Deutsche Staatsanleihen stark gefragt


06.07.16 11:43
Alte Leipziger Trust

Oberursel (www.anleihencheck.de) - Der Anlagenotstand in der Eurozone hat sich einmal mehr ausgeweitet. Denn mit dem bevorstehenden "Brexit" - der das Niedrigzinsumfeld manifestiert hat - verschieben sich auch die Koordinaten für Anleiheinvestoren, so die Experten der Alte Leipziger Trust.

Bundesanleihen und US-Treasuries seien stark gefragt gewesen und hätten einmal mehr ihren Status als "Save-Haven" bewiesen. Die Renditen seien weiter auf bislang nie gesehene Niveaus gefallen. Die Rendite 10-jähriger Bunds sei in der Spitze auf -0,21% gefallen. Die Umlaufrendite sei von 0,17% Mitte April auf -0,23% Ende Juni gefallen.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) sei am Tag des "Brexits" auf 168,86 gestiegen - so hoch wie noch nie in seiner Geschichte. Die Europäische Zentralbank (EZB) stütze durch eine immense Liquiditätsversorgung das Finanzsystem. Die Zeiten einer negativen Inflationsrate im Euroraum seien zunächst vorbei. Im Juni sei die Inflationsrate auf 0,1% gestiegen, und bis zum Jahresende dürfte sie auf 1% zulegen. Grund hierfür sei, dass der starke Rückgang der Energiepreise im zweiten Halbjahr 2015 sukzessive aus dem Vorjahresvergleich herausfalle.

Eine generelle Trendwende an den Rentenmärkten hin zu steigenden Renditen sei derzeit nicht absehbar. (Ausgabe Juli / August 2016) (06.07.2016/alc/a/a)




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