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17.10.18 09:09
Deutschland hat Nullkuponanleihe 2020 um 3,03 Mrd. EUR aufgestockt

Wien (www.anleihencheck.de) - Vor dem heute Abend in Brüssel beginnenden EU-Gipfel ist die EU Großbritannien gestern ein Stück entgegengekommen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Zum einen werde den Briten angeboten, die Übergangsphase nach dem Ausscheiden aus der EU am 29. März 2019 über den 31. Dezember 2020 hinaus zu verlängern. Großbritannien könnte damit länger als bisher angedacht in Binnenmarkt und Zollunion bleiben und man hätte mehr Zeit, die künftigen Beziehungen inklusive eines Freihandelsabkommens zu verhandeln sowie eine Lösung für den Umgang mit der inneririschen Grenze zu finden. Zum zweiten habe EU-Chefunterhändler Barnier gesagt, ein Austrittsabkommen müsse bis Dezember vorliegen, um einen ungeordneten Brexit zu verhindern. Zuletzt habe die EU stets November als Frist für ein Austrittsabkommen genannt. Angesichts dieses "Zeitgewinns" von vier Wochen würden die Analysten der RBI heute Abend noch nicht mit einem Durchbruch bei den Verhandlungen rechnen.

Nachdem die USA bereits seit Monaten informell mit der EU, Japan und Großbritannien über ein Handelsabkommen verhandeln würden, seien die Verhandlungen gestern durch die offizielle Inkenntnissetzung des Kongresses durch das Weiße Haus auf die formale Ebene gehoben worden.

Deutschland habe gestern eine im September 2020 fällige Nullkuponanleihe (ISIN DE0001104735 / WKN 110473) zu einer Durchschnittsrendite von -0,56% um EUR 3,03 Mrd. aufgestockt. Die Emission sei stark überzeichnet gewesen. Für heute sei die Aufstockung einer im Juli 2044 fälligen Fixzinsanleihe geplant (ISIN DE0001135481 / WKN 113548). Es sollten bis zu EUR 1,5 Mrd. aufgenommen werden. (17.10.2018/alc/a/a)


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