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Anleihe-Hausse: Bondmarkt haussiert bereits seit mehr als 30 Jahren
06.06.19 12:15
LOYS
Oldenburg (www.anleihencheck.de) - Wie langlebig eine Haussebewegung sein kann, demonstrierte zuletzt auf beeindruckende Art und Weise der Anleihemarkt, so Dr. Christoph Bruns und Ufuk Boydak von LOYS.
Während die Aktienmärkte im März auf eine zehnjährige Aufwärtsentwicklung hätten zurückblicken können, haussiere der Bondmarkt bereits seit mehr als dreißig Jahren. Besonders langlaufende Anleihen hätten zuletzt signifikante Kurszuwächse erlebt. Ein Korb deutscher Staatsanleihen habe seit Anfang des Jahres gemessen am REXP um 1,5 Prozent zugelegt. Wenn man bedenke, dass Staatsanleihen seit geraumer Zeit negative Kupons besitzen würden, ahne man die starken Kursavancen der Papiere.
Auslöser des jüngsten Kursaufschwungs bei Anleihen sei der eskalierende Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China gewesen. Nach etlichen Ankündigungen einer bevorstehenden guten Vereinbarung seien die diesbezüglichen Gespräche zwischen beiden Ländern ergebnislos abgebrochen worden. Inzwischen würden sich beide Seiten mit Strafzöllen und Gegenmaßnahmen überziehen. Volkswirte würden angesichts dieser Entwicklung eine schwächere Entwicklung der Weltkonjunktur erwarten. In den USA gehe der Konsens der Marktteilnehmer inzwischen davon aus, dass die Notenbank FED ihre Leitzinsen senken werde, um die Wirtschaft anzukurbeln. Genau dies habe der verhaltensauffällige Präsident des Landes bereits mehrfach in Tweets gefordert. Dabei habe die US-Wirtschaft im ersten Quartal des Jahres ein überraschend robustes Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent ausgewiesen.
Für Deutschland seien die Effekte aus den beschriebenen Entwicklungen mehrschneidig. Während die Wirtschaft stark vom Welthandel abhängig sei und daher mit einer abnehmenden Dynamik zu kämpfen habe, könne sich Finanzminister Scholz darüber freuen, dass die Zinsbelastungen seines Haushaltes weiter sinken würden. Für die ausgebefreudige Bundesregierung seien das gute Nachrichten. Mit Spannung werde zu beobachten sein, wie sich die Konjunktureintrübung auf den Arbeitsmarkt auswirke. Zuletzt sei auch hier ein Abbremsen erkennbar gewesen. Allerdings dürfte der strukturelle Fachkräftemangel, der sich im Wesentlichen aus der unvorteilhaften demographischen Entwicklung Deutschlands speise, dafür sorgen, dass Massenarbeitslosigkeit ein Phänomen der Vergangenheit bleibe.
Zugleich rücke die Kehrseite der Negativzinsen stärker ins öffentliche Bewusstsein. Nicht wenige Altersvorsorgeeinrichtungen seien in ihrem Bestand gefährdet. Zuletzt habe die Pensionskasse der Caritas für Aufsehen gesorgt, nachdem die Aufsichtsbehörde BaFin ihr das Neugeschäft verboten habe. Dies dürfte beileibe kein Einzelfall sein. Alle wesentlichen Altersvorsorgeeinrichtungen seien durch die Dauerniedrigzinsphase existenziell bedroht. Nur ganz wenige Häuser seien in der Lage gewesen, sich der wesentlich ertragreicheren Aktienanlage substanziell zuzuwenden. Im Kern werde diese Entwicklung darauf hinauslaufen, dass der Staat und damit der Steuerzahler zusätzliche Altersvorsorgeaufwendungen werde schultern müssen. Der Vorschlag einer "Respektrente" lasse bereits erkennen, wohin der Karren fahre.
