Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Der Handlungsspielraum der EZB bleibt eingeschränkt, so die Analysten der IKB Deutsche Industriebank AG.
Sie sei mit ihrer geldpolitischen Ausrichtung am Anschlag, während Risiken für die europäische Konjunktur weiterhin - wenn auch weniger stark - bestünden, und die politischen Herausforderungen nicht weniger würden. Eine Straffung der Geldpolitik zum falschen Zeitpunkt hätte somit fatale Folgen, während ein zu spätes Handeln eher überschaubare Konsequenzen mit sich bringen würde, vor allem nach Jahren einer unter dem EZB-Ziel liegenden Inflationsrate.
So sei die EZB mit einem asymmetrischen Risiko konfrontiert, was sie zu einer reaktiven Haltung veranlassen sollte. Zwar sei mit den erwarteten Preisanstiegen Raum für eine Zinswende gegeben, doch die Konjunktur- als auch die Wachstumserwartungen müssten sich angesichts des hohen Prognoserisikos erst einmal bewahrheiten. Was allerdings weniger unsicher erscheine, sei die Tatsache, dass das Anleiheaufkaufprogramm für 2018 zurückgefahren werden könne, und der negative Einlagenzinssatz in den nächsten 12 bis 18 Monaten in Folge einer technischen Adjustierung zurück auf 0% gesetzt werden könnte. (28.04.2017/alc/a/a)
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