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EZB: Die Tür für Leitzinssenkungen steht ab Juni offen
12.03.24 09:05
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zu Beginn der vergangenen Woche wurde in China beim Nationalen Volkskongress für 2024 ein ambitioniertes Wachstumsziel von rund 5% verkündet, so die Analysten der DekaBank.
Doch sei dies nicht mit konkreten Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft verbunden worden. Diese leichte Enttäuschung habe die Märkte aber ebenso wenig bewegt wie der Durchmarsch von Biden und Trump am "Super Tuesday" bei den Vorwahlen zur US-Präsidentschaft. Die Aufmerksamkeit der Märkte habe vielmehr der Europäischen Zentralbank (EZB) gehört.
Diese habe am Donnerstag zwar erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert gelassen. Doch hätten die Marktteilnehmer die begleitende Kommunikation von EZB-Präsidentin Lagarde sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen. Ab Juni stehe die Tür für Leitzinssenkungen offen. Der Deutsche Aktienindex habe am Ende des Tages ein nochmaliges neues Allzeithoch erreicht. Auch die Kurse von Bundesanleihen hätten zugelegt, d.h. die Renditen am Rentenmarkt hätten nachgegeben. Nicht, dass es noch eines weiteren Beleges bedurft hätte, doch Fakt sei, dass die Wirkung der Geldpolitik derzeit das Marktgeschehen überstrahle.
In dieser Woche dürften die Konjunkturdaten aus den USA im Fokus stehen. Denn der nächste Zinsentscheid der US-Notenbank am 20. März nahe. Besonders die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise verspreche Spannung, hätten diese doch vor einem Monat für Aufsehen gesorgt. Der dort gemeldete unangenehm hohe Anstieg der Dienstleistungspreise dürfte sich zwar mit den Februardaten nicht wiederholen. Allerdings bleibe die US-Inflationsdynamik insgesamt noch etwas hoch. Sollten am Donnerstag höhere Einzelhandelsumsätze und am Freitag eine leicht gestiegene Industrieproduktion folgen, würden die zu starken Zinssenkungsfantasien wohl einen kleinen Dämpfer erhalten. Das Tempo der geldpolitischen Lockerung dürfte langsamer und vorsichtiger ausfallen, als sich dies viele Marktteilnehmer erhoffen würden. (Ausgabe vom 11.03.2024) (12.03.2024/alc/a/a)
Doch sei dies nicht mit konkreten Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft verbunden worden. Diese leichte Enttäuschung habe die Märkte aber ebenso wenig bewegt wie der Durchmarsch von Biden und Trump am "Super Tuesday" bei den Vorwahlen zur US-Präsidentschaft. Die Aufmerksamkeit der Märkte habe vielmehr der Europäischen Zentralbank (EZB) gehört.
Diese habe am Donnerstag zwar erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert gelassen. Doch hätten die Marktteilnehmer die begleitende Kommunikation von EZB-Präsidentin Lagarde sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen. Ab Juni stehe die Tür für Leitzinssenkungen offen. Der Deutsche Aktienindex habe am Ende des Tages ein nochmaliges neues Allzeithoch erreicht. Auch die Kurse von Bundesanleihen hätten zugelegt, d.h. die Renditen am Rentenmarkt hätten nachgegeben. Nicht, dass es noch eines weiteren Beleges bedurft hätte, doch Fakt sei, dass die Wirkung der Geldpolitik derzeit das Marktgeschehen überstrahle.
In dieser Woche dürften die Konjunkturdaten aus den USA im Fokus stehen. Denn der nächste Zinsentscheid der US-Notenbank am 20. März nahe. Besonders die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise verspreche Spannung, hätten diese doch vor einem Monat für Aufsehen gesorgt. Der dort gemeldete unangenehm hohe Anstieg der Dienstleistungspreise dürfte sich zwar mit den Februardaten nicht wiederholen. Allerdings bleibe die US-Inflationsdynamik insgesamt noch etwas hoch. Sollten am Donnerstag höhere Einzelhandelsumsätze und am Freitag eine leicht gestiegene Industrieproduktion folgen, würden die zu starken Zinssenkungsfantasien wohl einen kleinen Dämpfer erhalten. Das Tempo der geldpolitischen Lockerung dürfte langsamer und vorsichtiger ausfallen, als sich dies viele Marktteilnehmer erhoffen würden. (Ausgabe vom 11.03.2024) (12.03.2024/alc/a/a)
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