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EZB: Leitzinsen für Eurozone nicht verändert
03.04.14 16:44
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Erwartungsgemäß hat die EZB die Leitzinsniveaus für die Eurozone im Rahmen ihrer heutigen Ratssitzung bestätigt, berichten die Analysten der Nord LB.
Der Tendersatz bleibe bei 0,25%. Für die Übernachtgeschäfte mit der EZB würden nach wie vor 0,00% (Einlagefazilität) bzw. 0,75% (Spitzenrefinanzierungsfazilität) aufgerufen. Allerdings sei im Nachgang der Ratssitzung zu erfahren gewesen, dass die Entscheidungsträger über einen Zinsschritt gesprochen hätten. Zudem habe der EZB-Präsident betont, dass auch bei den Standardmaßnahmen das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sei.
Auf der anschließenden Pressekonferenz habe der Notenbankpräsident ausgeführt, dass die Ratsmitglieder über die klassische Leitzinsfrage hinaus auch eine ausführliche Diskussion bezüglich des Einsatzes möglicher unkonventioneller Maßnahmen gehabt hätten. Demnach sei auch das Thema "Quantitative Easing" besprochen worden. An dieser Stelle zeige sich, wie wichtig ein noch höheres Maß an Transparenz seitens der EZB sei, das indes nicht zwangsläufig durch eine Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle herbeigeführt werden müsse.
Vor einigen Tagen habe ein Interview vom Bundesbankpräsidenten Weidmann für Aufsehen gesorgt, in dem er sich der Interpretation einiger Marktbeobachter folgend aufgeschlossener gegenüber einem Wertpapierankaufprogramm gezeigt habe. Der nun ergangene Hinweis hinsichtlich der QE-Diskussionen nähre natürlich die Erwartung, dass die EZB genau an diesem Punkt ansetzen könne. Allerdings werde dabei ausgeblendet, dass Weidmann seine Haltung gar nicht verändert und in dem besagten Interview von einer hypothetischen Diskussion gesprochen habe. Es sei nur schwer vorstellbar, dass er sich im Kreise seiner Kollegen nun gänzlich anders geäußert habe. Damit aber dürfte es bei dem altbekannten Dissens im EZB-Rat geblieben sein - nicht mehr und nicht weniger. Eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein solches Vorgehen lasse sich daraus jedenfalls noch nicht ableiten.
Gegenstand der Debatten sei natürlich auch die aktuelle Preisentwicklung in der Eurozone gewesen. Die Inflationsrate habe sich im März auf 0,5% Y/Y verringert, womit sich der Anstieg der Lebenshaltungskosten weiter von der Zielmarke der EZB entfernt habe. Im abgelaufenen Monat hätten vor allem rückläufige Nahrungsmittelpreise sowie ein moderaterer Preisdruck im Bereich der Waren und Dienstleistungen entlastet. Dem habe allerdings ein geringerer Rückgang der Energiepreise als zuletzt gegenübergestanden. Für die kommenden Monate rechne die EZB mit einem anhaltend niedrigen Preisdruck, auch wenn im April die Teuerungsrate etwas höher ausfallen sollte - nicht zuletzt aufgrund von Preissteigerungen, die im Zusammenhang mit dem Osterfest stünden.
Draghi habe betont, dass ein Großteil des seit zwei Jahren zu beobachtenden Disinflationsprozesses auf niedrigere Nahrungsmittel- und Energiepreise und damit auf exogene Faktoren zurückgehe, welche die EZB durch ihre Geldpolitik nicht direkt beeinflussen könne. Wichtig sei für die Notenbank vielmehr, ob sich aus der Inflationsentwicklung mittelfristig niedrigere Inflationserwartungen ergeben würden, die geldpolitische Schritte notwendig machen würden. Hierüber sei man allerdings unterschiedlicher Meinung im Rat und warte daher die weitere Entwicklung ab.
