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Asset Backed Securities 2022: Alternative zur Portfoliodiversifizierung?
10.02.22 11:48
NN Investment Partners
Den Haag (www.anleihencheck.de) - Steigende Zinsen und eine anhaltende Inflation bilden zu Jahresbeginn 2022 ein schwieriges Umfeld für Fixed-Income-Märkte, so die Experten von NN Investment Partners.
Die Asset-Backed-Securities-Märkte würden zwar noch unter dem schlechten Ruf der globalen Finanzkrise leiden, würden aber nach Ansicht von NN Investment Partners im kommenden Jahr erhebliche Chancen für Anleger bieten, die nach Alternativen zur Diversifizierung und Rendite suchen würden.
Bart Bakx, Leiter des ABS & Mortgages Teams bei NN Investment Partners, sage: "Asset Backed Securities lassen sich aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten und können ein herkömmliches Fixed-Income-Portfolio erheblich diversifizieren. Nicht nur, dass variabel verzinsliche Anleihen in einem Umfeld steigender Zinsen nützlich sind, Asset Backed Securities finanzieren auch zahlreiche Bereiche - vom Leasing von Ausrüstungen bis hin zu Logistikanlagen. Mit steigenden Zinsen dürften sich die Anleger zunehmend dieser Assetklasse zuwenden."
Ein wachsender Markt
Der ABS-Sektor sei während der globalen Finanzkrise hart getroffen worden und die Emissionen seien zurückgegangen. In Europa und den USA habe er sich jedoch wieder erholt und habe 2021 auf den europäischen Kernmärkten einen Emissionsrekord von rund 115 Milliarden Euro verzeichnet. In den letzten Jahren hätten die europäischen Märkte nur begrenzte Kreditausfälle verzeichnet, deshalb hätten die Anleger ihre Meinung über diese Assetklasse nach und nach revidiert. Generell hätten ABS eine Prämie gegenüber anderen festverzinslichen Wertpapieren mit einem ähnlichen Rating geboten. In jüngster Zeit habe sich die Entwicklung in diesem Bereich verstärkt, was auf vier wesentliche Faktoren zurückzuführen sei: variable gegenüber festen Zinssätzen, Diversifizierungspotenzial, das Risikospektrum und die zunehmende Berücksichtigung von ESG-Kriterien.
Variable Zinssätze
Asset Backed Securities hätten variable Zinskupons. In Zeiten steigender Zinsen und Inflation würden festverzinsliche Wertpapiere wahrscheinlich negative Renditen abwerfen, während variabel verzinsliche Wertpapiere das Portfolio in gewissem Maße absichern könnten. Denn die Kupons könnten bei einer veränderten Notenbankpolitik entsprechend nach oben angepasst werden. Dies könne während eines Straffungszyklus häufig zu Zuflüssen in diese Assetklasse führen.
Diversifizierung
Asset Backed Securities würden zur Finanzierung verschiedener Bereiche eingesetzt - häufig dort, wo sich die Banken aus der Kreditvergabe zurückgezogen hätten. In den letzten zwölf Monaten seien neue Arten von Sicherheiten verbrieft worden, z. B. Leasing von Ausrüstungen, Autobahngebühren und Logistikanlagen. All dies trage zu den Diversifizierungsvorteilen bei und zeige, dass ABS-Wertpapiere die Realwirtschaft von Verbrauchern bis zu KMU finanzieren würden.
Der Sektor könne auch das Verbraucherrisiko, z. B. durch Hypothekenrückzahlungen, abdecken. Dies unterscheide sich von anderen festverzinslichen Wertpapieren, die in der Regel nur ein Exposure gegenüber Staaten oder Unternehmen bieten würden. Obwohl es gute und schlechte Zeiten für Investitionen in Verbraucherrisiken geben werde, könne der Bereich eine echte Diversifizierung bieten.
Risikospektrum
Da ABS einen Deckungsstock durch die Ausgabe verschiedener Tranchen finanzieren würden (Schuldverschreibungen mit unterschiedlichen Risiko-/Ertragsprofilen, die durch denselben Deckungsstock gedeckt seien), könnten Anleger innerhalb einer einzigen Emission aus verschiedenen Wertpapieren mit unterschiedlichen Ratings wählen. Dies bedeute, dass die Anleger die Art des Risikos wählen könnten. Emittenten könnten neben AAA-Rating-Anleihen auf einen Deckungsstock mit niedrigeren Renditen, Anleihen mit niedrigerem Rating, die potenzielle Verluste abfedern sollten, begeben. Diese hätten in der Regel aktienähnliche Renditen mit High-Yield-Eigenschaften.
