Lang+Schwarz nach der Kapitalmaßnahme
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neuester Beitrag: 25.03.26 12:24
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| eröffnet am: | 10.02.22 09:02 von: | HSK04 | Anzahl Beiträge: | 2845 |
| neuester Beitrag: | 25.03.26 12:24 von: | VerlustExperte | Leser gesamt: | 1286040 |
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| bewertet mit 11 Sternen |
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Hinlegen, L&S Geld verdienen lassen.
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| Boardmail an "Micha01" |
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Lang & Schwarz AG |
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| Boardmail an "CDee" |
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Lang & Schwarz AG |
aber dividendenplus hat nicht unrecht, so einiges davon war schon eingepreist. und ausserdem wird l&s danach eine viel stabilere firma und nicht mehr so von einem einzigen grosskunden abhängig sein und vielleicht auch mit leicht höheren margen ohne die pfof zahlungen..
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| Boardmail an "voltaren" |
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Wertpapier:
Lang & Schwarz AG |
Aber ich habe es euch ja gesagt, dass sich die Indizien mehren, dass TR das selbst in die Hand nehmen wird. Wollte ich nur mal erwähnt haben.
...und dass L&S nicht nach jedem Zeitungsartikel eine Adhoc raushaut sollte auch klar sein.
Es sind überhaupt keine Fakten in Zusammenhang mit L&S veröffentlicht worden, daher immer wieder erstaunlich was so ein paar Spekulationen für Panik auslösen können.
- Privatkunden wie an einer offenen Börse können da nicht handeln
- man kann B2B orders darin abwickeln oder z.B. Marketmaker oder Börsen anbinden -> L&S, da man zuletzt auch verschiedene neue Produkte für Anleihen herausgebracht hat, auch so drüber abwickeln um den Kauf/Verkauf zu ermöglichen - quasi als Zwischenschritt, damit auch Privatkunden hieran partizipieren können für zukünfitge neue Produkte https://www.die-privatbank.de/artikel/...leihemarkt-fur-privatanleger
- das man im internen Handel orders von Privatkunden damit abwickelt, ist sicher nicht ESMA konform, wäre ja noch schlimmer als PFOF
https://www.bafin.de/SharedDocs/..._multilaterales_handelssystem.html
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| Boardmail an "Micha01" |
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Wertpapier:
Lang & Schwarz AG |
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| Boardmail an "jensos" |
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Lang & Schwarz AG |
In jedem Fall scheint der Wegfall von TR jetzt eingepreist. Und eigentlich ist der Abschlag ueberschaubar. Lustigerweise koennte ich mir vorstellen, dass es hier bald wieder hoch geht.
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| Boardmail an "gofran" |
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Wertpapier:
Lang & Schwarz AG |
Die Marktteilnehmer verstehen immer noch nicht, was TR derzeit macht und von Wegfall von TR kann derzeit m.M.n. überhaupt keine Rede sein.
PFOF-Verbot =>Hier der Auszug aus der VERORDNUNG (EU) 2024/791 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 28. Februar 2024:
44. Folgender Artikel wird eingefügt:
„Artikel 39a
Verbot der Annahme von Rückvergütungen für die Weiterleitung von Wertpapieraufträgen
(1) Im Auftrag von Kleinanlegern im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 Nummer 11 der Richtlinie 2014/65/EU oder von professionellen Kunden im Sinne von Anhang II Abschnitt II der genannten Richtlinie handelnde Wertpapierfirmen nehmen von Dritten keine Gebühr, Provision oder nichtmonetären Vorteil für die Ausführung von Aufträgen von diesen Kunden an einem bestimmten Ausführungsplatz oder für die Weiterleitung von Aufträgen
dieser Kunden an Dritte zum Zweck der Ausführung an einem bestimmten Ausführungsplatz (‚Rückvergütungen für
die Weiterleitung von Wertpapieraufträgen‘ — payment for order flow) an.
Unterabsatz 1 gilt nicht für Rabatte oder Preisnachlässe auf Transaktionsgebühren von Ausführungsplätzen, sofern
dies nach der genehmigten und öffentlichen Tarifstruktur eines Handelsplatzes in der Union oder eines Drittlandshandelsplatzes
zulässig ist, wenn sie ausschließlich dem Kunden zugutekommen. Solche Nachlässe oder Rabatte dürfen der
Wertpapierfirma keinen monetären Vorteil verschaffen.
