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Convertible Bonds: Ein FI-Vehikel mit Aktien-Exposure
11.11.15 12:00
NN Investment Partners
Den Haag (www.anleihencheck.de) - Im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld wirft die Investition in "sichere" Fixed-Income-Titel kaum mehr Renditen ab, so Tarek Saber, Head of Convertible Bonds & Lead Portfolio Manager Convertible Bonds bei NN Investment Partners.
Andererseits sei das Engagement an den Aktienmärkten aufgrund der hohen Marktvolatilität für viele Investoren zu risikoreich. Vor diesem Hintergrund würden Wandelanleihen eine attraktive Alternative bieten.
Wandelanleihen (Convertible Bonds) seien Unternehmensanleihen, die vom Inhaber in eine bestimmte Anzahl von Stammaktien des Emittenten umgetauscht werden könnten. Im Prinzip handele es sich dabei um eine Kombination aus festverzinslichem Wert und Aktienoption. Dabei begrenze die Anleihekomponente das Abwärtsrisiko, während die Option Kurssteigerungspotenzial biete. Steige der Kurs der Aktie, in Bezug auf die das Wandelrecht bestehe, so profitiere der Inhaber der Wandelanleihe.
Bei fallenden Märkten komme es jedoch im Gegensatz zu Aktien nicht zu massiven Kurseinbrüchen: Der Wert der zugrundeliegenden Anleihe stelle eine Untergrenze dar, die vom Wandelanleihekurs nicht unterschritten werden könne. Durch diesen sogenannten Bondfloor würden Wandelanleihen Schutz bei fallenden Aktienkursen bieten: Der Anleger erhalte immer noch die Rendite der reinen Anleihe. Zudem verlaufe die Kursentwicklung bei Wandelanleihen nachweislich weniger volatil als bei Aktien. Durch ihre optionsähnlichen Eigenschaften steige ihr Wert in Zeiten hoher Volatilität an den Aktienmärkten.
Und dennoch würden Wandelanleihen von vielen Investoren ignoriert. In den letzten paar Jahren habe sich diese Anlageform zwar deutlich weiterentwickelt, doch unberechtigte Ängste und Missverständnisse bestünden immer noch. Die Sorge, dass es nicht genug Emissionen in diesem Bereich gebe, scheine unbegründet: Jedes Jahr würden neue Wandelanleihen im Werte von rund 100 Milliarden US-Dollar auf den Markt kommen, das entspreche der normalen Erneuerungsrate.
Unsicherheit bestehe auch im Hinblick auf die Allokation von Wandelanleihen: Würden sie unter die Aktien- oder die Anleiheallokation fallen? Tatsächlich seien Wandelanleihen als eine völlig separate Allokation zu sehen, die sozusagen als Bindeglied zwischen den beiden Anlageformen stehe. Anleger sollten Wandelanleihen daher vor allem nach dem Beitrag, den sie zum Gesamtportfolio leisten könnten, gewichten.
So könnten beispielsweise Investoren, deren Portfolios auf Fixed Income beschränkt seien, über Wandelanleihen ein gewisses Maß an Aktien-Exposure erzielen. Für Versicherungsgesellschaften und andere Investoren mit strikten Solvenzanforderungen seien Wandelanleihen insofern vorteilhaft, als dass für sie aufgrund ihrer unkorrelierten Erträge günstigere Regelungen nach den Solvency-II-Bestimmungen der EU gelten würden.
Da der weltweite Wandelanleihemarkt in etwa ein Viertel der Größe des globalen High-Yield-Markts ausmache (der im Übrigen in nahezu allen institutionellen Mandaten mit separater Allokation vertreten sei), spreche sehr viel für eine gesonderte Allokation in Wandelanleihen. Hinzu komme, dass viele Unternehmen ihre Anleiheemissionen auf Wandelanleihen beschränken würden. Würde man Convertibles gänzlich ausgrenzen, so würde man auch diese Unternehmen aus dem eigenen Investmentuniversum ausschließen. Umgekehrt würden sich Wandelanleihen gut zur Diversifizierung eignen.