ESG-Potenzial
Asset Backed Securities seien vielfältig. Die meisten Emittenten hätten erkannt, dass ESG-Aspekte an Bedeutung gewonnen hätten, und würden mehr Daten für die Bewertung zur Verfügung stellen. Es gebe auch immer mehr "grüne" Emissionen, da die Emittenten dieses Thema gezielt für sich nutzen würden: Umweltaspekte bei Hypotheken oder beispielsweise soziale Aspekte bei Verbraucherkrediten. Generell seien die Emittenten bereit, entsprechende Fragen zu beantworten, und die Vielfalt der Optionen, die innerhalb des Sektors zur Auswahl stünden, ermögliche es den Anlegern, selektiv vorzugehen.
Mit ihren variablen Zinskupons könnten Asset Backed Securities ein wichtiges Instrument zur Steuerung von Inflations- und Zinsrisiken innerhalb eines Portfolios sein. Ein wachsender Markt biete den Anlegern ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten. Dies ermögliche eine größere Diversifizierung und eine Reihe von Risikooptionen. Die Emittenten von ABS würden zunehmend die Bedeutung von ESG-Überlegungen bei der Entscheidungsfindung der Anleger anerkennen.
Bakx dazu abschließend: "Diese Merkmale tragen zu den Diversifizierungsvorteilen bei, die in der Vergangenheit zu einer geringen Korrelation mit anderen festverzinslichen Wertpapieren geführt haben. Wie bereits erwähnt, entwickelt sich der Markt durch die Einbeziehung neuer Arten von Sicherheiten weiter in diese Richtung. Die Kombination aus Diversifizierungsvorteilen und der positiven Entwicklung der Spreads im Vergleich zu traditionellen festverzinslichen Wertpapieren sowie der variablen Verzinsung sollte in den aktuellen Wirtschaftsszenarien einen Mehrwert bei der Portfoliokonstruktion bieten. Auch die Tatsache, dass ESG-Faktoren von den Emittenten zunehmend berücksichtigt werden, erschließt der Assetklasse eine neue Investorengruppe. Im derzeitigen inflationären Umfeld sollte diese Assetklasse bei den Anlegern ganz oben auf der Agenda stehen." (10.02.2022/alc/a/a)
Die Asset-Backed-Securities-Märkte würden zwar noch unter dem schlechten Ruf der globalen Finanzkrise leiden, würden aber nach Ansicht von NN Investment Partners im kommenden Jahr erhebliche Chancen für Anleger bieten, die nach Alternativen zur Diversifizierung und Rendite suchen würden.
Bart Bakx, Leiter des ABS & Mortgages Teams bei NN Investment Partners, sage: "Asset Backed Securities lassen sich aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten und können ein herkömmliches Fixed-Income-Portfolio erheblich diversifizieren. Nicht nur, dass variabel verzinsliche Anleihen in einem Umfeld steigender Zinsen nützlich sind, Asset Backed Securities finanzieren auch zahlreiche Bereiche - vom Leasing von Ausrüstungen bis hin zu Logistikanlagen. Mit steigenden Zinsen dürften sich die Anleger zunehmend dieser Assetklasse zuwenden."
Ein wachsender Markt
Der ABS-Sektor sei während der globalen Finanzkrise hart getroffen worden und die Emissionen seien zurückgegangen. In Europa und den USA habe er sich jedoch wieder erholt und habe 2021 auf den europäischen Kernmärkten einen Emissionsrekord von rund 115 Milliarden Euro verzeichnet. In den letzten Jahren hätten die europäischen Märkte nur begrenzte Kreditausfälle verzeichnet, deshalb hätten die Anleger ihre Meinung über diese Assetklasse nach und nach revidiert. Generell hätten ABS eine Prämie gegenüber anderen festverzinslichen Wertpapieren mit einem ähnlichen Rating geboten. In jüngster Zeit habe sich die Entwicklung in diesem Bereich verstärkt, was auf vier wesentliche Faktoren zurückzuführen sei: variable gegenüber festen Zinssätzen, Diversifizierungspotenzial, das Risikospektrum und die zunehmende Berücksichtigung von ESG-Kriterien.
