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EZB hält vorerst an geldpolitischem Kurs fest, US-Leitzinsanhebung im März in Gefahr
03.02.16 08:41
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat auf ihrer ersten Ratssitzung im Jahr 2016 keine Änderung an ihrem geldpolitischen Kurs vorgenommen, so die Analysten von Postbank Research.
Gleichwohl habe EZB-Präsident Mario Draghi auf der anschließenden Pressekonferenz klare Signale ausgesendet, dass auf der Sitzung im März weitere expansive Maßnahmen beschlossen werden könnten. So unterscheide sich die Situation für die Geldpolitik zu Jahresbeginn signifikant von derjenigen Anfang Dezember, als die EZB unter anderem eine weitere Absenkung des Einlagensatzes und die Verlängerung des bestehenden Anleiheankaufprogramms beschlossen habe. Beispielsweise erwarte die EZB nunmehr eine deutlich geringere, möglicherweise zeitweise auch negative Inflationsrate in 2016 und zeige sich insbesondere hinsichtlich möglicher Zweitrundeneffekte des anhaltenden Ölpreisverfalls besorgt.
Aus Sicht der Analysten gebe es allerdings bisher keine Anzeichen dafür, dass derartige Effekte in eine deflatorische Entwicklung in der Eurozone münden könnten. Auch habe Draghi in seinem Statement darauf hingewiesen, dass die EZB sicherstellen werde, dass ihre Politik nicht durch etwaige technische Restriktionen behindert werde. Vor dem Hintergrund der jüngsten Kommunikation seitens der EZB sei die Wahrscheinlichkeit somit deutlich gestiegen, dass sie im März weitere expansive Maßnahmen beschließen werde. Hierzu könnten eine Ausweitung des Anleiheankaufprogramms hinsichtlich Dauer, Volumen oder berücksichtigter Assetklassen, eine weitere Absenkung der Leitzinsen oder auch die Einführung bislang noch nicht diskutierter Instrumente zählen.
Die US-Notenbank FED habe auf ihrer Januar-Sitzung ebenfalls keine Änderung ihrer Geldpolitik beschlossen, nachdem sie im Dezember mit der ersten Leitzinsanhebung seit über neun Jahren die Zinswende eingeleitet habe. Das im Anschluss an die Sitzung veröffentlichte Statement verdeutliche aber, dass die Risiken für eine erwartete, weitere Leitzinsanhebung im März zwischenzeitlich deutlich größer geworden seien. So habe sich zwar der US-Arbeitsmarkt zuletzt sehr positiv entwickelt. Andererseits belaste aber die anhaltende Ölpreisschwäche die Preisdynamik weiterhin.
Seien die Risiken für die US-Konjunktur im Dezember noch als ausgewogen bezeichnet worden, sei nun betont worden, dass das FOMC die Einflüsse der Entwicklung der globalen Wirtschaft und der Finanzmärkte auf den US-Arbeitsmarkt und die Inflationsrate genau beobachten werde. Ein weiterer Zinsschritt im März sei damit zwar weiterhin nicht ausgeschlossen, aber aufgrund der Entwicklungen zum Jahreswechsel etwas unwahrscheinlicher geworden. (Zinsen und Währungen Februar 2016) (03.02.2016/alc/a/a)
Gleichwohl habe EZB-Präsident Mario Draghi auf der anschließenden Pressekonferenz klare Signale ausgesendet, dass auf der Sitzung im März weitere expansive Maßnahmen beschlossen werden könnten. So unterscheide sich die Situation für die Geldpolitik zu Jahresbeginn signifikant von derjenigen Anfang Dezember, als die EZB unter anderem eine weitere Absenkung des Einlagensatzes und die Verlängerung des bestehenden Anleiheankaufprogramms beschlossen habe. Beispielsweise erwarte die EZB nunmehr eine deutlich geringere, möglicherweise zeitweise auch negative Inflationsrate in 2016 und zeige sich insbesondere hinsichtlich möglicher Zweitrundeneffekte des anhaltenden Ölpreisverfalls besorgt.
Die US-Notenbank FED habe auf ihrer Januar-Sitzung ebenfalls keine Änderung ihrer Geldpolitik beschlossen, nachdem sie im Dezember mit der ersten Leitzinsanhebung seit über neun Jahren die Zinswende eingeleitet habe. Das im Anschluss an die Sitzung veröffentlichte Statement verdeutliche aber, dass die Risiken für eine erwartete, weitere Leitzinsanhebung im März zwischenzeitlich deutlich größer geworden seien. So habe sich zwar der US-Arbeitsmarkt zuletzt sehr positiv entwickelt. Andererseits belaste aber die anhaltende Ölpreisschwäche die Preisdynamik weiterhin.
Seien die Risiken für die US-Konjunktur im Dezember noch als ausgewogen bezeichnet worden, sei nun betont worden, dass das FOMC die Einflüsse der Entwicklung der globalen Wirtschaft und der Finanzmärkte auf den US-Arbeitsmarkt und die Inflationsrate genau beobachten werde. Ein weiterer Zinsschritt im März sei damit zwar weiterhin nicht ausgeschlossen, aber aufgrund der Entwicklungen zum Jahreswechsel etwas unwahrscheinlicher geworden. (Zinsen und Währungen Februar 2016) (03.02.2016/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


