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Anleihenmärkte durch geopolitische Krisenherde und QE unterstützt


05.11.14 12:36
Pioneer Investments Austria

Wien (www.anleihencheck.de) - US-Treasuries stiegen im Oktober um 1,1%, berichten die Experten von Pioneer Investments Austria.

Seit Jahresbeginn liege der US-Treasury-Markt 4,8% im Plus.

Die Rendite für Euro-Staatsanleihen (gesamt) habe im Oktober mit 1,04% einen neuen historischen Tiefstand erreicht und sei im Monatsvergleich nahezu unverändert bei 1,06% (nach 2,05% am Jahresanfang) geblieben.

Die Euro-Peripherieländer seien im Oktober um 0,4% gefallen. Die erhöhte Volatilität an den Aktienmärkten habe sich auch in den Risikoprämien der Peripheriestaaten niedergeschlagen. Seit Jahresbeginn liege der Anstieg bei +12,5%.

Mit Renditeniveaus im 10-jährigen Laufzeitenbereich lägen sowohl Spanien (2,1%) als auch Italien (2,4%) nach wie vor in der Nähe der historischen Tiefstände bei den Zinsen. Bei 5-jährigen Laufzeiten lägen die Renditen in Italien bei 1,2%, in Spanien bei 1,0%. Dies spiegele einerseits die niedrigen Inflationsraten in diesen Ländern wider (Italien -0,2%, Spanien -0,3%) aber auch fundamentale Verbesserungen (z.B. habe Spanien bereits wieder einen Leistungsbilanzüberschuss nach einem Defizit von 9,6% des BIP vor fünf Jahren).

Auch in Deutschland sei es zu einem Rückgang der Renditen 10-jähriger Bundesanleihen von über 2% im September des Vorjahres bis auf 0,72% Mitte Oktober gekommen. Mit der Erholung der Aktienmärkte seien die Renditen wieder leicht über 0,8% gestiegen. Die Kernländer seien (vor allem aufgrund der niedrigen Inflation und geopolitischer Krisen) seit Jahresanfang um +9,3% gestiegen. Die Zinssenkungen und sonstigen Maßnahmen der EZB würden den Rentenmarkt massiv unterstützen.

Euro-Unternehmensanleihen (ohne Financials) seien 2014 bisher um 7,8%, Euro Financials um 6,5% (Stand Ende Oktober) gestiegen. Die Underperformance zu Staatsanleihen seit Jahresbeginn resultiere aus den kürzeren Laufzeiten gegenüber Staatsanleihen und den deshalb geringeren Kursanstiegen durch die fallenden Zinsen. Euro High Yield-Anleihen lägen seit Jahresbeginn 4,9% im Plus. Die Spreads seien seit Jahresanfang um ca. 0,4% auf ca. 3,9% angestiegen.

Was Emerging Markets-Anleihen anbelange, sei der J.P. Morgan Emerging Markets Bond-Index (Staatsanleihen) auf Eurobasis seit Jahresbeginn 2014 um 20,9% gestiegen.(Ausgabe November 2014) (05.11.2014/alc/a/a)