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EZB-Leitzinssenkung aus Sicht der Anleger
15.09.14 15:07
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Sparen lohnt sich nicht mehr, Sparen wird bestraft - das ist eine häufige Schlagzeile auf die Leitzinssenkung auf 0,05%, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Ein Pyrrhussieg, nenne es die "Börsen-Zeitung", der Gefahr laufe, mehr Schaden anzurichten, als Nutzen zu stiften. Axel Weber warne vor zu hohen Erwartungen an die EZB. ifo-Chef Sinn bezeichne es als einen verzweifelten Versuch, Kapitalströme nach Südeuropa zur Konjunkturstimulierung umzulenken, was ohne dortige Reformen nicht funktionieren könne.
Die Renditen der 10- und der 2-jährigen europäischen Staatsanleihen lägen nahe aneinander. Die Renditenstrukturkurve verlaufe sehr flach. Der geringe Spread der Strukturkurve gebe insbesondere längerfristig orientierten Investoren Alarmsignale. Den Marktteilnehmern sei ein tiefes Misstrauen über die Nachhaltigkeit des niedrigen Kapitalzinsniveaus anzuraten. Das gelte nicht nur für die Eurozone, sondern für die globalen Rentenmärkte. Die exorbitant hohe Staatsverschuldung in fast allen Industrieländern sei letzten Endes nur über ein hohes Geldmengenwachstum und Anleihenkäufe durch die Notenbanken (QE) finanzierbar. ZIRP und unbegrenzte Geldversorgung seien nichts anderes als Inflationspolitik. Dies aber birgt auf weitere Sicht hohe Risiken für unser ganzes Finanzsystem, so die Experten von "fairesearch". Letztere würden sich z.B. in Blasenbildungen an den Finanzmärkten äußern.
Für Investoren an den Rentenmärkten habe das entsprechende Konsequenzen. Beim Kauf von Langläufern erhalte man in realer Rechnung und nach Abzug von Steuern und Gebühren keine Verzinsung mehr. Zwischendurch würden Abschreibungen drohen. Beim Erwerb von kurzen bis mittleren Laufzeiten sei die Verzinsung bei hoch bewerteten Schuldnern jetzt schon negativ. Ein Ausweichen auf staatliche Schuldner mit geringerem Rating bringe keinen Vorteil. Die gewachsenen Risiken würden eine größere Beachtung des Ratings erfordern. Dies sei bei vielen Investoren auf der Suche nach Renditen zuletzt in den Hintergrund getreten. Die Verzinsung von Ersparnissen sei abgeschafft. Liquidität bleibe Trumpf. (15.09.2014/alc/a/a)
Ein Pyrrhussieg, nenne es die "Börsen-Zeitung", der Gefahr laufe, mehr Schaden anzurichten, als Nutzen zu stiften. Axel Weber warne vor zu hohen Erwartungen an die EZB. ifo-Chef Sinn bezeichne es als einen verzweifelten Versuch, Kapitalströme nach Südeuropa zur Konjunkturstimulierung umzulenken, was ohne dortige Reformen nicht funktionieren könne.
Die Renditen der 10- und der 2-jährigen europäischen Staatsanleihen lägen nahe aneinander. Die Renditenstrukturkurve verlaufe sehr flach. Der geringe Spread der Strukturkurve gebe insbesondere längerfristig orientierten Investoren Alarmsignale. Den Marktteilnehmern sei ein tiefes Misstrauen über die Nachhaltigkeit des niedrigen Kapitalzinsniveaus anzuraten. Das gelte nicht nur für die Eurozone, sondern für die globalen Rentenmärkte. Die exorbitant hohe Staatsverschuldung in fast allen Industrieländern sei letzten Endes nur über ein hohes Geldmengenwachstum und Anleihenkäufe durch die Notenbanken (QE) finanzierbar. ZIRP und unbegrenzte Geldversorgung seien nichts anderes als Inflationspolitik. Dies aber birgt auf weitere Sicht hohe Risiken für unser ganzes Finanzsystem, so die Experten von "fairesearch". Letztere würden sich z.B. in Blasenbildungen an den Finanzmärkten äußern.
Für Investoren an den Rentenmärkten habe das entsprechende Konsequenzen. Beim Kauf von Langläufern erhalte man in realer Rechnung und nach Abzug von Steuern und Gebühren keine Verzinsung mehr. Zwischendurch würden Abschreibungen drohen. Beim Erwerb von kurzen bis mittleren Laufzeiten sei die Verzinsung bei hoch bewerteten Schuldnern jetzt schon negativ. Ein Ausweichen auf staatliche Schuldner mit geringerem Rating bringe keinen Vorteil. Die gewachsenen Risiken würden eine größere Beachtung des Ratings erfordern. Dies sei bei vielen Investoren auf der Suche nach Renditen zuletzt in den Hintergrund getreten. Die Verzinsung von Ersparnissen sei abgeschafft. Liquidität bleibe Trumpf. (15.09.2014/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


