fest?
Wenn ein Unternehmen hypothetisch 5 Jahre in Folge mit 10% wächst, und dann in einem Rezessionsjahr mal 5% schrumpft, ist dann die Aktie kein Kauf mehr für dich?
Genau sowas könnte ja bei Fortec durchaus passieren. Man wächst ja eigentlich seit 10-12 Jahren fast durchgängig (von Corona-Geschäftsjahr 2020/21 mal abgesehen) und hat dabei die Marge auf 10% gehoben. Im letzten Jahr gab es nochmal einen Wachstumsschub. Wenn man jetzt im Geschäftsjahr 2023/24 in einer Rezession 5-7% beim Umsatz und 10-15% beim Gewinn schrumpfen würde, ist man ja deshalb nicht plötzlich kein Wachstumsuntenehmen mehr.
Mich erinnert das immer an die KGV Diskussion, wo viele Forenuser das KGV immer an ein einzelnes Jahr binden. Macht für mich absolut keinen Sinn, aber leider passiert es immer wieder. Die Leute beachten dabei weder das durchschnittliche KGV, noch das durchschnittliche Wachstum, und die Bilanzdaten werden auch oft nicht berücksichtigt. Im nachhinein bin ich ja fast froh, dass Fortec die Übernahme nicht durchgezogen hat. Vielleicht bekommt man ja demnächst mehr zu günstigerem Preis. Aktuell ein EnterpriseValue von etwa 66,5 Mio € für ein Unternehmen, das 2025/26 einen Umsatz von 120-130 Mio € (rein organisch) plant. Wäre ein KUV von 0,5 bei geplanten mindestens 10% Ebit-Marge. Wir kommen dann bald in Bewertungen von FCF Yield bei annähernd 20%. So hoch werden die Leitzinsen und Anleiherenditen bestimmt nicht steigen. Deshalb finde ich die aktuellen Diskussionen zum Nachteil von Aktien zu steigenden Anleihezinsen zu eng gedacht, da man dafür sich ja mal die Bewertungen der Aktien anschauen muss, die mittlerweile entweder viel höhere Zinsen oder viel niedrigere Unternehmensgewinne einpreisen. Und mit viel niedriger meine 40-50% niedrigeres Ebit bei Fortec, und das nich nur 2023/24, sondern jahrelang. ----------- the harder we fight the higher the wall |