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Chancen auf ein hartes Brexit erhöht - Im Management von Anleihenportfolios aktiv sein!


14.12.18 09:07
Franklin Templeton

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Theresa May hat sich im Vereinigten Königreich an der Macht gehalten, nachdem sie das Misstrauensvotum innerhalb ihrer eigenen Partei gewonnen hat, so David Zahn, Head of European Fixed Income bei Franklin Templeton.

Aber ihre Position sei prekär. Und die Experten von Franklin Templeton würden denken, dass die Entwicklungen der letzten zwei Tage die Chancen auf ein hartes (oder "no-deal") Brexit erhöht hätten.

Die Finanzmärkte dürften auf diese Entwicklung reagieren. Die Experten von Franklin Templeton würden davon ausgehen, dass sich die Gilts voraussichtlich erholen würden, die Renditen sinken würden und das Britische Pfund weiter nachgebe.

Die Hauptaufgabe von May bestehe weiterhin darin, die Unterstützung der Abgeordneten für das von ihr mit der Europäischen Union (EU) ausgehandelte Rücknahmeabkommen zu gewinnen. Ihr Führungserfolg löse nicht das Problem, dass das Parlament ihren Deal nicht möge.

Sie habe bereits einmal eine parlamentarische Abstimmung über den Deal verschoben, weil sie keine Unterstützung gefunden habe. Die Experten von Franklin Templeton würden denken, dass sie weitere Zugeständnisse von der EU erhalten müsse, wenn sie sie an den Abgeordneten vorbeibringen wolle.

Das relativ knappe Ergebnis des Votums habe Theresa Mays Mandat zur Aushandlung der Brexit-Vertragsbedingungen mit Brüssel erheblich beeinträchtigt. Unterdessen hätten die Oppositionsparteien im Unterhaus gedroht, ein Misstrauensvotum gegen ihre Regierung einzureichen. Die Knappheit des Erfolgs deute darauf hin, dass sie sich bemühen könnte, ein Vertrauensvotum im Parlament zu gewinnen, was zu einer Parlamentswahl Anfang des neuen Jahres führen könnte.

Die Experten von Franklin Templeton seien der Meinung, dass die Beibehaltung von Theresa May als Premierministerin derzeit die beste Chance darstelle, dass das Vereinigte Königreich ein Soft Brexit erhalte, d.h. die EU mit einer Verhandlungslösung verlasse.

Es gäbe einfach keine Zeit für einen Nachfolger von May, ein neues Abkommen mit Brüssel neu zu verhandeln; würde May zurücktreten, könnte es unsere Auffassung nach passieren, dass das Vereinigte Königreich die EU ohne ein Abkommen verlässt, so die Experten von Franklin Templeton. Aus Sicht der Experten dürfte ein Ausstieg von Theresa May daher äußerst negative Auswirkungen auf die Märkte haben.

In Anbetracht dieser Unsicherheit würden die Märkte wahrscheinlich noch einige Zeit sehr volatil sein, da die Anleger auf eine mögliche Herausforderung für die Regierung von May und die Möglichkeit einer erneuten Parlamentswahl sowie auf einen letzten verzweifelten Versuch, einen Deal zu erzielen, warten würden.

Vor diesem Hintergrund würden die Experten von Franklin Templeton ihre Auffassung bekräftigen, dass es sinnvoll sei, im Management von Anleihenportfolios aktiv zu sein. Investoren würden wahrscheinlich auf den Nachrichtenfluss aus Westminster und Brüssel reagieren müssen. Es möge schwierig sein, den Nachrichtenstrom auszublenden, aber für diejenigen Investoren, die es könnten, würden die Experten denken, dass es eine Möglichkeit geben könnte, ihren Portfolios einen Mehrwert zu verleihen. (Ausgabe vom 13.12.2018) (14.12.2018/alc/a/a)