Variable Zinssätze
Asset Backed Securities hätten variable Zinskupons. In Zeiten steigender Zinsen und Inflation würden festverzinsliche Wertpapiere wahrscheinlich negative Renditen abwerfen, während variabel verzinsliche Wertpapiere das Portfolio in gewissem Maße absichern könnten. Denn die Kupons könnten bei einer veränderten Notenbankpolitik entsprechend nach oben angepasst werden. Dies könne während eines Straffungszyklus häufig zu Zuflüssen in diese Assetklasse führen.
Asset Backed Securities würden zur Finanzierung verschiedener Bereiche eingesetzt - häufig dort, wo sich die Banken aus der Kreditvergabe zurückgezogen hätten. In den letzten zwölf Monaten seien neue Arten von Sicherheiten verbrieft worden, z. B. Leasing von Ausrüstungen, Autobahngebühren und Logistikanlagen. All dies trage zu den Diversifizierungsvorteilen bei und zeige, dass ABS-Wertpapiere die Realwirtschaft von Verbrauchern bis zu KMU finanzieren würden.
Der Sektor könne auch das Verbraucherrisiko, z. B. durch Hypothekenrückzahlungen, abdecken. Dies unterscheide sich von anderen festverzinslichen Wertpapieren, die in der Regel nur ein Exposure gegenüber Staaten oder Unternehmen bieten würden. Obwohl es gute und schlechte Zeiten für Investitionen in Verbraucherrisiken geben werde, könne der Bereich eine echte Diversifizierung bieten.
Risikospektrum
Da ABS einen Deckungsstock durch die Ausgabe verschiedener Tranchen finanzieren würden (Schuldverschreibungen mit unterschiedlichen Risiko-/Ertragsprofilen, die durch denselben Deckungsstock gedeckt seien), könnten Anleger innerhalb einer einzigen Emission aus verschiedenen Wertpapieren mit unterschiedlichen Ratings wählen. Dies bedeute, dass die Anleger die Art des Risikos wählen könnten. Emittenten könnten neben AAA-Rating-Anleihen auf einen Deckungsstock mit niedrigeren Renditen, Anleihen mit niedrigerem Rating, die potenzielle Verluste abfedern sollten, begeben. Diese hätten in der Regel aktienähnliche Renditen mit High-Yield-Eigenschaften.
ESG-Potenzial
Asset Backed Securities seien vielfältig. Die meisten Emittenten hätten erkannt, dass ESG-Aspekte an Bedeutung gewonnen hätten, und würden mehr Daten für die Bewertung zur Verfügung stellen. Es gebe auch immer mehr "grüne" Emissionen, da die Emittenten dieses Thema gezielt für sich nutzen würden: Umweltaspekte bei Hypotheken oder beispielsweise soziale Aspekte bei Verbraucherkrediten. Generell seien die Emittenten bereit, entsprechende Fragen zu beantworten, und die Vielfalt der Optionen, die innerhalb des Sektors zur Auswahl stünden, ermögliche es den Anlegern, selektiv vorzugehen.
Mit ihren variablen Zinskupons könnten Asset Backed Securities ein wichtiges Instrument zur Steuerung von Inflations- und Zinsrisiken innerhalb eines Portfolios sein. Ein wachsender Markt biete den Anlegern ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten. Dies ermögliche eine größere Diversifizierung und eine Reihe von Risikooptionen. Die Emittenten von ABS würden zunehmend die Bedeutung von ESG-Überlegungen bei der Entscheidungsfindung der Anleger anerkennen.
Bakx dazu abschließend: "Diese Merkmale tragen zu den Diversifizierungsvorteilen bei, die in der Vergangenheit zu einer geringen Korrelation mit anderen festverzinslichen Wertpapieren geführt haben. Wie bereits erwähnt, entwickelt sich der Markt durch die Einbeziehung neuer Arten von Sicherheiten weiter in diese Richtung. Die Kombination aus Diversifizierungsvorteilen und der positiven Entwicklung der Spreads im Vergleich zu traditionellen festverzinslichen Wertpapieren sowie der variablen Verzinsung sollte in den aktuellen Wirtschaftsszenarien einen Mehrwert bei der Portfoliokonstruktion bieten. Auch die Tatsache, dass ESG-Faktoren von den Emittenten zunehmend berücksichtigt werden, erschließt der Assetklasse eine neue Investorengruppe. Im derzeitigen inflationären Umfeld sollte diese Assetklasse bei den Anlegern ganz oben auf der Agenda stehen." (10.02.2022/alc/a/a)


