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Anstieg der Renditen am langen Ende soll möglichst verhindert werden
02.07.20 10:15
ALTE LEIPZIGER Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Mit der Bereitschaft der Zentralbanken, eine erneute Eskalation an den Finanzmärkten zu verhindern, dürften die Aktienmärkte weiterhin gut unterstützt bleiben, sodass ein Rückfall unter das Kursniveau vom März dieses Jahres unseres Erachtens unwahrscheinlich ist, so die Experten der ALTE LEIPZIGER Trust.
Die US-Notenbank sollte der heimischen Wirtschaft mit einem weiteren Fiskalprogramm unter die Arme greifen. Die Europäische Zentralbank habe das Notfallankaufprogramm (PEPP) um 600 Milliarden Euro ausgeweitet und zunächst bis Mitte des kommenden Jahres verlängert. Die EZB werde sich künftig verstärkt darauf konzentrieren, die langfristigen Refinanzierungskonditionen günstig zu halten. Zumindest die langfristigen Tender (TLTRO III) seien von den Banken gut angenommen worden und die Erwartung steige, dass der Kreditkanal in der Krise für Unternehmen und Haushalte geöffnet bleibe.
Die Mitglieder der Europäischen Union hätten sich zwar noch nicht auf Details zum Wiederaufbauprogramm einigen können, dies sollte aber im Verlauf der soeben begonnenen Ratspräsidentschaft Deutschlands gelingen.
Die Bundesregierung habe zwischenzeitlich mit einem zweiten Nachtragshaushalt zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Konjunktur auf den Weg gebracht. Die temporäre Mehrwertsteuersenkung sei eine von vielen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung. Sie werde befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Der reguläre Mehrwertsteuersatz sinke dabei von 19% auf 16%, der ermäßigte Steuersatz von 7% auf 5%.
Mit der vorübergehenden Senkung der Mehrwertsteuer wolle die Bundesregierung vor allem den Konsum wieder ankurbeln und der durch die Corona-Pandemie in Mitleidenschaft gezogenen deutschen Wirtschaft neuen Schub geben.
Neben den Bürgern sollten davon auch Unternehmen aller Branchen profitieren. Erhofft wird, dass diese zusätzliche Einkäufe tätigen, von der Gastronomie bis zur Automobilwirtschaft, so die Experten der Alte Leipziger Trust. Zu erwarten sei aber nicht, dass die Steuersenkung vollständig an die Kunden weitergereicht werde. Das tue aber der positiven Wirkung keinen Abbruch, da sie dann wie ein Unterstützungsprogramm für Unternehmen und Händler wirke. Die Experten würden einen Konjunkturimpuls im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2020 erwarten, was vor allem dem Weihnachtsgeschäft nützen sollte. Bemerkbar machen sollte sich das Programm aber vor allem in der BIP-Jahreswachstumsrate des kommenden Jahres.
Um sicherzustellen, dass die Finanzierungskonditionen auch in einem Umfeld tendenziell zunehmender Inflationsraten günstig bleiben würden, sollten sowohl die Federal Reserve als auch die Europäische Zentralbank den Versuch unternehmen, einen signifikanten Anstieg der Renditen am langen Ende der Zinsstrukturkurve zu vermeiden.
Auch wenn die Inflationsrisiken zunächst deutlich nach unten gerichtet sind, scheinen sich die Zentralbanken bewusst zu sein, dass sich dieser Trend mittelfristig umkehren könnte bzw. die Märkte dies erwarten, so die Experten der Alte Leipziger Trust. In Europa dürfte nach schwierigen Verhandlungen der Wiederaulbaufonds im Herbst verabschiedet werden. Dies sollte mittelfristig zu einer Einengung der Peripherie-Spreads führen.
Angesichts des drastischen Konjunktureinbruchs in der Eurozone hätten die europäischen Währungshüter ihre Projektionen für die Inflationsentwicklung merklich nach unten revidiert. Nach Einschätzung der Notenbank werde die Teuerungsrate selbst auf Sicht von zwei Jahren mit 1,3% deutlich unterhalb des EZB-Zielwertes verbleiben. Um sich gegen die anhaltende Verfehlung des Inflationsziels zu stemmen, habe die EZB beschlossen, den geldpolitischen Stimulus auszuweiten. Auf Sicht von zwölf Monaten würden die Experten moderat steigende Renditen erwarten.
