EZB: Leitzins um 50 BP angehoben, weitere Zinsschritte werden folgen


22.07.22 13:15
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Im laufenden Jahr könnte das BIP der Eurozone noch mit einer Rate von 2,9% expandieren, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.

2023 folge dann aber vermutlich eine deutliche Verlangsamung auf 1,4%. Ursächlich für diese Verlangsamung sei der partielle Lieferstopp bei russischem Erdgas, der die Preise für Erdgas auf einem hohen Niveau halte und sowohl Unternehmen als auch die privaten Haushalte belaste. Die generelle Lieferkettenproblematik und der damit verbundene Materialmangel würden ihr Übriges tun. Die zuletzt fallenden Rohstoffpreise und die bessere Stimmung in vielen Dienstleistungssektoren würden die negativen Impulse teilweise kompensieren.

Die EZB habe am 21. Juli nach elf Jahren das erste Mal den Leitzins angehoben. Mit einer Anhebung um 50 BP habe sich die EZB gleichzeitig von ihrem vorher sehr dezidiert eingesetzten Instrument der Forward Guidance verabschiedet (die EZB habe bei der letzten Sitzung eine Anhebung um 25 BP angekündigt) und angekündigt, zu einem Ansatz zurückzukehren, wo von Sitzung zu Sitzung über die Zinspolitik entschieden werde. Darüber hinaus habe die EZB ein neues Programm, das Transmission Protection Instrument (TPI) geschaffen, mit dem letztlich eine neue Eurokrise verhindert werden solle. (Ausgabe Juli 2022) (22.07.2022/alc/a/a)




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