Erwartungsgemäß habe die EZB die Leitzinsen für die Eurozone nicht verändert. Zudem seien mögliche unkonventionelle Maßnahmen zwar ausführlich diskutiert worden, allerdings habe man sich - zumindest vorerst - gegen die Implementierung entsprechender Instrumente entschieden. Vor allem die Debatte über ein "Quantitative Easing" der EZB habe die versammelten Beobachter interessiert. Hier habe man sich bislang nicht auf ein konkretes Vorgehen verständigen können, was im Kern wohl nichts anderes heiße, als dass man mangels Konsens auch in den kommenden Monaten auf den Einsatz dieses Instrumentes verzichten werde. (03.04.2014/alc/a/a)
Der Tendersatz bleibe bei 0,25%. Für die Übernachtgeschäfte mit der EZB würden nach wie vor 0,00% (Einlagefazilität) bzw. 0,75% (Spitzenrefinanzierungsfazilität) aufgerufen. Allerdings sei im Nachgang der Ratssitzung zu erfahren gewesen, dass die Entscheidungsträger über einen Zinsschritt gesprochen hätten. Zudem habe der EZB-Präsident betont, dass auch bei den Standardmaßnahmen das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sei.
Auf der anschließenden Pressekonferenz habe der Notenbankpräsident ausgeführt, dass die Ratsmitglieder über die klassische Leitzinsfrage hinaus auch eine ausführliche Diskussion bezüglich des Einsatzes möglicher unkonventioneller Maßnahmen gehabt hätten. Demnach sei auch das Thema "Quantitative Easing" besprochen worden. An dieser Stelle zeige sich, wie wichtig ein noch höheres Maß an Transparenz seitens der EZB sei, das indes nicht zwangsläufig durch eine Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle herbeigeführt werden müsse.
Gegenstand der Debatten sei natürlich auch die aktuelle Preisentwicklung in der Eurozone gewesen. Die Inflationsrate habe sich im März auf 0,5% Y/Y verringert, womit sich der Anstieg der Lebenshaltungskosten weiter von der Zielmarke der EZB entfernt habe. Im abgelaufenen Monat hätten vor allem rückläufige Nahrungsmittelpreise sowie ein moderaterer Preisdruck im Bereich der Waren und Dienstleistungen entlastet. Dem habe allerdings ein geringerer Rückgang der Energiepreise als zuletzt gegenübergestanden. Für die kommenden Monate rechne die EZB mit einem anhaltend niedrigen Preisdruck, auch wenn im April die Teuerungsrate etwas höher ausfallen sollte - nicht zuletzt aufgrund von Preissteigerungen, die im Zusammenhang mit dem Osterfest stünden.
Draghi habe betont, dass ein Großteil des seit zwei Jahren zu beobachtenden Disinflationsprozesses auf niedrigere Nahrungsmittel- und Energiepreise und damit auf exogene Faktoren zurückgehe, welche die EZB durch ihre Geldpolitik nicht direkt beeinflussen könne. Wichtig sei für die Notenbank vielmehr, ob sich aus der Inflationsentwicklung mittelfristig niedrigere Inflationserwartungen ergeben würden, die geldpolitische Schritte notwendig machen würden. Hierüber sei man allerdings unterschiedlicher Meinung im Rat und warte daher die weitere Entwicklung ab.
Erwartungsgemäß habe die EZB die Leitzinsen für die Eurozone nicht verändert. Zudem seien mögliche unkonventionelle Maßnahmen zwar ausführlich diskutiert worden, allerdings habe man sich - zumindest vorerst - gegen die Implementierung entsprechender Instrumente entschieden. Vor allem die Debatte über ein "Quantitative Easing" der EZB habe die versammelten Beobachter interessiert. Hier habe man sich bislang nicht auf ein konkretes Vorgehen verständigen können, was im Kern wohl nichts anderes heiße, als dass man mangels Konsens auch in den kommenden Monaten auf den Einsatz dieses Instrumentes verzichten werde. (03.04.2014/alc/a/a)
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