Brechen (www.anleihencheck.de) - Die Kalenderwoche 25 ist eine ereignisreiche Woche am KMU-Anleihen-Markt, so äußert sich etwa der Gläubigervertreter Gustav Meyer zu Schwabedissen (mzs Rechtsänwälte) im exklusiven Anleihen Finder-Interview über die gegenwärtige Situation des GEWA-Towers und den aktuellen Stand der Dinge bei dem Fellbacher Immobilien-Projekt, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.
Seines Erachtens sei das Projekt einfach zu knapp kalkuliert gewesen, dennoch zeige er sich für einen erfolgreichen Verkauf des Towers auch aufgrund des konstruktiv mitwirkenden Anlegerkreises optimistisch. "Eine Ruine wird der Tower nicht bleiben", so Meyer zu Schwabedissen.
Stühlerücken bei Senivita - der Aufsichtsrat der SeniVita Social Estate AG habe die beiden Vorstände der Gesellschaft, Uwe Seifen und Roland Zeides, in der letzten Woche mit sofortiger Wirkung abberufen. Über die Gründe für diese Entscheidung habe das Unternehmen bislang keine Angaben gemacht. Die Vorstands-Aufgaben übernähmen nun mit sofortiger Wirkung Diplom-Betriebswirt Peter Dressendörfer, bis März 2018 Alleingeschäftsführer der GEROH GmbH & Co. KG, und Rechtsanwalt Manfred Vetterl, einer der Mitbegründer der SeniVita-Gruppe.
Die publity AG senke ihre Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2018 und schlage seinen Aktionären eine Bar-Kapitalerhöhung vor. Das Unternehmen gehe nach eigenen Aussagen nun davon aus, dass der Jahresüberschuss in 2018 auf dem Niveau von 2017, also bei rund 10 Millionen Euro, liegen werde. Zuvor sei ein Gewinn nach Steuern für 2018 von 15 bis 20 Millionen Euro erwartet worden. Die Semper idem Underberg AG habe das Geschäftsjahr 2017/18 laut vorläufiger HGB-Zahlen mit einem Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 9,6 Millionen Euro im oberen Rahmen der Erwartungen abgeschlossen. Zur weiteren Entwicklung plane die Semper idem Underberg AG die Platzierung einer Unternehmensanleihe mit einem Zielvolumen von voraussichtlich 30 Millionen Euro.
Auf der Grundlage neuer Finanzberichte hätten die URA-Analysten neue Beurteilungen angefertigt und für zehn KMU-Anleihen ihre Bewertungen bestätigt. Für die beiden paragon-Anleihen seien die Bewertungen hochgestuft worden, für die vorzeitig gekündigte HanseYachts-Anleihe 2014/19 herabgestuft. Von den aktuell 18 von URA beobachteten Emittenten (22 Anleihen), bei denen es sich vorwiegend um Folgeemissionen handle, hätten laut URA-Analyse zwölf ihre Zinsdeckungsgrade bezogen auf das EBIT(DA) verbessert, verglichen mit dem Zeitpunkt der Erstemission. Dies sei laut Analysten einerseits auf die gestiegene Ertragskraft und andererseits auf die zinsgünstigere Refinanzierung zurückzuführen.
In einem aktuellen Anleihen-Barometer würden die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG die beiden Ferratum-Anleihen, nämlich die Anleihe 2018/22 (ISIN SE0011167972 / WKN A2LQLF) der Ferratum Capital Germany GmbH sowie die Ferratum Bank-Anleihe 2016/20 (ISIN FI4000232830 / WKN A189MG), jeweils als "attraktiv" mit 4 von 5 möglichen Sternen bewerten. Die 7,75%-Anleihe (ISIN DE000A2E4XE4 / WKN A2E4XE) der eterna Mode Holding GmbH sowie die 6,00%-Anleihe (ISIN DE000A2GSL68 / WKN A2GSL6) der Euroboden GmbH würden 3,5 Sterne erhalten und die 4,50%-Anleihe 2016/21 (ISIN DE000A2AAZG8 / WKN A2AAZG) der Hörmann Industries GmbH verweile weiterhin bei 3 von 5 möglichen Sternen. Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS habe unterdessen die 4,00%-Anleihe (ISIN DE000A2E4PH3 / WKN A2E4PH) der Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG neu in sein Portfolio aufgenommen.
Den kompletten Beitrag mit den wichtigsten KMU-Anleihen-News der 25. Kalenderwoche 2018 im Überblick finden Sie hier. (News vom 23.06.2018) (25.06.2018/alc/n/a)
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