte eher anhaltend niedrige Zinsen als eine positive Konjunkturentwicklung erwarten. Ein weiterer Zinsanstieg von 25 BP in 2016 scheine dennoch nicht vollkommen vom Tisch zu sein.
Die Geldpolitik sei zwar weltweit erfolgreich darin gewesen, negative Folgen der Finanzkrise zu dämpfen; Niedrigzinsen und Aufkaufprogramme würden allerdings nur Impulse geben, aber nicht für nachhaltiges Wachstum sorgen. Würden die Notenbanken weiterhin für die Wachstumspolitik verantwortlich bleiben, so sei noch auf lange Sicht mit extrem niedrigen Zinsen und zunehmenden Verteilungseffekten zu rechnen.
Die FED sehe sich nicht in der Lage, die Zinsen nachhaltig anzuheben und die EZB könnte durch den Brexit vor großen zusätzlichen Herausforderungen stehen. So werde keine der beiden Notenbanken eine deutlich divergierende Geldpolitik einleiten, was gegen nachhaltige Korrekturen des EUR/USD-Wechselkurses spreche, auch wenn dies aus EZB-Sicht durchaus wünschenswert wäre. (Ausgabe vom 13.07.2016) (14.07.2016/alc/a/a)
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