Experte warnt: «Druckwelle von Wasserstoff-Explosion wäre noch am Tunnelportal tödlich»
Würde beim Crash im Tunnel der Wasserstofftank reissen, könnte sich der ausströmende Wasserstoff derart mit der Luft vermischen, dass ein explosives vorgemischtes Gas entstehe. Käme es zur Zündung, «könnte es zu einer Explosion mit einer Druckwelle kommen, die bei einem Tunnel – gleich welcher Länge – selbst noch an den Portalen tödlich wirken könnte», warnt Schelb. In seinen Berechnungen geht er von einer Druckwelle von fünf Bar an den Portalen aus, wobei schon zwei Bar als tödlich gelten.
Das habe mit der Tunnelarchitektur zu tun, erklärt Schelb. In einer Röhre könne sich eine Druckwelle ohne Hindernisse fast ungebremst ausbreiten. Hinzu komme, dass die Flammengeschwindigkeit von Wasserstoff um ein Vielfaches höher sei als bei anderen Kraftstoffen wie Benzin.
Das Heimtückische an dem Szenario ist, dass die Flamme nicht oder kaum sichtbar ist, wenn Wasserstoff brennt, da dieser nicht russt. Das erhöht die Gefahr für Einsatzkräfte im Ereignisfall. Ob die Wasserstoffflamme im Display einer Wärmebildkamera erkennbar wäre, müsse noch geklärt werden, so Schelb weiter. Angesichts der steigenden Zahl wasserstoffbetriebener Fahrzeuge werde ein solches Szenario immer wahrscheinlicher. «Die Frage ist nicht, ob es passiert, sondern wann es passiert», so Schelb.
Quelle: https://www.20min.ch/story/...h-am-tunnelportal-toedlich-669006851273
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