Die Anlagephilosophie von NN Investment Partners beruhe auf zwei Überzeugungen: Erstens würden Wandelanleihen ein asymmetrisches Chancen-Risiko-Profil bieten - solle heißen: Der Kurs der Wandelanleihe steige bei sich ändernden Kursen der Aktien tendenziell stärker als er falle - und würden über den gesamten Konjunkturzyklus bei zugleich geringerer Volatilität aktienähnliche Erträge abwerfen.
Zweitens könnten die Experten diese Vorteile noch weiter verfeinern und so bessere Ergebnisse erzielen als die Assetklasse der Convertibles im Durchschnitt. Das geschehe, indem die Experten im Rahmen eines rigorosen vierstufigen Prozesses selektiv in Wandelanleihen investieren würden. Dabei würden die Experten auf Titel fokussieren, die Kapitalbeteiligung bieten würden. Weitere Kriterien seien Wertsicherung durch researchorientierte Titelauswahl, disziplinierte Portfoliostrukturierung und strenge Risikokontrolle.
Das Investmentuniversum der Experten sei global ausgerichtet. Dabei bestehe das Ziel des Anlageprozesses der Experten darin, unabhängig von Region oder Sektor die besten Anlagevehikel auszumachen, die von den für die Anlagethemen der Experten interessantesten Unternehmen ausgegeben würden. Indem sich die Experten an Themen anstatt Sektoren orientieren würden, würden sie dynamische statt feste Aktienklassifikationen nutzen. Dadurch entstehe ein klareres Bild, welche Faktoren die Unternehmensbewertungen künftig bestimmen würden.
Das Ziel der Experten sei es, ein Portfolio ausgewogener Wandelanleihen aufzubauen, das in puncto Adresse, Sektor und Themen gut diversifiziert sei. In einer idealen Welt würde die Wertentwicklung über den gesamten Zyklus von einer Vielfalt von Themen bestimmt. Zu den Themen, die in der Vergangenheit besonders erfolgreich gewesen seien, hätten Memory Chip Cycle, US Consumer Spending, Real Estate Exposure und Health Care Spending gezählt. Die fünf wichtigsten Themen der Experten seien momentan Cloud Computing, Corporate Rationalisation, Healthcare Spending, Bank Deleveraging und Electronic Components.
NN Investment Partners investiere nicht einfach in Wandelanleihen. Die Experten würden vielmehr in Unternehmen investieren, wobei sie Convertibles als Zugangsvehikel zu diesen Unternehmen nutzen würden. Das sei ein wichtiger Unterschied, der die Disziplin widerspiegele, mit der das Team der Experten an den gesamten Investmentprozess herangehe. Im Ergebnis ergebe sich daraus ein konzentriertes Portfolio mit rund 30 Titeln. (11.11.2015/alc/a/a)
Andererseits sei das Engagement an den Aktienmärkten aufgrund der hohen Marktvolatilität für viele Investoren zu risikoreich. Vor diesem Hintergrund würden Wandelanleihen eine attraktive Alternative bieten.
Wandelanleihen (Convertible Bonds) seien Unternehmensanleihen, die vom Inhaber in eine bestimmte Anzahl von Stammaktien des Emittenten umgetauscht werden könnten. Im Prinzip handele es sich dabei um eine Kombination aus festverzinslichem Wert und Aktienoption. Dabei begrenze die Anleihekomponente das Abwärtsrisiko, während die Option Kurssteigerungspotenzial biete. Steige der Kurs der Aktie, in Bezug auf die das Wandelrecht bestehe, so profitiere der Inhaber der Wandelanleihe.
Bei fallenden Märkten komme es jedoch im Gegensatz zu Aktien nicht zu massiven Kurseinbrüchen: Der Wert der zugrundeliegenden Anleihe stelle eine Untergrenze dar, die vom Wandelanleihekurs nicht unterschritten werden könne. Durch diesen sogenannten Bondfloor würden Wandelanleihen Schutz bei fallenden Aktienkursen bieten: Der Anleger erhalte immer noch die Rendite der reinen Anleihe. Zudem verlaufe die Kursentwicklung bei Wandelanleihen nachweislich weniger volatil als bei Aktien. Durch ihre optionsähnlichen Eigenschaften steige ihr Wert in Zeiten hoher Volatilität an den Aktienmärkten.
