Erweiterte Funktionen
EZB verlängert ihr Anleihekaufprogramm
08.12.16 17:00
M&G Investments
London (www.anleihencheck.de) - Die heutige Ankündigung der Europäischen Zentralbank, ihr Anleihekaufprogramm zu verlängern, stimmt die Märkte für europäische Staatsanleihen pessimistisch, so Anthony Doyle, Investment Director im Fixed-Interest-Team bei M&G Investments.
Die Renditen auf zehnjährige Staatstitel hätten sich über die gesamte Eurozone ausgeweitet. Papiere aus Italien, Spanien und Deutschland seien dabei am stärksten betroffen gewesen. Die Entscheidung, die Anleihekäufe zu "tapern" - oder nach Mario Draghis Worten "zu reduzieren" - habe Märkte und Ökonomen überrascht. Viele hätten eine solche Verlautbarung nicht vor 2017 erwartet.
Die EZB ist überzeugt, dass sich die Rahmenbedingungen für die europäische Wirtschaft weiter verbessern und damit für 2017 eine höhere Preisentwicklung erwarten lassen als ursprünglich angenommen, so die Experten von M&G Investments. Die heutige Entscheidung bestätige diese Einschätzung. Allerdings sei es noch zu früh, jetzt von steigender Inflation zu sprechen. Die Eurozone kämpfe nach wie vor mit hohen Arbeitslosenraten. Zudem verschlechtere der deutliche Anstieg der globalen Bondrenditen seit November die Finanzierungsbedingungen für die Realwirtschaft. Banken allerdings könnten von den höheren Renditen profitieren, da sich ihre Netto-Zinsmargen wieder etwas erholen würden.
Die Experten von M&G Investments erwarten, dass die Anleihemärkte 2017 von den politischen Terminen in Europa bestimmt werden. Die EZB dürfte weiterhin eine lockere geldpolitische Haltung vertreten. Die heutige Ankündigung sei kein festgelegter Plan zum Abbau von QE. Mario Draghi werde großen Wert darauf legen, die Flexibilität der Geldpolitik zu betonen - vor allem bei der Bekämpfung negativer Schocks, durch die die EZB ihr Ziel der Preisstabilität verfehlen könnte.
Insgesamt sollte sich die heutige Entscheidung der EZB positiv für den Euro erweisen. Das sei eine Entwicklung, die die EZB im Auge behalten werde, denn ein starker Euro wäre Gegenwind für das zukünftige Wirtschaftswachstum. (08.12.2016/alc/a/a)
Die Renditen auf zehnjährige Staatstitel hätten sich über die gesamte Eurozone ausgeweitet. Papiere aus Italien, Spanien und Deutschland seien dabei am stärksten betroffen gewesen. Die Entscheidung, die Anleihekäufe zu "tapern" - oder nach Mario Draghis Worten "zu reduzieren" - habe Märkte und Ökonomen überrascht. Viele hätten eine solche Verlautbarung nicht vor 2017 erwartet.
Die Experten von M&G Investments erwarten, dass die Anleihemärkte 2017 von den politischen Terminen in Europa bestimmt werden. Die EZB dürfte weiterhin eine lockere geldpolitische Haltung vertreten. Die heutige Ankündigung sei kein festgelegter Plan zum Abbau von QE. Mario Draghi werde großen Wert darauf legen, die Flexibilität der Geldpolitik zu betonen - vor allem bei der Bekämpfung negativer Schocks, durch die die EZB ihr Ziel der Preisstabilität verfehlen könnte.
Insgesamt sollte sich die heutige Entscheidung der EZB positiv für den Euro erweisen. Das sei eine Entwicklung, die die EZB im Auge behalten werde, denn ein starker Euro wäre Gegenwind für das zukünftige Wirtschaftswachstum. (08.12.2016/alc/a/a)


