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Deutsche Staatsanleihen vor Leitzinsentscheidung der Fed deutlich fester
13.09.12 18:03
anleihencheck.de
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Deutsche Staatsanleihen tendierten am Donnerstag deutlich fester. Nachdem die Rentenpapiere am Vortag angesichts des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm ESM deutliche Abschläge hinnehmen mussten, konnten sich die als "sicherer Hafen" geschätzten deutschen Staatsanleihen heute erholen. Schwache US-Konjunkturdaten hatten zudem für weiteren Auftrieb gesorgt. Am Abend steht außerdem die mit Spannung erwartete Leitzinsentscheidung der US-Notenbank an.
Der Bund Future gewann zuletzt 0,53 Prozent auf 140,34 Punkte, während der Bobl-Future um 0,23 Prozent anzog auf 125,12 Punkte. Der Schatz-Future notierte bei 110,64 Punkten (+0,05 Prozent).
Der Referenzkurs des Euro gewann zuletzt 0,05 Prozent und notierte bei 1,2908 US-Dollar.
Die Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland sind im Gesamtjahr 2011 angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt heute auf Basis der nun vorliegenden endgültigen Ergebnisse mitteilte, war der öffentliche Gesamthaushalt zum Jahresende 2011 mit 2.025,4 Mrd. Euro (+0,7 Prozent) verschuldet, was rechnerisch einer Schuldenlast von 24.771 Euro je Einwohner/-in entsprach. Die Schulden des Bundes und seiner Extrahaushalte verringerten sich zum 31. Dezember 2011 gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent auf rund 1.279,6 Mrd. Euro. Die Länder einschließlich ihrer Extrahaushalte waren zum Jahresende 2011 mit 615,4 Mrd. Euro verschuldet, dies entsprach einem Zuwachs von 2,5 Prozent zum Vorjahr. Die Verschuldung der Gemeinden/Gemeindeverbände einschließlich ihrer Extrahaushalte stieg gleichzeitig um 4,9 Prozent auf 129,6 Mrd. Euro.
Die konjunkturelle Expansion in Deutschland gerät ins Stocken. Dies geht aus der heute vorgestellten Herbstprognose des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hervor. Für das laufende Jahr erwartet das Institut eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent (arbeitstäglich bereinigt: 1 Prozent), im Durchschnitt des nächsten Jahres dürfte ein Zuwachs von 1,1 Prozent (arbeitstäglich bereinigt: 1,2 Prozent) zu verzeichnen sein. Die Verlaufsrate dürfte dann mit 1,7 Prozent deutlich höher ausfallen. In der Abwärtskorrektur für das Jahr 2013 gegenüber der Sommerprognose um 0,6 Prozentpunkte spiegelt sich insbesondere ein nunmehr später einsetzender Investitionsaufschwung wider, der den Beginn der Hochkonjunktur nicht vor dem Jahr 2014 erwarten lässt. Bis dahin dürften die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten im Großen und Ganzen normal ausgelastet sein. Im Juni hatte das Institut für 2012 und 2013 noch mit einem BIP-Wachstum von 0,9 Prozent bzw. 1,7 Prozent gerechnet.
Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 8. September 2012 verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 15.000 auf 382.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 369.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 365.000 auf 367.000 nach oben korrigiert. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt kletterte um 3.250 auf 375.000 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung.
Daneben haben sich die US-Erzeugerpreise im August 2012 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Binnen Monatsfrist zogen die Preise um 1,7 Prozent an. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen um 1,2 Prozent bzw. 0,2 Prozent prognostiziert. Im Juli waren die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent gestiegen. Für die Kernrate war im Juli ein Anstieg von 0,4 Prozent verzeichnet worden.
(13.09.2012/alc/a/a)
Der Bund Future gewann zuletzt 0,53 Prozent auf 140,34 Punkte, während der Bobl-Future um 0,23 Prozent anzog auf 125,12 Punkte. Der Schatz-Future notierte bei 110,64 Punkten (+0,05 Prozent).
Der Referenzkurs des Euro gewann zuletzt 0,05 Prozent und notierte bei 1,2908 US-Dollar.
Die konjunkturelle Expansion in Deutschland gerät ins Stocken. Dies geht aus der heute vorgestellten Herbstprognose des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hervor. Für das laufende Jahr erwartet das Institut eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent (arbeitstäglich bereinigt: 1 Prozent), im Durchschnitt des nächsten Jahres dürfte ein Zuwachs von 1,1 Prozent (arbeitstäglich bereinigt: 1,2 Prozent) zu verzeichnen sein. Die Verlaufsrate dürfte dann mit 1,7 Prozent deutlich höher ausfallen. In der Abwärtskorrektur für das Jahr 2013 gegenüber der Sommerprognose um 0,6 Prozentpunkte spiegelt sich insbesondere ein nunmehr später einsetzender Investitionsaufschwung wider, der den Beginn der Hochkonjunktur nicht vor dem Jahr 2014 erwarten lässt. Bis dahin dürften die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten im Großen und Ganzen normal ausgelastet sein. Im Juni hatte das Institut für 2012 und 2013 noch mit einem BIP-Wachstum von 0,9 Prozent bzw. 1,7 Prozent gerechnet.
Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 8. September 2012 verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 15.000 auf 382.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 369.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 365.000 auf 367.000 nach oben korrigiert. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt kletterte um 3.250 auf 375.000 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung.
Daneben haben sich die US-Erzeugerpreise im August 2012 mit beschleunigtem Tempo erhöht. Binnen Monatsfrist zogen die Preise um 1,7 Prozent an. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen um 1,2 Prozent bzw. 0,2 Prozent prognostiziert. Im Juli waren die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent gestiegen. Für die Kernrate war im Juli ein Anstieg von 0,4 Prozent verzeichnet worden.
(13.09.2012/alc/a/a)
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