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EZB belässt den Leitzins bei 0 Prozent
08.09.16 16:50
M&G Investments
London (www.anleihencheck.de) - Nach einem relativ ruhigen Sommer belässt die EZB den Leitzins bei 0 Prozent, so Anthony Doyle, Investment Director im Fixed-Interest-Team bei M&G Investments.
Außerdem habe sie sich heute gegen die Verlängerung ihres Anleihekaufprogramms entschieden. Diese Ankündigung habe die Märkte etwas überrascht, da viele eher eine Ausdehnung des Programms über März 2017 hinaus erwartet hätten.
Aus makroökonomischer Perspektive seien die europäischen Konjunkturdaten nach dem Brexit-Votum Großbritanniens stabil geblieben. Sowohl Wachstum als auch Inflation würden sich auf dem Niveau der EZB-Prognosen bewegen. Folglich sei der EZB-Rat offenbar der Meinung, dass für die Analyse neuer Wirtschaftsdaten und des Anleihekaufprogramms reichlich Zeit sei.
Die momentane Widerstandskraft der europäischen Wirtschaft sei zwar beruhigend. Trotzdem würden die Experten es für möglich halten, dass die EZB das Kaufprogramm noch vor dem Jahresende verlängern werde. Bei einer jährlichen Inflationsrate von nur 0,2% im August bleibe Europa gefährlich nah an einem deflationären Umfeld.
Auch der Markt insgesamt glaube nicht recht daran, dass die Inflation der Eurozone ihren Zielwert noch innerhalb des Prognosezeitraums erreichen werde. Und der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU werde das Wirtschaftswachstum und Verbrauchervertrauen dämpfen, was sich möglicherweise schon kurzfristig zeigen könnte. Die EZB werde deshalb gezwungen sein, ihre Geldpolitik sogar noch weiter zu lockern, um die Wirtschaft der Eurozone zu stützen.
Immerhin könne die EZB eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, beispielsweise die Verlängerung und Ausdehnung des Ankaufprogramms, die Änderung der Rahmenbedingungen um Liquiditätsprobleme zu verhindern, und die weitere Senkung der Zinsen in den Negativbereich. Aus Sicht der Experten seien weitere geldpolitische Anreize nur eine Frage der Zeit. (08.09.2016/alc/a/a)
Außerdem habe sie sich heute gegen die Verlängerung ihres Anleihekaufprogramms entschieden. Diese Ankündigung habe die Märkte etwas überrascht, da viele eher eine Ausdehnung des Programms über März 2017 hinaus erwartet hätten.
Die momentane Widerstandskraft der europäischen Wirtschaft sei zwar beruhigend. Trotzdem würden die Experten es für möglich halten, dass die EZB das Kaufprogramm noch vor dem Jahresende verlängern werde. Bei einer jährlichen Inflationsrate von nur 0,2% im August bleibe Europa gefährlich nah an einem deflationären Umfeld.
Auch der Markt insgesamt glaube nicht recht daran, dass die Inflation der Eurozone ihren Zielwert noch innerhalb des Prognosezeitraums erreichen werde. Und der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU werde das Wirtschaftswachstum und Verbrauchervertrauen dämpfen, was sich möglicherweise schon kurzfristig zeigen könnte. Die EZB werde deshalb gezwungen sein, ihre Geldpolitik sogar noch weiter zu lockern, um die Wirtschaft der Eurozone zu stützen.
Immerhin könne die EZB eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, beispielsweise die Verlängerung und Ausdehnung des Ankaufprogramms, die Änderung der Rahmenbedingungen um Liquiditätsprobleme zu verhindern, und die weitere Senkung der Zinsen in den Negativbereich. Aus Sicht der Experten seien weitere geldpolitische Anreize nur eine Frage der Zeit. (08.09.2016/alc/a/a)
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