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EZB-Zinsentscheid: "Swiftflation" als Zinsbremse?
12.07.24 14:00
ETHENEA
Munsbach (www.anleihencheck.de) - Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat Anfang Juli auf dem Zentralbankforum im portugiesischen Sintra deutlich gemacht, dass die Entscheidungen über weitere Zinssenkungen abhängig von der jeweiligen Datenlage getroffen werden. Laut Dr. Volker Schmidt, Portfoliomanager beim Fondshaus ETHENEA, stehen die Zeichen derzeit auf "Abwarten".
Für die Zinsentscheidungen der europäischen Währungshüter würden die vierteljährlich erstellten eigenen Berechnungen eine zentrale Rolle spielen, so Schmidt. Just im Juni 2024 habe die Zentralbank ihre eigene Inflationsprognose für 2024 und 2025 minimal gegenüber der Vorhersage vom März anheben müssen. "Aus diesem Grund erwarten wir keinen Zinsschritt auf der kommenden EZB-Ratssitzung." Dies sei auch die Einschätzung der Mehrheit der Investoren, erkläre der Portfoliomanager.
Da im August keine EZB-Sitzung stattfinde, könnte dann auf der Septembersitzung die zweite Zinssenkung beschlossen werden. Gesetzt sei sie aber keineswegs - eine sich verschlechternde Inflationsprognose könnte einen Zinsschritt verhindern.
Ob die nach der Sängerin Taylor Swift benannte "Swiftflation" auch in Europa ihr Unwesen treibe? Ratspräsidentin Lagarde habe zumindest bestätigt, dass Großevents in diesem Sommer die Inflation anheizen würden. Mit der Zinsentscheidung im September werde der aktualisierte ökonomische Ausblick der EZB präsentiert. Dort werde man sehen, ob die EZB diesem Effekt auch eine längerfristige Bedeutung beimesse. (12.07.2024/alc/a/a)
Für die Zinsentscheidungen der europäischen Währungshüter würden die vierteljährlich erstellten eigenen Berechnungen eine zentrale Rolle spielen, so Schmidt. Just im Juni 2024 habe die Zentralbank ihre eigene Inflationsprognose für 2024 und 2025 minimal gegenüber der Vorhersage vom März anheben müssen. "Aus diesem Grund erwarten wir keinen Zinsschritt auf der kommenden EZB-Ratssitzung." Dies sei auch die Einschätzung der Mehrheit der Investoren, erkläre der Portfoliomanager.
Da im August keine EZB-Sitzung stattfinde, könnte dann auf der Septembersitzung die zweite Zinssenkung beschlossen werden. Gesetzt sei sie aber keineswegs - eine sich verschlechternde Inflationsprognose könnte einen Zinsschritt verhindern.
Ob die nach der Sängerin Taylor Swift benannte "Swiftflation" auch in Europa ihr Unwesen treibe? Ratspräsidentin Lagarde habe zumindest bestätigt, dass Großevents in diesem Sommer die Inflation anheizen würden. Mit der Zinsentscheidung im September werde der aktualisierte ökonomische Ausblick der EZB präsentiert. Dort werde man sehen, ob die EZB diesem Effekt auch eine längerfristige Bedeutung beimesse. (12.07.2024/alc/a/a)


