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EZB-Geldpolitik: Die Botschaft hör ich wohl - allein mir fehlt der Glaube
23.05.16 08:30
IKB Deutsche Industriebank
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In der Volkswirtschaft hat die Glaubwürdigkeit von Notenbanken besondere Bedeutung, so die Analysten der IKB Deutsche Industriebank AG.
Sei diese gegeben, könne die Notenbank einzig durch Erwartungen Einfluss auf die Konjunktur ausüben, ohne zwingend Maßnahmen umsetzen zu müssen. Allein das Vertrauen in ihre Handlungsbereitschaft und die Effektivität ihrer Maßnahmen sei ausreichend, um Erwartungen zu steuern.
Was für ein Kontrast zur aktuellen Geldpolitik der EZB, die ihre Glaubwürdigkeit durch immer ambitionierteres Handeln beweisen müsse, um keine negative Reaktion auf den Finanzmärkten herauszufordern. Dies gelte vor allem seit Einführung von negativen Zinsen und der erneuten Ausweitung des EZB-Aufkaufprogramms. Maßnahmen, die ergriffen worden seien, obwohl die Konjunktur in Europa relativ stabil sei.
Die EZB scheine sich in einem Dilemma zu befinden. Eine ambitionierte Geldpolitik signalisiere einerseits klares Handeln und könne Erwartungen entscheidend beeinflussen. Komme allerdings der Erfolg nur zögernd, stehe der Einfluss der Notenbank auf dem Prüfstand. Deshalb bestehe die Gefahr, dass die Notenbankpolitik selbst zum Unsicherheitsfaktor werde.
Was bedeute dies nun für Zinsen? Nicht das Vorgehen der EZB bestimme die Erwartungen, sondern die Fakten seien entscheidend. So würden die Langfristzinsen dann steigen, wenn die eigentliche Inflationsrate anziehe und die Realwirtschaft überzeuge. Dies möge bereits ansatzweise in der zweiten Jahreshälfte von 2016 der Fall sein. (Ausgabe vom 20.05.2016) (23.05.2016/alc/a/a)
Sei diese gegeben, könne die Notenbank einzig durch Erwartungen Einfluss auf die Konjunktur ausüben, ohne zwingend Maßnahmen umsetzen zu müssen. Allein das Vertrauen in ihre Handlungsbereitschaft und die Effektivität ihrer Maßnahmen sei ausreichend, um Erwartungen zu steuern.
Die EZB scheine sich in einem Dilemma zu befinden. Eine ambitionierte Geldpolitik signalisiere einerseits klares Handeln und könne Erwartungen entscheidend beeinflussen. Komme allerdings der Erfolg nur zögernd, stehe der Einfluss der Notenbank auf dem Prüfstand. Deshalb bestehe die Gefahr, dass die Notenbankpolitik selbst zum Unsicherheitsfaktor werde.
Was bedeute dies nun für Zinsen? Nicht das Vorgehen der EZB bestimme die Erwartungen, sondern die Fakten seien entscheidend. So würden die Langfristzinsen dann steigen, wenn die eigentliche Inflationsrate anziehe und die Realwirtschaft überzeuge. Dies möge bereits ansatzweise in der zweiten Jahreshälfte von 2016 der Fall sein. (Ausgabe vom 20.05.2016) (23.05.2016/alc/a/a)