Und jetzt schauen wir uns an, welche Geschäfte TR macht und an welchen Ausführungsplätzen dies geschieht und ob von PFOF betroffen oder nicht und wenn betroffen, wie TR trotz PFOF-Verbot auch ab Juli 2026 Rückvergütungen rechtssicher erhalten kann.
1) Aktiengeschäfte/ETF und zum größten Teil Anleihegeschäfte => laufen über einen genehmigten und öffentlich regulierten Ausführungsplatz (LSX) mit Börsenordnung, HÜST etc. => hier muss lediglich ab 01.07.2026 das Preisverzeichnig bei TR angepaßt werden und die Grundgebühr erhöht werden und dafür dann die Rückvergütung als Teil des Preisverzeichnisses als Rabatt den Kunden wieder eingeräumt werden => Problem rechtssicher gelöst (im Grunde bleibt alles beim Alten .. die Kunden zahlen nach Abzug der Rabatte weiterhin 1,- Euro pro Trade und TR muss und wird kein riskantes MM in diesem Bereich machen ... saubere Trennung von Kundeninteressen versus TR-Interessen)
2) Derivate => laufen über Direktanbindungen der Derivatehäuser (also OTC) => ab 01.07.2026 keine PFOF in dieser Struktur mehr erlaubt => also muss ein genehmigter öffentlicher Handelsplatz her => Gründung einer MTF durch TR und alle Derivategeschäfte ab 01.07.2026 laufen dann über diesen MTF (der MTF wird halt in der Direktanbindung zu den Derivatehäuser zwischengeschaltet) => Änderung Preisverzeichnis bei TR ähnlich Aktien => Problem rechtssicher gelöst (im Grunde bleibt alles beim Alten nur laufen die Derivategeschäfte jetzt nicht OTC, sondern über MTF)
3) ELTIF => dazu wurde bereits alles im Wallstreet Online Forum gesagt => Geschäfte laufen zukünftig über MTF => TR wird als MM auf der Geldseite aktiv
und schon ist die Problematik PFOF gelöst, ohne das TR im Aktienbereich oder bei ETF eigenes MM macht oder eigene Derivate emittiert.... bei ELTIF´s macht MM absolut Sinn und sehr sehr begrenztes Risiko und hier ist eigenes MM für TR eine Win-Win-Situation für TR und für die Kunden
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| Boardmail an "Holliday" |
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Lang & Schwarz AG |
Gernot Mittendorfer, Geschäftsführer Trade Republic Bank GmbH, hat sich im November 2025 zum stellvertretenden Börsenratsvorsitzenden der Börse Hamburg für die Periode 2026 bis 2028 wählen lassen, weil er eben Repräsentant eines wesentlichen Liquidity Providers ist. Da wird er nicht im Hintergrund an Plänen basteln, diese Liquidität wieder großteils oder gar vollständig abzuziehen. Eine gewisse Redlichkeit setzt das KWG dann doch voraus bei Besetzung von Geschäftsleiterpositionen.
Langfristig ist L&S gut aufgestellt und wird liefern.
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| Boardmail an "jensos" |
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Wertpapier:
Lang & Schwarz AG |
es ist am Freitag oder seit Freitag oder seit dem Tag der Eintragung der TR Lizenz nichts passiert, was das Ergebnis der L&S AG 2025 verändern könnte
die Gedanken werden bald wieder um die Höhe der Dividende kreisen, und da möchten einige wohl lieber vorher positioniert sein
Daher denke ich auch das mit den Zahlen es nach oben gehen kann - das KGV dürfte deutlich sinken und die Divdenderendite könnte 2 stellig werden.
Die Reaktion auf die Meldung von Freitag wirkt ein wenig nach dem Motto -
A: L&S könnte TR als Kunde verlieren, großes Risiko für den Umsatz - verkaufen
B: Moment, das Risiko ist doch schon lange drin.
A. stimmt - zurück kaufen.
;)
Der Januar war angeblich beim Tagesmittel Rekord und Volumen insgesamt auch nah am Rekordoktober. Februar könnte so weiter gehen.
Tradecenter angeblich auch positive Entwicklung und ich würde bei Wikifolios und Turbos deutlich mehr Marge erwarten als bei Trade Republic. (angeblich weil die Google Tabelle nicht offiziell ist)
2025 + 1 HJ 2026 alleine würde ich vor Sonderffekten mit 10-12€ Ergebnis rechnen.
