Der unaufhaltsame Verfall der SPD

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neuester Beitrag:  25.04.21 10:56
eröffnet am: 06.03.07 16:25 von: kiiwii Anzahl Beiträge: 917
neuester Beitrag: 25.04.21 10:56 von: Sophiaybcaa Leser gesamt: 105000
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26.08.10 13:26 #626 Eigentlich
dürfte es nach euren Argumenten keine Rentenproblematik
und keine riesigen Zuschüsse des Staates zur RV geben.

In der Vergangenheit ist die volkswirtschaftliche Produktivität (fast)
immer gestiegen.

und die Zuschüsse des Staates stiegen gewaltig, weil die VWL-Produktivität
stieg?

Das Ganze ist einzig und allein ein Finanzierungsproblem.  
26.08.10 13:27 #627 Jau. Wir sind am Ende der Geschichte angeko.
Sozusagen im Hegelschen Reich der Freiheit - jedenfalls in Deutschland. Man muss nix mehr erfinden, denn alles ist schon da. Arbeiten muss man auch immer weniger, denn der technische Fortschritt nimmt uns alles ab. Eine stinklangweilige Gesellschaft. Wir können jetzt langsam in den Kommunismus übergleiten, wo jeder sich nach seinen Bedürfnissen bedienen kann. Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.


Anders als im Märchen sehe ich eine Infrastruktur, die zu einem erheblichen Teil immer mehr verfällt. Unterrichstausfall in Folge von Lehrermangel. Lebensmittel, die ihren Namen immer weniger verdienen. Krankenhäuser und Arztpraxen, in denen die Patienten im Minutentakt abgefertigt werden. Baumärkte, in denen man Verkäufer vergeblich sucht, um eine Frage zu stellen. Bahnen, die eher verspätet als regelmäßig kommen. Und und und..  
26.08.10 13:31 #628 Wenn ihr
die Verteilung des BIPs anders regeln könntet,
hätten wir eine andere Argumentationsbasis.

Jedoch das versuchten schon Sozialisten, Kommunisten vergebens.

Dann hätten wir ein anderes Denkmodell.

Ich gehe davon aus, dass es sich kaum in der Zukunft zugunsten
der Arbeitnehmer ändern wird.

... und das sind doch wohl die späteren Rentner oder?  
26.08.10 13:31 #629 super Karl.....
und bitte kein Kommunismus....
der Staat hätte ja für 100.000.000.000,00 € die Sanierung der Infrastruktur, Schulen, Krankenhäuser ...beauftragen müssen! Was wäre das für ein AUFSCHWUNG!

ob es die Hypo noch gibt oder nicht, wen stört es?  
26.08.10 13:56 #630 Das hätte die Staatsschulden
aber mächtig in die Höhe getrieben. Wenn man statt Garantien real in gleicher Höhe Ausgaben getätigt hätte...
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"Ob wenig oder mehr Staatstätigkeit – diese Frage geht am wesentlichen vorbei. Es handelt sich nicht um ein quantitatives, sondern um ein qualitatives Problem." Walter Eucken
26.08.10 14:02 #631 barcode
du meinst es wäre wirtschaftlicher Unsinn, Geld für echte Waren auszugeben, statt für bedrucktes Papier?  
26.08.10 14:08 #632 Aber mal zu Karlchens Einwurf...
Das ist kein Wunder.
- Die Steuerquote gemessen am BIP ist in den letzten 40 Jahren gesunken.
- Mal nur den Bund betrachtet: Die Struktur der Ausgaben hat sich drastisch gewandelt. Überproportional gesunken sind die Verteidigungsausgaben (von 25% auf 10%) und die Investitionen (geht auf Kosten der Infrastruktur). Überproportional gestiegen sind die Zinslast und vor allem anderen der Sozialhaushalt. Von ca. 25-30%% auf 48%.
- Die Abgabenlast hat sich außerdem bei den Sozialbeiträgen deutlich erhöht. Jenseits der Steuern.

Die BIP-Zuwächse (deren Basis natürlich auch die gestiegene Produktivität ausmacht) gingen also vor allem - was die staatlich Einnahmen angeht - in Richtung Sozialsysteme.

Das ging natürlich auch auf Kosten der Infrastruktur.
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"Ob wenig oder mehr Staatstätigkeit – diese Frage geht am wesentlichen vorbei. Es handelt sich nicht um ein quantitatives, sondern um ein qualitatives Problem." Walter Eucken
26.08.10 14:09 #633 tommm
Nicht alles, was in Geldwert ausgedrückt wird, ist Geld...
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"Ob wenig oder mehr Staatstätigkeit – diese Frage geht am wesentlichen vorbei. Es handelt sich nicht um ein quantitatives, sondern um ein qualitatives Problem." Walter Eucken
26.08.10 14:16 #634 guido wirds richten...mehr davon.
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Wir brauchen mehr Guidos!!!
26.08.10 14:21 #635 Barcode, wir müssen über die Staatsquote am .
reden, nicht über die Steuerquote - dies umso mehr, als der Staat aus Haushaltsmitteln in die Sozialsysteme einschiessen muß...

