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Dreht sich nun der Wind bei der Fed?
03.02.26 10:45
L&G
London (www.anleihencheck.de) - Nach einem langwierigen und mühsamen Auswahlverfahren hat Präsident Trump mit Kevin Warsh endlich seinen Kandidaten für den nächsten Vorsitz der US-Notenbank nominiert, so Volker Kurr, Head of Europe bei L&G, Asset Management.
Die Märkte hätten den vier möglichen Kandidaten als Nachfolger von Jerome Powell an der Spitze der Fed in den letzten Monaten immer wieder neue Erfolgschancen zugeschrieben.
Daher sei es gut, dass nun endlich Klarheit herrsche. Der von Trump auserkorene Kandidat Kevin Warsh sei seit langem als Kritiker der aufgeblähten Bilanz der Fed bekannt und setze sich generell für eine weniger interventionistische, dafür aber transparentere und ehrgeizigere Zentralbank ein. Seine Rede im April 2025 vor dem Internationalen Währungsfonds habe die viel beachtete Aussage enthalten, dass die Fed aufhören sollte, sich wie eine "General Purpose Agency of Government", also eine Behörde, die für alles Mögliche zuständig ist, zu verhalten.
Für langlaufende US-Staatsanleihen lasse diese Haltung nichts Gutes vermuten und dürfte den zuletzt so beliebten Trades auf eine Abwertung des Dollars etwas entgegenwirken - jedenfalls wenn alle anderen Rahmenbedingungen gleich bleiben würden. Kevin Warshs Ansichten darüber, wie ein angemessenes Leitzinsniveau aussehen könnte, seien allerdings weniger klar. Im zinsentscheidenden Offenmarktausschuss der Notenbank, dem FOMC, werde Warsh letztlich nur eine Stimme haben.
Daher überrasche es nicht, dass kurzlaufende US Treasuries kaum reagiert hätten. Und ganz nebenbei bemerkt: Noch vor wenigen Tagen habe Rick Rieder mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50 % als Fed-Favorit gegolten - was zahlreiche Spekulationen über die möglichen Folgen für die Kapitalmärkte ausgelöst habe, die sich kurz darauf als obsolet erwiesen hätten. Auch in diesem Fall scheine sich also das Motto beim Investmentansatz von Kurr wieder einmal zu bestätigen: "Vorbereiten ist besser als Vorhersagen." (03.02.2026/alc/a/a)
Die Märkte hätten den vier möglichen Kandidaten als Nachfolger von Jerome Powell an der Spitze der Fed in den letzten Monaten immer wieder neue Erfolgschancen zugeschrieben.
Für langlaufende US-Staatsanleihen lasse diese Haltung nichts Gutes vermuten und dürfte den zuletzt so beliebten Trades auf eine Abwertung des Dollars etwas entgegenwirken - jedenfalls wenn alle anderen Rahmenbedingungen gleich bleiben würden. Kevin Warshs Ansichten darüber, wie ein angemessenes Leitzinsniveau aussehen könnte, seien allerdings weniger klar. Im zinsentscheidenden Offenmarktausschuss der Notenbank, dem FOMC, werde Warsh letztlich nur eine Stimme haben.
Daher überrasche es nicht, dass kurzlaufende US Treasuries kaum reagiert hätten. Und ganz nebenbei bemerkt: Noch vor wenigen Tagen habe Rick Rieder mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50 % als Fed-Favorit gegolten - was zahlreiche Spekulationen über die möglichen Folgen für die Kapitalmärkte ausgelöst habe, die sich kurz darauf als obsolet erwiesen hätten. Auch in diesem Fall scheine sich also das Motto beim Investmentansatz von Kurr wieder einmal zu bestätigen: "Vorbereiten ist besser als Vorhersagen." (03.02.2026/alc/a/a)