Ende Juni notiere der richtungweisende Euro-Bund-Future bei 176,29 Punkten, während die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sich auf minus 0,45% gestellt habe. (Ausgabe Juli 2020) (02.07.2020/alc/a/a)
Die US-Notenbank sollte der heimischen Wirtschaft mit einem weiteren Fiskalprogramm unter die Arme greifen. Die Europäische Zentralbank habe das Notfallankaufprogramm (PEPP) um 600 Milliarden Euro ausgeweitet und zunächst bis Mitte des kommenden Jahres verlängert. Die EZB werde sich künftig verstärkt darauf konzentrieren, die langfristigen Refinanzierungskonditionen günstig zu halten. Zumindest die langfristigen Tender (TLTRO III) seien von den Banken gut angenommen worden und die Erwartung steige, dass der Kreditkanal in der Krise für Unternehmen und Haushalte geöffnet bleibe.
Die Mitglieder der Europäischen Union hätten sich zwar noch nicht auf Details zum Wiederaufbauprogramm einigen können, dies sollte aber im Verlauf der soeben begonnenen Ratspräsidentschaft Deutschlands gelingen.
Die Bundesregierung habe zwischenzeitlich mit einem zweiten Nachtragshaushalt zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Konjunktur auf den Weg gebracht. Die temporäre Mehrwertsteuersenkung sei eine von vielen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung. Sie werde befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Der reguläre Mehrwertsteuersatz sinke dabei von 19% auf 16%, der ermäßigte Steuersatz von 7% auf 5%.
Neben den Bürgern sollten davon auch Unternehmen aller Branchen profitieren. Erhofft wird, dass diese zusätzliche Einkäufe tätigen, von der Gastronomie bis zur Automobilwirtschaft, so die Experten der Alte Leipziger Trust. Zu erwarten sei aber nicht, dass die Steuersenkung vollständig an die Kunden weitergereicht werde. Das tue aber der positiven Wirkung keinen Abbruch, da sie dann wie ein Unterstützungsprogramm für Unternehmen und Händler wirke. Die Experten würden einen Konjunkturimpuls im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2020 erwarten, was vor allem dem Weihnachtsgeschäft nützen sollte. Bemerkbar machen sollte sich das Programm aber vor allem in der BIP-Jahreswachstumsrate des kommenden Jahres.
Um sicherzustellen, dass die Finanzierungskonditionen auch in einem Umfeld tendenziell zunehmender Inflationsraten günstig bleiben würden, sollten sowohl die Federal Reserve als auch die Europäische Zentralbank den Versuch unternehmen, einen signifikanten Anstieg der Renditen am langen Ende der Zinsstrukturkurve zu vermeiden.
Auch wenn die Inflationsrisiken zunächst deutlich nach unten gerichtet sind, scheinen sich die Zentralbanken bewusst zu sein, dass sich dieser Trend mittelfristig umkehren könnte bzw. die Märkte dies erwarten, so die Experten der Alte Leipziger Trust. In Europa dürfte nach schwierigen Verhandlungen der Wiederaulbaufonds im Herbst verabschiedet werden. Dies sollte mittelfristig zu einer Einengung der Peripherie-Spreads führen.
Angesichts des drastischen Konjunktureinbruchs in der Eurozone hätten die europäischen Währungshüter ihre Projektionen für die Inflationsentwicklung merklich nach unten revidiert. Nach Einschätzung der Notenbank werde die Teuerungsrate selbst auf Sicht von zwei Jahren mit 1,3% deutlich unterhalb des EZB-Zielwertes verbleiben. Um sich gegen die anhaltende Verfehlung des Inflationsziels zu stemmen, habe die EZB beschlossen, den geldpolitischen Stimulus auszuweiten. Auf Sicht von zwölf Monaten würden die Experten moderat steigende Renditen erwarten.
Ende Juni notiere der richtungweisende Euro-Bund-Future bei 176,29 Punkten, während die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sich auf minus 0,45% gestellt habe. (Ausgabe Juli 2020) (02.07.2020/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 126,0482 € | 125,1945 € | 0,8537 € | +0,68% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 132,00 € | 124,26 € | |
16.04.26
, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie


