man heute im Handelsblatt erleben, wo das "Island-Modell" der Deutschen Bank abgefeiert wird, bei der alle Deutschen für die Zockereien vom Ackermann-Sepp und seinem Nain in Geiselhaft genommen werden. Denn gehen die Zockereien schief, müssen das nicht nur unsere Großmütter mit ihren Postsparbüchern ausbaden, sondern alle Deutschen, die dann mehr Steuern bezahlen müssen und weniger staatliche Leistungen empfangen werden.
Darauf wird in diesem Artikel ebenso wenig hingewiesen wie auf zwei wichtige Lerneffekte der Finanzkrise.
1. Banken sollten nicht zu groß werden. Gestern hat der Ex-Dresdner-Banker Leonhard Fischer einen bemerkenswerten Vorschlag gemacht: Man sollte Obergrenzen für Bilanzszummen setzen, weil alle anderen Regelungen zu kompliziert seien. Dem kann ich nur zustimmen - allerdings neben vielen anderen Maßnahmen.
2. Volcker hat mit dem Eintreten mit dem nach ihm benannten Rule deutlich gemacht, dass es eigentlich kriminell ist, wenn man Einlagen einsammelt und dann mit ihnen zockt, meines Erachtens besonders schlimm, wenn das mit Oma's Sparbücher geschieht, die sich beim Beginn des Ansammelns ihrer 50.000 Euro vor 50 Jahren sicher nicht vorstellen konnten, das da einmal ein Schweizer und ein Inder Jo-Jo-Rope-Trick-Spekulationen damit anstellen würden. Auch in Deutschland sollten wie in den USA Gesetze greifen, die zumindest eine Holding-Lösung vorsehen, dass Omas Sparbücher nicht bei ungedeckten Leerverkäufen oder in Öl-Swaps verschwinden - besser wäre eine Zerschlagung der Deutschen Bank in zwei Einheiten, die rechtlich vollständig selbständig sind. Jeder Inhaber einer Deutschen Bank-Aktie erhält dann zwei Aktien: Deutsche Bank-Rope-Trick oder wie immer sie auch heißt und Deutsche Bank Retail. |