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China: Droht neue Deflation? Datenflut im Fokus der Märkte


09.12.25 12:02
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - China wird diese Woche die Daten zu Inflation, Einzelhandelsumsätzen, Industrieproduktion und Investitionen in Sachanlagen für November veröffentlichen, so die Analysten von Postbank Research.

Diese Makrodaten dürften eine Wachstumsverlangsamung der chinesischen Wirtschaft im 4. Quartal zeigen. Die Inflation könnte im November bei etwa null bleiben (gegenüber 0,2% im Jahresvergleich im Oktober), da China weiterhin mit Deflationsdruck kämpfe. Schwache Inlandsnachfrage und Überkapazitäten in einigen Branchen würden die Hauptgründe für die anhaltende Deflation bleiben. Eine Erholung des privaten Konsums bleibe ebenfalls aus, da die Verbraucher angesichts des Arbeits- und Immobilienmarktes vorsichtig bleiben würden.

Immobilienpreisindizes dürften im November einen weiteren Rückgang zeigen, und das Wachstum der Investitionen in Sachanlagen könnte weiter nachlassen. Angesichts dieser Anzeichen für eine anhaltende Wachstumsverlangsamung im 4. Quartal würden die Analysten erwarten, dass die chinesischen Entscheidungsträger in den kommenden Monaten zusätzliche Konjunkturmaßnahmen ankündigen würden.

Während immobilienbezogene Sektoren weiterhin unter Druck stünden, würden die Analysten erwarten, dass die Technologie- und High-End-Fertigungssektoren in China besser abschneiden würden. Sie würden die Bewertungen dieser Sektoren in China weiterhin für attraktiv halten - insbesondere im Vergleich zu den US-Pendants. (Ausgabe vom 08.12.2025) (09.12.2025/alc/a/a)