Daher selbst im worst case sehe ich Potential nach oben, wenn nur endlich Klarheit herrscht.
die Reaktion am Freitag hat uns aber eines gelehrt: Nicht alle Aktionäre verfolgen
die Beiträge auf WO, sonst hätten sie nicht um 10 Uhr verkauft, sondern um 7:30 Uhr,
denn die Information wurde ja nicht zufällig vor Eröffnung der Börsen lanciert
wenn nun aber nicht alle Aktionäre auf dem Kenntnis-Stand WO sind,
dann werden sie am 20. Februar auch von den Ergebnissen überrascht,
und da liegt meiner Einschätzung nach eine Chance :)
Die "überraschten" Lemminge können in beide Richtungen laufen.
Mein reziproker Optimismus hat mein Körbchen jedenfalls wieder gut gefüllt.
Ich hatte mit einer adhoc gerechnet, aber der Kurs geht auch ohne wieder hoch.
Zeitpunkt: 03.02.26 12:26
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers
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| Boardmail an "Micha01" |
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Wertpapier:
Lang & Schwarz AG |
Der PFOF-Teil stimmt juristisch - aber fuer mich ist das komplett nebensaechlich, seit Trade Republic die BaFin-Erlaubnis fuer einen eigenen Handelsplatz (MTF) hat. Genau diese Meldung wurde oeffentlich bestaetigt.
Und deswegen kann ich deine Schlussfolgerung "im Grunde bleibt alles beim Alten" nicht nachvollziehen.
Wenn ein Broker ein eigenes MTF aufbaut, dann nicht, um anschliessend wieder auf denselben externen Market Maker angewiesen zu sein.
Ich sehe es so:
TR hat sich mit der BaFin-Genehmigung die komplette Execution-Kette geoeffnet.
TR kann kuenftig Kursstellung, Spreads, Routing und Infrastruktur selbst kontrollieren.
TR will sich genau durch dieses Setup unabhaengig von L+S machen.
Und genau dieser strategische Schritt wird in deinem Beitrag voellig ausgeblendet.
Fuer mich wirkt es deshalb unrealistisch anzunehmen, TR wuerde im Aktien- oder ETF-Bereich einfach weitermachen wie bisher.
"TR kann kuenftig Kursstellung, Spreads, Routing und Infrastruktur selbst kontrollieren" aha und da geht die Bafin und ESMA mit? Warum machen das nicht auch andere Banken? Ein Eigenhandel mit Privatkunden ist nicht erlaubt.
An das MFT kann man aber natürlich mehrere MM oder Börsen anbinden.
"Multilateral bedeutet in Abgrenzung zu bilateralen Kontrahentensystemen, dass der Betreiber des Handelssystems nur die Parteien eines potenziellen Geschäfts über Finanzinstrumente zusammenbringt und nicht selbst Vertragspartner wird. Selbst Vertragspartner zu werden, ist ihm gemäß § 72 Abs. 5 des Gesetzes über den Wertpapierhandel (Wertpapierhandelsgesetz - WpHG) nicht gestattet. Wird er es dennoch, ist jedenfalls der Tatbestand des Eigenhandels in Form der systematischen Internalisierung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 lit. b KWG erfüllt"
https://www.bafin.de/SharedDocs/..._multilaterales_handelssystem.html
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| Boardmail an "Micha01" |
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Wertpapier:
Lang & Schwarz AG |
Das wird noch enger (mit den Spreads und so), wenn das "Consolidated Tape" eingeführt wird.
Wenn TR nun also einen eigenen Handelsplatz schafft, und PFOF kompensiert, weil ein Zugang zu diesem Handelsplatz nur gegen Gebühr möglich ist, dann liegt es doch nahe, darüber zuerst mit den Partnern zu sprechen, mit denen man bereits eine gemeinsame Vergangenheit und Gegenwart hat.
"Offiziell soll sich Lütke-Bornefeld bei Trade Republic um die Beziehungen zu Handelspartnern kümmern und ist im Moment als Assistent der Geschäftsleitung tituliert ..."
https://www.broker-test.at/news/...etzt-auch-der-eigene-handelsplatz/
Wir werden sehen, wie es weitergeht.
