BoJ und BoE belassen ihre Leitzinsen unverändert


20.09.24 09:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche Anleihen handelten gestern mit leichten Kursgewinnen, wohingegen US-Anleihen nach robusten Arbeitsmarktdaten etwas nachgaben, so die Analysten der Nord LB.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sei in der vergangenen Woche unerwartet auf 219.000 gesunken. Analysten hätten mit 231.000 Anträgen gerechnet (Vorwoche revidiert 231.000).

Das Monetary Policy Committee der Bank of England habe gestern beschlossen, das Leitzinsniveau im Vereinigten Königreich zunächst nicht anzupassen und die Bank Rate, wie überwiegend erwartet, bei 5,00% zu belassen. Die Entscheidung habe allerdings nicht einstimmig getroffen werden können. Swati Dhingra, als fast schon notorische geldpolitische "Taube", habe dafür votiert, beim Leitzinsniveau bereits am aktuellen Rand eine weitere Verringerung um 25bp vorzunehmen. Diese Auffassung habe jedoch keine zusätzlichen Anhänger gefunden. Für die Verhältnisse in Britannien sei damit also fast schon so etwas wie Einstimmigkeit bei der Wahl der an-gemessenen geldpolitischen Strategie erzielt worden. Die Entscheidung für ein Quantitative Tightening im vom Markt erwarteten Umfang habe aber immerhin im Konsens gefällt werden können.

Die Bank of Japan (BoJ) habe heute Morgen wie von Ökonomen erwartet ihren Leitzins unverändert bei 0,25% belassen.

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter in schwierigem Fahr-wasser", sei im Monatsbericht der Bundesbank zu lesen. Hier-nach könne das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal stagnieren oder erneut etwas zurückgehen (Q2: -0,1%). "Eine Rezession im Sinne eines deutlichen, breit angelegten und länger anhalten-den Rückgangs der Wirtschaftsleistung ist derzeit aber nicht zu erwarten".

Nach der Notenbanksitzung in Japan - als ein Highlight des Tages - werde heute von den Anlegern wohl noch mit mindestens einem Auge auf die Daten zu den Stimmungsindikatoren aus Europa zu achten sein. In der Summe sei aber wohl vor allem festzuhalten, dass eine Woche der Zentralbanken nun zu einem würdigen Ende gekommen sei. (20.09.2024/alc/a/a)






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