und die liegt in 2009 bei 50 % (nat. wegen der Krise)  
26.08.10 14:23 #636 Sag ich doch...
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"Ob wenig oder mehr Staatstätigkeit – diese Frage geht am wesentlichen vorbei. Es handelt sich nicht um ein quantitatives, sondern um ein qualitatives Problem." Walter Eucken
26.08.10 14:25 #637 Sozialbudget 2009: 754 Mrd Euro oder 31,3% .
Mit dem aktuellen Sozialbudget 2009 gibt die Bundesregierung nach dem letztjährigen Sozial­bericht wieder turnusgemäß einen Überblick über das Leistungsspektrum und die Finanzierung der sozialen Sicherung. Danach wurden im Jahr 2009 insgesamt 754 Mrd. Euro für soziale Leistungen ausgegeben. Gegenüber 2008 sind die Sozialleistungen um 4,2 Prozent gestiegen, während das nominale Wirtschaftswachstum bei -3,5 Prozent lag. Das Verhältnis von So­zialleistungen zum Bruttoinlandsprodukt - die Sozialleistungsquote - hat sich von 29,0 Prozent im Jahr 2008 auf 31,3 Prozent im Jahr 2009 erhöht. Nachdem sich die Quote über 5 Jahre kon­tinuierlich verringert hatte, ist sie damit in dem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 sprunghaft gestiegen. Der Anstieg ist überwiegend Folge des rückläufigen Wirtschaftswachstums in Kombination mit Mehrausgaben der Bundesagentur für Arbeit.


http://www.bmas.de/portal/46634/sozialbudget__2009.html  
26.08.10 14:29 #638 das ist die sog "Sozialquote" am BIP... und di.
steigt und steigt...

Und ein um 4,2 % p.a. wachsendes Sozialbudget kann kein noch so schöner Super-Aufschwung finanzieren ohen Abstriche in anderen Bereichen (staatliche, aber auch private) zu machen...


(Warum wohl zerschnippelt man jetzt die Bundeswehr ?)  
26.08.10 14:32 #639 ...und wenn dann statt Wachstum eine Schrum.
eintritt wie in 2009, ist alles noch viel dramatischer...

insofern kann man der Regierung Merkel (und auch einem Steinbrück) nur gratulieren, daß man so kräftig gegengesteuert hat mit dem Konjunkturpaket 2)

Die konjunkturell bedinget Netto-Schuldenaufnahme hat sich, wie (von mir) erwartet, quasi selber finanziert...  
26.08.10 15:09 #640 barcode, hast du die Frage
in #631 nicht richtig verstanden?  
26.08.10 16:19 #641 Steigt und steigt?
Da steigt allenfalls irgendwo der Alkoholspiegel.  
26.08.10 17:15 #642 ?? Zweifel ?
26.08.10 17:21 #643 Ja klar. Derzeit bewegt sich die Quote auf de.
Niveau von 2001. Die Quote ist allerdings auch Blödsinn. Man muss die Rentenausgaben auf die Masseneinkommen oder auf die Löhne beziehen.  
26.08.10 17:24 #644 hast du ne Statistik für die Sozialquote ?
26.08.10 17:25 #645 falls ja, stell sie doch bitte mal rein
26.08.10 17:30 #647 Danke!
...bis 2003 ist sie fast kontinuierlich gestiegen - dann scheint Agenda 2010 doch etwas zu greifen...und in 2009 macht sich natürlich die 5 % - BIP-Schrumpfung bemerkbar...  
26.08.10 17:32 #648 witzig ist die offensichtlich gute Korrelation
von Sozialquote und SPD-Wählerzustimmung...  
27.08.10 11:20 #649 Ein schlechter Tag also für den deutsche Pres.
Ganz unabhängig vom Standpunkt Sarrazins, zu dem ich mir hier garnicht äußern möchte - kann man es wohl deutschlandweit als Bankrotterklärung des Journalismus werten, dass durch die Bank alle Leitmedien auf vollkommen unsachlicher Basis um die Demontage Sarrazins bemüht sind.


Hier wird das ganze Instrumentarium an Rhetorik aufgefahren, um diesen Mann blosszustellen, lächerlich zu machen und medial zu vernichten.

Offensichtlicher geht es nicht mehr.

Für Sarrazin sprechen ganz klar die Fakten, die bislang in allen Zeitungen unwiderlegt blieben.

Ärgerlich dürfte hier für die Propaganda allerdings sein, dass eine große Anzahl der Bürger das Spiel durchschaut hat und entsprechend ablehnend auf die Demagogie und die Desinformation der Medien reagiert.

Ein schlechter Tag also für den deutschen Journalismus, ein guter Tag für die Wahrheit und Thilo Sarrazin.  
29.08.10 10:39 #650 Neue Erkenntnisse aus der SPD
Der ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Lale Akgün ist es zu verdanken, dass es noch aufrechte Politiker gibt.

Denn neben ihrer offiziellen Aufgabe als Islambeauftragte ihrer Partei war sie während ihres Urlaubs noch in einer weiteren wichtigen Mission unterwegs: Sie verschaffte bedürftigen Genossen preiswert die Potenzpille Viagra – aus der Türkei.

Dies beschreibt Akgün nach einem Bericht des „Kölner Express“ augenzwinkernd in ihrem neuen Buch „Der getürkte Reichstag. Tante Semras Sippe macht Politik“ (Verlag Krüger/Fischer), das im September erscheint.

Akgüns Nebenjob begann am Rande einer Bundestagssitzung. Ein Kollege bat die Deutsch-Türkin darum, ihm bei ihrer nächsten Türkei-Reise ein Medikament zu besorgen. „Ich dachte, er meint Aspirin“, schreibt Agkün. „Aber er wollte Viagra.“

Zwei Tage später trat ein weiterer Genosse mit der Bitte an sie heran. In einer Apotheke in der Hafenstadt Cesme gab Akgün eine Großbestellung auf.

Über die Namen der Abnehmer schweigt die studierte Medizinerin. Aber einer von ihnen, etwas älter, soll sehr bekannt sein.

Gruß Sebestie  
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