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EZB lässt Leitzinsen unverändert - Neuerungen bei Frequenz der Ratsitzungen
04.07.14 11:20
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat auf ihrer gestrigen Sitzung erwartungsgemäß keine Änderungen an den Leitzinsen vorgenommen, berichten die Analysten von Postbank Research.
Der Refisatz bleibe damit bei 0,15%, der Einlagensatz bei - 0,10% und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,40%. EZB-Präsident Draghi habe betont, wie schon im Vormonat, dass die Zinsen noch längere Zeit auf diesem Niveau verharren würden, und damit die so genannte "Forward Guidance" gestärkt. Neuerungen habe es bei der Frequenz der Ratsitzungen gegeben. Ab 2015 werde sich der EZB-Rat nur noch alle sechs statt bislang alle vier Wochen treffen. Darüber hinaus werde die EZB ab dem kommenden Jahr Sitzungsprotokolle veröffentlichen. Ferner seien gestern Details zur Ausgestaltung der zweckgebundenen Langfristtender veröffentlicht worden.
In den USA habe der Arbeitsmarktbericht für Juni positiv überrascht. Gegenüber dem Vormonat seien außerhalb des Agrarsektors 288 Tsd. neue Stellen geschaffen worden. Neben der Stärke des Anstiegs sei auch dessen Breite erfreulich gewesen, da es in allen Branchen zu Beschäftigungsanstiegen gekommen sei. Die Arbeitslosenquote habe sich im Juni von 6,3% auf 6,1% verringert, auch hier sei die Verbesserung größer als angenommen gewesen. Aktuell liege die Arbeitslosenquote damit auf einem Niveau, das die FED erst für Ende des Jahres erwartet habe. Sollte die Aufwärtsdynamik unvermindert anhalten, könnte in den USA in absehbarer Zeit wieder Vollbeschäftigung erreicht sein.
Bislang würden von den Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt allerdings noch keine Impulse auf die Löhne ausgehen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne hätten im Juni nur moderate 2,0% über dem Vorjahresniveau gelegen. Allzu starker Druck in Richtung steigender Inflationsraten sei damit von dieser Seite noch nicht auszumachen. Dennoch dürfte der gestrige Arbeitsmarktbericht die Spekulationen über einen früheren Schwenk der FED zu einer restriktiveren Geldpolitik befeuern. Die Analysten würden einen ersten Zinsschritt für Mitte 2015 erwarten, doch das Risiko einer früheren Anhebung habe sich tendenziell vergrößert.
Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor habe gestern leicht von 56,3 auf 56,0 Punkte nachgegeben. Für den Rückgang habe in erster Linie die Produktionskomponente verantwortlich gezeichnet. Derweil seien etwa bei den Neuaufträgen und der Beschäftigungskomponente weitere Anstiege verzeichnet worden, sodass der Indikator auf eine gute Verfassung des US-Servicesektors hindeute.
Heute Morgen seien die deutschen Industrieaufträge für Mai veröffentlicht worden. Sie hätten um 1,7% gegenüber dem Vormonat nachgegeben. Dabei seien in sämtlichen Gütergruppen Rückgänge verzeichnet worden. Darüber hinaus sei sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland ein Minus bei den Bestellungen verzeichnet worden. Eine positive Ausnahme seien die Orders aus der Eurozone gewesen, die sehr deutlich und auf breiter Basis ausgeweitet worden seien. (04.07.2014/alc/a/a)
Der Refisatz bleibe damit bei 0,15%, der Einlagensatz bei - 0,10% und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 0,40%. EZB-Präsident Draghi habe betont, wie schon im Vormonat, dass die Zinsen noch längere Zeit auf diesem Niveau verharren würden, und damit die so genannte "Forward Guidance" gestärkt. Neuerungen habe es bei der Frequenz der Ratsitzungen gegeben. Ab 2015 werde sich der EZB-Rat nur noch alle sechs statt bislang alle vier Wochen treffen. Darüber hinaus werde die EZB ab dem kommenden Jahr Sitzungsprotokolle veröffentlichen. Ferner seien gestern Details zur Ausgestaltung der zweckgebundenen Langfristtender veröffentlicht worden.
Bislang würden von den Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt allerdings noch keine Impulse auf die Löhne ausgehen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne hätten im Juni nur moderate 2,0% über dem Vorjahresniveau gelegen. Allzu starker Druck in Richtung steigender Inflationsraten sei damit von dieser Seite noch nicht auszumachen. Dennoch dürfte der gestrige Arbeitsmarktbericht die Spekulationen über einen früheren Schwenk der FED zu einer restriktiveren Geldpolitik befeuern. Die Analysten würden einen ersten Zinsschritt für Mitte 2015 erwarten, doch das Risiko einer früheren Anhebung habe sich tendenziell vergrößert.
Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor habe gestern leicht von 56,3 auf 56,0 Punkte nachgegeben. Für den Rückgang habe in erster Linie die Produktionskomponente verantwortlich gezeichnet. Derweil seien etwa bei den Neuaufträgen und der Beschäftigungskomponente weitere Anstiege verzeichnet worden, sodass der Indikator auf eine gute Verfassung des US-Servicesektors hindeute.
Heute Morgen seien die deutschen Industrieaufträge für Mai veröffentlicht worden. Sie hätten um 1,7% gegenüber dem Vormonat nachgegeben. Dabei seien in sämtlichen Gütergruppen Rückgänge verzeichnet worden. Darüber hinaus sei sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland ein Minus bei den Bestellungen verzeichnet worden. Eine positive Ausnahme seien die Orders aus der Eurozone gewesen, die sehr deutlich und auf breiter Basis ausgeweitet worden seien. (04.07.2014/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


