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19.12.16 12:51
URA-Beurteilung: HanseYachts-Anleihe vorerst verbessert - Constantin-Bond auf "watch" gesetzt - Anleihenews

Brechen (www.anleihencheck.de) - In der aktuellen URA-Analyse kommt es zu keiner Verschlechterung einer Anleihen-Beurteilung, lediglich die Anleihe 2013/18 der Constantin Medien AG wird unter verschärfte Bobachtung "watch" gestellt, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Verbessern könne sich zumindest vorläufig die Anleihe 2014/19 der HanseYachts AG von einem auf zwei URA-Haken. Neu in der URA-Beurteilung und mit drei Haken eingestuft, sei die kürzlich emittierte Unternehmensanleihe 2016/21 der Hörmann Finance GmbH geworden.

Auffallend laut URA: Die wenigen von URA beobachteten Emittenten, die wegen ihrer Aktiennotierung im Prime Standard grundsätzlich zu Quartalsberichten verpflichtet seien, würden inzwischen größtenteils auf die Veröffentlichung eines Anhangs mit Fußnoten verzichten. Dies betreffe bespielsweise Constantin Medien (der Quartalsbericht habe sich von 52 auf 16 Seiten reduziert), Bastei Lübbe und PORR (Prime Market in Wien). Die Unternehmen würden damit dem seit Ende 2015 geltenden neuen Gesetz zur Umsetzung der EU-Transparenzrichtlinie folgen, das die Pflicht zur Quartalsberichterstattung stark aufgeweicht habe. Die Halbjahresberichte seien hiervon nicht betroffen.

Verbesserte URA-Beurteilung

HanseYachts Anleihe 2014/19 (ISIN DE000A11QHZ0 / WKN A11QHZ):

Die zweite Anleihe der HanseYachts AG habe sich nach den Zahlen zum GJ 6/2016 von 1 auf 2 "URA-Haken" verbessert. Durch Forcierung des Motorboot-Geschäfts und dessen Synergien mit dem Stammgeschäft Segelyachten sowie durch zahlreiche neue Modelle und durch Rationalisierungsmaßnahmen hätten die bondspezifischen Kennzahlen kontinuierlich verbessert werden können. Im Gegensatz zum GJ 6/2015 seien außerdem die eigenen Planungen erfüllt worden.

Entgegen dem positiven Trend der letzten Quartale habe sich allerdings im 1. Quartal des GJ 6/2017 das EBIT verschlechtert, wenn man es um 2,2 Millionen Euro Hochschreibung der Motoryacht-Marke "Fjord" bereinige. ABER: Wegen dieser Ergebnisverschlechterung sei die Anleihe inzwischen mit dem Zusatz "watch" versehen worden.

Auf "watch"

Constantin Medien 2013/18 (ISIN DE000A1R07C3 / WKN A1R07C):

Die zweite Anleihe der Constantin Medien AG habe nach den neuesten Finanzzahlen unverändert 3 "URA-Haken". Jedoch sei die Bewertung aus zwei Gründen mit dem Zusatz "watch" versehen worden:

Einmal würden die unterschiedlichen Ansichten und die Rechtsstreitigkeiten der beiden 30%-Gesellschafter Hahn und Burgener über die vom Vorstand (und Hahn) geplante Abspaltung des Filmgeschäfts die Fortentwicklung des Unternehmens hemmen.

Zweitens gebe es gerichtliche Auseinandersetzungen darüber, ob der Constantin Medien AG wirklich die größtenteils verpfändeten Stimmrechte bei der sehr renditestarken 60%-Tochter Highlight Communications zustünden. Sollte dies nicht der Fall sein, so drohe die vollständige Entkonsolidierung im Konzernabschluss und damit eine sehr deutliche Verschlechterung der ansonsten guten Finanzzahlen.

Neue Beobachtung

Hörmann Finance 2016/21 (ISIN DE000A2AAZG8 / WKN A2AAZG):

Neu in der URA-Beobachtung sei die zweite Anleihe der Hörmann Finance GmbH. Hörmann II habe knapp 3 "URA-Haken" erhalten (an der Grenze zu 2).

Stärken: Etabliertes Geschäftsmodell, gute Bondspezifische Kennzahlen, zum 30.6.2016 eine positive Nettoliquidität von 20 Mio. EUR, überdurchschnittlich gläubigerfreundliche Anleihebedingungen, künftig weitere Verbesserung der EBIT Coverage durch den niedrigeren Zinsaufwand der Anleihe II und die künftige liquiditätsneutrale Neukonsolidierung von Funkwerk und VacuTec aus dem Gruppenverband (hierdurch auch Vereinfachung der komplexen Konzernstruktur mit zuvor hohen Gesellschafterforderungen und Reduzierung der Abhängigkeit vom LKW-Sektor), hohes Investorenvertrauen (die vorzeitig getilgte Anleihe I habe fast durchweg über 100% notiert).

Schwächen: Zyklische LKW-Branche als Kunden, in der wettbewerbsintensiven Blechbearbeitung tätig (hier allerdings technologisch führend), bisher rd. 50% des Umsatzes mit MAN (Rahmenliefervertrag bis 31.12.2017), in den beiden letzten Jahren ein negativer Free Cashflow, kein "Investmentgrade" (BB bei Euler Hermes), in der Vergangenheit die eigenen Prognosen verschiedentlich nicht eingehalten, reine Holding (strukturelle Nachrangigkeit ggü. Gläubigern der Tochtergesellschaften, die allerdings bisher keine Bankverbindlichkeiten aufweisen würden).

Unveränderte URA-Beurteilung

Bestätigt worden seien die URA-Beurteilungen für folgende zehn Anleihen:

3 "URA-Haken" für Berentzen, PORR II und S&T

2 Haken für Joh. Friedrich Behrens II und paragon

1 Haken für eterna

Kein Haken für Air Berlin II, Beate Uhse und Ekosem-Agrar I+II.

Beobachtung durch URA beendet

Nicht mehr von URA beobachtet würden die Anleihen folgender Emittenten: Procar I, Bastei Lübbe und PORR I (alle planmäßig getilgt), Hörmann I (vorzeitig getilgt) und KARLIE (Ende Mai Laufzeitverlängerung und Kuponsenkung beschlossen, dann Anfang Dezember Insolvenz in Eigenverwaltung).

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 16.12.2016) (19.12.2016/alc/n/a)


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