Erweiterte Funktionen
CEE-Anleihemärkte im Überblick: Ungarische Renditen wieder zurückgegangen
08.03.13 09:48
Pioneer Investments Austria
Wien (www.anleihencheck.de) - Nach der Korrektur im Januar gingen ungarische Renditen im Februar wieder zurück, die Kursentwicklung verlief somit positiv, so die Experten von Pioneer Investments Austria.
Die gute Entwicklung sei durch makroökonomische Faktoren verursacht worden, wie eine weitere Zinssenkung der Zentralbank um 25 Bp (auf 5,25%), eine unter den Erwartungen liegende Inflationsrate von 3,7% sowie ein negatives Industriewachstum. Positiv habe außerdem die Rückkehr Ungarns auf den internationalen Kapitalmarkt mit erfolgreichen Anleihenplatzierungen im Ausmaß von insgesamt 3,25 Mrd. USD gewirkt, wodurch Ungarn das IWF-Finanzierungsprogramm nicht brauchen werde. Außerdem sei der Wirtschaftsminister der Orban-Regierung, Matolcsy, zum neuen Notenbankgouverneur ernannt worden. Er gelte als Vertreter einer eher wachstums- als inflationsorientierten Zentralbankpolitik, wodurch mit weiteren Zinssenkungen in diesem Jahr gerechnet werden könne.
Vermehrte Spekulationen über ein Ende der Zinssenkungspolitik hätten zu einer weiteren Korrektur von polnischen Anleihen im Februar geführt. Die Renditen seien um bis zu 20 Bp höher gewesen als im Vormonat. Die polnische Notenbank habe den Leitzins zwar um weitere 25 Bp auf 3,75% gesenkt, habe jedoch offen gelassen, ob es zu weiteren Senkungen kommen werde. Die Inflationsrate sei jedenfalls mit 1,7% so niedrig gewesen wie seit 2007 nicht mehr.
Vergleichsweise stabil sei der Anleihenmarkt in Tschechien geblieben. Die Inflationsrate sei mit 1,9% klar im vorgegebenen Rahmen der Zentralbank gewesen, was die aktuelle Nullzinspolitik bestätige. Diese Politik dürfte auch weiterhin gefahren werden, da sowohl die veröffentlichten Zahlen für die Industrieproduktion (-12,5% im Januar) und das BIP-Wachstum (-0,2% im vierten Quartal) auf einen geringen Inflationsdruck in der tschechischen Wirtschaft hindeuten würden.
Eine positive Entwicklung im Februar habe auch wieder türkischer Rentenmarkt genommen und Kursgewinne und fallende Renditen verzeichnet. Dabei habe das unerwartete Senken des Zinskorridors der Türkischen Zentralbank um weitere 25 Bp geholfen (trotz wieder gestiegener Inflation).
Eher unverändert sei der russische Anleihemarkt im Februar gewesen. Die großen internationalen Investoren scheinen jetzt einmal ausreichend positioniert nach der Einführung des Euroclear Settlements, so die Experten von Pioneer Investments Austria. Die Notenbank (unverändert) und die Inflationsrate (7,1%) hätten wenig Impulse gegeben. (Ausgabe März 2013) (08.03.2013/alc/a/a)
Die gute Entwicklung sei durch makroökonomische Faktoren verursacht worden, wie eine weitere Zinssenkung der Zentralbank um 25 Bp (auf 5,25%), eine unter den Erwartungen liegende Inflationsrate von 3,7% sowie ein negatives Industriewachstum. Positiv habe außerdem die Rückkehr Ungarns auf den internationalen Kapitalmarkt mit erfolgreichen Anleihenplatzierungen im Ausmaß von insgesamt 3,25 Mrd. USD gewirkt, wodurch Ungarn das IWF-Finanzierungsprogramm nicht brauchen werde. Außerdem sei der Wirtschaftsminister der Orban-Regierung, Matolcsy, zum neuen Notenbankgouverneur ernannt worden. Er gelte als Vertreter einer eher wachstums- als inflationsorientierten Zentralbankpolitik, wodurch mit weiteren Zinssenkungen in diesem Jahr gerechnet werden könne.
Vergleichsweise stabil sei der Anleihenmarkt in Tschechien geblieben. Die Inflationsrate sei mit 1,9% klar im vorgegebenen Rahmen der Zentralbank gewesen, was die aktuelle Nullzinspolitik bestätige. Diese Politik dürfte auch weiterhin gefahren werden, da sowohl die veröffentlichten Zahlen für die Industrieproduktion (-12,5% im Januar) und das BIP-Wachstum (-0,2% im vierten Quartal) auf einen geringen Inflationsdruck in der tschechischen Wirtschaft hindeuten würden.
Eine positive Entwicklung im Februar habe auch wieder türkischer Rentenmarkt genommen und Kursgewinne und fallende Renditen verzeichnet. Dabei habe das unerwartete Senken des Zinskorridors der Türkischen Zentralbank um weitere 25 Bp geholfen (trotz wieder gestiegener Inflation).
Eher unverändert sei der russische Anleihemarkt im Februar gewesen. Die großen internationalen Investoren scheinen jetzt einmal ausreichend positioniert nach der Einführung des Euroclear Settlements, so die Experten von Pioneer Investments Austria. Die Notenbank (unverändert) und die Inflationsrate (7,1%) hätten wenig Impulse gegeben. (Ausgabe März 2013) (08.03.2013/alc/a/a)