Besser sehe es für diejenigen aus, die privat seit Jahren durch Aktiensparen für das Alter vorsorgen würden. Die LOYS-Aktienfonds seien dafür der beste Beleg. So habe etwa der Anleiheindex REXP in den letzten zehn Jahren eine Nettowertentwicklung von 37,36 Prozent (rund 3,13% p.a.) erbracht. Bei unserem Flaggschifffonds LOYS Global waren es im gleichen Zeitraum 165 Prozent (rund 10,31% p.a.), so die Experten von LOYS. Nichts spreche dafür, dass sich diese bewährte Vorteilhaftigkeit der Aktienanlage in den kommenden zehn Jahren umkehren werde. (Ausgabe vom 31.05.2019) (06.06.2019/alc/a/a)
Während die Aktienmärkte im März auf eine zehnjährige Aufwärtsentwicklung hätten zurückblicken können, haussiere der Bondmarkt bereits seit mehr als dreißig Jahren. Besonders langlaufende Anleihen hätten zuletzt signifikante Kurszuwächse erlebt. Ein Korb deutscher Staatsanleihen habe seit Anfang des Jahres gemessen am REXP um 1,5 Prozent zugelegt. Wenn man bedenke, dass Staatsanleihen seit geraumer Zeit negative Kupons besitzen würden, ahne man die starken Kursavancen der Papiere.
Für Deutschland seien die Effekte aus den beschriebenen Entwicklungen mehrschneidig. Während die Wirtschaft stark vom Welthandel abhängig sei und daher mit einer abnehmenden Dynamik zu kämpfen habe, könne sich Finanzminister Scholz darüber freuen, dass die Zinsbelastungen seines Haushaltes weiter sinken würden. Für die ausgebefreudige Bundesregierung seien das gute Nachrichten. Mit Spannung werde zu beobachten sein, wie sich die Konjunktureintrübung auf den Arbeitsmarkt auswirke. Zuletzt sei auch hier ein Abbremsen erkennbar gewesen. Allerdings dürfte der strukturelle Fachkräftemangel, der sich im Wesentlichen aus der unvorteilhaften demographischen Entwicklung Deutschlands speise, dafür sorgen, dass Massenarbeitslosigkeit ein Phänomen der Vergangenheit bleibe.
Zugleich rücke die Kehrseite der Negativzinsen stärker ins öffentliche Bewusstsein. Nicht wenige Altersvorsorgeeinrichtungen seien in ihrem Bestand gefährdet. Zuletzt habe die Pensionskasse der Caritas für Aufsehen gesorgt, nachdem die Aufsichtsbehörde BaFin ihr das Neugeschäft verboten habe. Dies dürfte beileibe kein Einzelfall sein. Alle wesentlichen Altersvorsorgeeinrichtungen seien durch die Dauerniedrigzinsphase existenziell bedroht. Nur ganz wenige Häuser seien in der Lage gewesen, sich der wesentlich ertragreicheren Aktienanlage substanziell zuzuwenden. Im Kern werde diese Entwicklung darauf hinauslaufen, dass der Staat und damit der Steuerzahler zusätzliche Altersvorsorgeaufwendungen werde schultern müssen. Der Vorschlag einer "Respektrente" lasse bereits erkennen, wohin der Karren fahre.
Besser sehe es für diejenigen aus, die privat seit Jahren durch Aktiensparen für das Alter vorsorgen würden. Die LOYS-Aktienfonds seien dafür der beste Beleg. So habe etwa der Anleiheindex REXP in den letzten zehn Jahren eine Nettowertentwicklung von 37,36 Prozent (rund 3,13% p.a.) erbracht. Bei unserem Flaggschifffonds LOYS Global waren es im gleichen Zeitraum 165 Prozent (rund 10,31% p.a.), so die Experten von LOYS. Nichts spreche dafür, dass sich diese bewährte Vorteilhaftigkeit der Aktienanlage in den kommenden zehn Jahren umkehren werde. (Ausgabe vom 31.05.2019) (06.06.2019/alc/a/a)


