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09.09.16 13:18
Rudolf Wöhrl AG: "Zurückgebliebene Umsätze und gescheiterte Verhandlungen" - Wöhrl-Anleihe notiert bei 24 Prozent

Brechen (www.anleihencheck.de) - Die Rudolf Wöhrl AG hat in dieser Woche für viele überraschend einen Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens beim Amtsgericht Nürnberg gestellt, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Dabei habe es nach den letzten öffentlichen Statements des Unternehmens Mitte Juli nicht nach dieser Entwicklung ausgesehen. Die Anleihen Finder-Redaktion habe beim Unternehmen diesbezüglich nachgefragt und folgende Erläuterung erhalten.

"Zurückgebliebene Umsätze und gescheiterte Verhandlungen"

Anleihen Finder-Redaktion: "Können Sie zur gegenwärtigen Situation Stellung beziehen? Man kann ja nun doch von klar existenzgefährdeten Sachverhalten sprechen. Wie ist es dazu gekommen?"

"Die aktuelle wirtschaftliche Situation des Rudolf Wöhrl-Konzerns und die Erkenntnis, dass deutlichere Einschnitte erforderlich sein werden, haben sich letztlich erst in den vergangenen Wochen im Zuge der Jahresabschlussarbeiten 2015/2016 (31. Juli) ergeben. Außerdem blieben die Umsätze im Juli weit hinter den Erwartungen zurück und konnten eingeplante Sondererträge nicht in vollem Umfang realisiert werden.

Des Weiteren sind sehr aussichtsreiche Verhandlungen mit einem Investor, der sich außerhalb eines Verfahrens am Unternehmen mit einem signifikanten Investment beteiligen wollte, bis Ende Juli nicht zu einem Ergebnis gekommen.

Aus diesen Gründen hat die Rudolf Wöhrl AG vorausschauend den Schritt ins Schutzschirmverfahren gemacht, um eine grundlegende Restrukturierung zu ermöglichen", so ein Wöhrl-Sprecher zur Anleihen Finder-Redaktion.

Wöhrl-Anleihe notiere bei 24 Prozent

Nach Bekanntgabe des Schutzschirm-Antrags in der Nacht zu Dienstag sei der Kurswert der Wöhrl-Anleihe von 78 auf gegenwärtig 24 Prozent gefallen (Stand: 09.09.2016, 11.30 Uhr).

ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe 2013/18 (ISIN DE000A1R0YA4 / WKN A1R0YA) der Rudolf Wöhrl AG habe ein Gesamtvolumen von 30 Mio. Euro und sei mit einem jährlichen Zinskupon in Höhe von 6,50 Prozent ausgestattet. Der in Frankfurt gelistete Minibond werde im Februar 2018 fällig.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (09.09.2016/alc/n/a)



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