Und dennoch würden Wandelanleihen von vielen Investoren ignoriert. In den letzten paar Jahren habe sich diese Anlageform zwar deutlich weiterentwickelt, doch unberechtigte Ängste und Missverständnisse bestünden immer noch. Die Sorge, dass es nicht genug Emissionen in diesem Bereich gebe, scheine unbegründet: Jedes Jahr würden neue Wandelanleihen im Werte von rund 100 Milliarden US-Dollar auf den Markt kommen, das entspreche der normalen Erneuerungsrate.
Unsicherheit bestehe auch im Hinblick auf die Allokation von Wandelanleihen: Würden sie unter die Aktien- oder die Anleiheallokation fallen? Tatsächlich seien Wandelanleihen als eine völlig separate Allokation zu sehen, die sozusagen als Bindeglied zwischen den beiden Anlageformen stehe. Anleger sollten Wandelanleihen daher vor allem nach dem Beitrag, den sie zum Gesamtportfolio leisten könnten, gewichten.
Da der weltweite Wandelanleihemarkt in etwa ein Viertel der Größe des globalen High-Yield-Markts ausmache (der im Übrigen in nahezu allen institutionellen Mandaten mit separater Allokation vertreten sei), spreche sehr viel für eine gesonderte Allokation in Wandelanleihen. Hinzu komme, dass viele Unternehmen ihre Anleiheemissionen auf Wandelanleihen beschränken würden. Würde man Convertibles gänzlich ausgrenzen, so würde man auch diese Unternehmen aus dem eigenen Investmentuniversum ausschließen. Umgekehrt würden sich Wandelanleihen gut zur Diversifizierung eignen.
Die Anlagephilosophie von NN Investment Partners beruhe auf zwei Überzeugungen: Erstens würden Wandelanleihen ein asymmetrisches Chancen-Risiko-Profil bieten - solle heißen: Der Kurs der Wandelanleihe steige bei sich ändernden Kursen der Aktien tendenziell stärker als er falle - und würden über den gesamten Konjunkturzyklus bei zugleich geringerer Volatilität aktienähnliche Erträge abwerfen.
Zweitens könnten die Experten diese Vorteile noch weiter verfeinern und so bessere Ergebnisse erzielen als die Assetklasse der Convertibles im Durchschnitt. Das geschehe, indem die Experten im Rahmen eines rigorosen vierstufigen Prozesses selektiv in Wandelanleihen investieren würden. Dabei würden die Experten auf Titel fokussieren, die Kapitalbeteiligung bieten würden. Weitere Kriterien seien Wertsicherung durch researchorientierte Titelauswahl, disziplinierte Portfoliostrukturierung und strenge Risikokontrolle.
Das Investmentuniversum der Experten sei global ausgerichtet. Dabei bestehe das Ziel des Anlageprozesses der Experten darin, unabhängig von Region oder Sektor die besten Anlagevehikel auszumachen, die von den für die Anlagethemen der Experten interessantesten Unternehmen ausgegeben würden. Indem sich die Experten an Themen anstatt Sektoren orientieren würden, würden sie dynamische statt feste Aktienklassifikationen nutzen. Dadurch entstehe ein klareres Bild, welche Faktoren die Unternehmensbewertungen künftig bestimmen würden.
Das Ziel der Experten sei es, ein Portfolio ausgewogener Wandelanleihen aufzubauen, das in puncto Adresse, Sektor und Themen gut diversifiziert sei. In einer idealen Welt würde die Wertentwicklung über den gesamten Zyklus von einer Vielfalt von Themen bestimmt. Zu den Themen, die in der Vergangenheit besonders erfolgreich gewesen seien, hätten Memory Chip Cycle, US Consumer Spending, Real Estate Exposure und Health Care Spending gezählt. Die fünf wichtigsten Themen der Experten seien momentan Cloud Computing, Corporate Rationalisation, Healthcare Spending, Bank Deleveraging und Electronic Components.
NN Investment Partners investiere nicht einfach in Wandelanleihen. Die Experten würden vielmehr in Unternehmen investieren, wobei sie Convertibles als Zugangsvehikel zu diesen Unternehmen nutzen würden. Das sei ein wichtiger Unterschied, der die Disziplin widerspiegele, mit der das Team der Experten an den gesamten Investmentprozess herangehe. Im Ergebnis ergebe sich daraus ein konzentriertes Portfolio mit rund 30 Titeln. (11.11.2015/alc/a/a)


