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EZB: Wenig Handlungsoptionen aufgrund passiver Fiskalpolitik
17.03.16 11:32
IKB Deutsche Industriebank
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die EZB steht in der Kritik, so die Analysten der IKB Deutsche Industriebank AG.
Die Effektivität ihrer jüngsten Maßnahmen werde ebenso angezweifelt wie ihre grundsätzliche Haltung in der Zinspolitik. Verschleppe die EZB einen notwendigen Konsolidierungs- und Reformprozess in der Euro-Zone? Oder schaffe sie die Voraussetzungen für mehr Wachstum?
Wachstum werde durch die Nachfrageseite der Wirtschaft eingeleitet und durch Reformen auf der Angebotsseite nachhaltig angeregt. So seien Sparmaßnahmen aktuell kontraproduktiv und würden anhaltend niedrige Zinsen fördern. Entscheidend sei vielmehr die Stimulierung der Nachfrage. Hierfür schaffe die EZB die richtigen Rahmenbedingungen. Zwar möge der Einfluss der aktuellen Zinshöhe auf Investitionsentscheidungen aufgrund der Vertrauensverluste bei den Unternehmen gering sein, doch die EZB habe die Basis geschaffen, damit die Fiskalpolitik agieren könne.
Deshalb sei es eher die Passivität der Fiskalpolitik, die die Effektivität der EZB-Maßnahmen einenge, da die Fiskalpolitik es bisher unterlasse, den von der EZB geschaffenen Raum zu nutzen und die Nachfrage zu stimulieren, was das Vertrauen in die konjunkturelle Entwicklung festigen würde. Wichtig sei allerdings, dass diese Ausgaben langfristige Reformziele nicht belasten würden. Deshalb sollte die Fiskalpolitik eher auf Investitionen in menschliches und physisches Kapital abzielen und weniger auf soziale Transferleistungen. So sehe es auch der Juncker-Plan grundsätzlich vor. Wünschenswert wäre allerdings eine schnelle Umsetzung.
Reformen würden nur in Kombination mit Nachfragestimulierung Wachstum generieren; doch leider falle es vielen Regierungen schwer, angesichts einer aufhellenden Konjunktur die notwendigen Reformschritte einzuleiten. So sei die Wachstumsdynamik der Euro-Zone gefangen zwischen kurzfristigen Sparauflagen aus Brüssel und einer langfristig reformträgen Wirtschaftspolitik vieler Mitgliedsstaaten. In diesem Umfeld habe die EZB relativ wenig Spielraum für ihre Geldpolitik. (17.03.2016/alc/a/a)
Die Effektivität ihrer jüngsten Maßnahmen werde ebenso angezweifelt wie ihre grundsätzliche Haltung in der Zinspolitik. Verschleppe die EZB einen notwendigen Konsolidierungs- und Reformprozess in der Euro-Zone? Oder schaffe sie die Voraussetzungen für mehr Wachstum?
Deshalb sei es eher die Passivität der Fiskalpolitik, die die Effektivität der EZB-Maßnahmen einenge, da die Fiskalpolitik es bisher unterlasse, den von der EZB geschaffenen Raum zu nutzen und die Nachfrage zu stimulieren, was das Vertrauen in die konjunkturelle Entwicklung festigen würde. Wichtig sei allerdings, dass diese Ausgaben langfristige Reformziele nicht belasten würden. Deshalb sollte die Fiskalpolitik eher auf Investitionen in menschliches und physisches Kapital abzielen und weniger auf soziale Transferleistungen. So sehe es auch der Juncker-Plan grundsätzlich vor. Wünschenswert wäre allerdings eine schnelle Umsetzung.
Reformen würden nur in Kombination mit Nachfragestimulierung Wachstum generieren; doch leider falle es vielen Regierungen schwer, angesichts einer aufhellenden Konjunktur die notwendigen Reformschritte einzuleiten. So sei die Wachstumsdynamik der Euro-Zone gefangen zwischen kurzfristigen Sparauflagen aus Brüssel und einer langfristig reformträgen Wirtschaftspolitik vieler Mitgliedsstaaten. In diesem Umfeld habe die EZB relativ wenig Spielraum für ihre Geldpolitik. (17.03.2016/alc/a/a)