Ich habe mal überschlägig gerechnet, dass ein Jahr wie 2025 ca 80 Mio EUR weniger Handelsergebnis gebracht hätte ohne Trade Republic.
Das hört sich erstmal schlimm an,
aber in dem Fall wäre ja auch der Aufwand ein anderer, weil L&S dann anders geplant hätte. In der Realität bereitet man sich in Düsseldorf ja auf mehr Geschäft vor und nicht weniger. Zum jetzigen Zeitpunkt ist doch ein kompletter Abbruch der Beziehungen ebenso reine Spekulation wie bspw eine direkte Beteiligung.
L&S ist im Kern ein Manager von Risiken - sie werden auch das Klumpenrisiko Trade Republic eingrenzen können.
Was macht TR denn mit den Derivaten und dort wird bei TR ja das meiste Geld aus den PFOF verdient ... macht TR dann einen auf Derivate-Emittent?
Wie ist denn derzeit der "interne Marktplatz" für ELTIF organisiert und was ist rechtlich derzeit erlaubt und was muss TR machen, um hier rechtlich sauber zukünftig eigenes MM (Ankauf von Rückgabewünschen also Verkaufsaufträge von Kunden) ausführen zu dürfen?
Der MTF ist doch nicht für MM in Aktien oder ETF´s gegründet und dies wird der Markt auch irgendwann verstehen. Und was gibt es bei so einer Konstellation seitens LuS zu berichten ... nichts!
By the way: Eigenkapital wird TR für MM in ELTIF vorhalten müssen plus Risiko, dass die BAFIN eine deutliche Unterlegung der qualifizierten Geldmarktfonds (Zinsrisiko trägt ja TR und nicht die Kunden) mit EK fordern könnte ... kann mir nicht vorstellen, dass TR noch mehr "Baustellen" haben möchte.
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| Boardmail an "Holliday" |
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Wertpapier:
Lang & Schwarz AG |
Mein Punkt ist:
Mit der BaFin-Lizenz fuer ein eigenes MTF verschiebt sich die Machtposition. TR muss L+S nicht mehr nutzen. TR kann kuenftig selbst entscheiden, welche Market Maker sie anbinden, wie der Orderflow geroutet wird und wer auf dem MTF ueberhaupt Zugang bekommt. Das hat nichts mit Eigenhandel zu tun, sondern mit Kontrolle ueber die Infrastruktur.
Fuer mich veraendert das das gesamte Modell:
Wenn ein Broker die technische und regulatorische Plattform selbst besitzt, dann ist der bisherige Market Maker nicht mehr strukturell notwendig. Und genau diesen Punkt uebergehst du: Es geht nicht darum, dass TR selbst MM wird – es geht darum, dass TR den MM bestimmen kann.
Kurz gesagt:
Der Betreiber eines MTF wird nicht zum Market Maker, aber er wird zum Gatekeeper. Und damit ist die alte Abhaengigkeit zu L+S fuer mich Geschichte.
Gibt es wirklich Aussage dazu, dass TR eine eigene technische Plattform hat bzw. plant?
Kann ich natürlich auch nicht ausschließen. Aus meiner Sicht darf man aber den Aufwand für sowas nicht unterschätzen. Auch wenn TR dann den MM wählen könnte muss der technisch ja auch angeschlossen werden.
Wenn PfOF einfach durch Gebühren oder ähnliches ersetzt wird, wäre TR aus meiner Sicht damit zufrieden weiter Geld zu bekommen ohne viele eigene Ressourcen zu investieren. Als TR Kunde merkt man ja in der App schon das TR da manchmal auch überfordert ist, das sie dann zusätzlich auch noch den Handelsplatz technisch verantworten wollen, würde mich überraschen.
Aber da es nicht offizieles gibt, bleibt die Ungewissheit - aber sind ja keine 5 Monate mehr.
ich bin da nicht Kunde und vielleicht steht da im kleineren Kleingedruckten etwas von Zuwendungen Dritter, aber oberflächlich betrachtet sehe ich nur
- keine eigene Plattform (Quotrix)
- keine eigene. Abwicklung (Caceis)
- kein eigenes Market Making (ICF)
Was ich damit sagen will - nur um die Kickbacks seitens L&S nicht zu verlieren macht TR mit dem MTF einen ziemlich großen Aufriß und deshalb bin ich eher bei Holliday, es geht da um deutlich mehr und wohl eher nicht gegen L&S, sondern mit



