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EZB wird ihre Zinssätze um 75 Basispunkte erhöhen
25.10.22 09:15
La Française AM
Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird auf ihrer Sitzung am 27. Oktober voraussichtlich ihre drei wichtigsten Zinssätze um 75 Basispunkte (Bp) anheben, so François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM.
Die EZB werde damit den Einlagensatz auf 1,50% anheben. Der EZB-Rat werde erneut bestätigen, dass die Inflation viel zu hoch sei und das Inflationsrisiko nach wie vor tendenziell steige. Daher werde es trotz Rezessionsgefahr weitere Zinserhöhungen geben. Dennoch werde EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekräftigen, dass die Zinssätze auf jeder Sitzung neu abgestimmt würden.
Die Zentralbank werde Änderungen der Vergütung für überschüssige Liquidität (Bedingungen für gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte, sog. Targeted long-term financing operations (TLTRO, Reverse Tiering) ankündigen, um die Banken zur vorzeitigen Rückzahlung von TLTRO-Krediten zu bewegen.
Christine Lagarde werde auf die Absicht der EZB hinweisen, mit der quantitativen Straffung (QT) des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (APP) zu beginnen, da sich der Einlagensatz in den Neutralbereich bewege. Die Experten würden davon ausgehen, dass die EZB auf der Dezember-Sitzung offiziell ihren Plan zur Reduzierung der APP-Anleihebestände bekannt geben werde, die ab dem ersten Quartal 2023 erfolgen dürfte. Die QT werde ein schrittweiser und passiver Prozess sein, ohne aktive Anleiheverkäufe.
Die EZB werde die Reinvestitionen im Rahmen ihres pandemischen Notkaufprogramms (PEPP) "bis mindestens Ende 2024" fortsetzen und ihre Reinvestitionen als erste Verteidigungslinie gegen das Fragmentierungsrisiko des Euro flexibel einsetzen.
Christine Lagarde werde erneut betonen, dass die Finanzpolitik mit der geldpolitischen Normalisierung vereinbar sein müsse.
Um ihre Glaubwürdigkeit zu wahren und die Inflation zurück auf das mittelfristige Ziel von 2% zu bringen, werde die EZB hawkish bleiben. Obwohl die Ankündigungen des EZB-Rats im Oktober nicht überraschen würden, würden die Experten glauben, dass diese Sitzung zu einer Ausweitung der Spreads von Staatsanleihen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) führen könnte. (25.10.2022/alc/a/a)
Die EZB werde damit den Einlagensatz auf 1,50% anheben. Der EZB-Rat werde erneut bestätigen, dass die Inflation viel zu hoch sei und das Inflationsrisiko nach wie vor tendenziell steige. Daher werde es trotz Rezessionsgefahr weitere Zinserhöhungen geben. Dennoch werde EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekräftigen, dass die Zinssätze auf jeder Sitzung neu abgestimmt würden.
Die Zentralbank werde Änderungen der Vergütung für überschüssige Liquidität (Bedingungen für gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte, sog. Targeted long-term financing operations (TLTRO, Reverse Tiering) ankündigen, um die Banken zur vorzeitigen Rückzahlung von TLTRO-Krediten zu bewegen.
Die EZB werde die Reinvestitionen im Rahmen ihres pandemischen Notkaufprogramms (PEPP) "bis mindestens Ende 2024" fortsetzen und ihre Reinvestitionen als erste Verteidigungslinie gegen das Fragmentierungsrisiko des Euro flexibel einsetzen.
Christine Lagarde werde erneut betonen, dass die Finanzpolitik mit der geldpolitischen Normalisierung vereinbar sein müsse.
Um ihre Glaubwürdigkeit zu wahren und die Inflation zurück auf das mittelfristige Ziel von 2% zu bringen, werde die EZB hawkish bleiben. Obwohl die Ankündigungen des EZB-Rats im Oktober nicht überraschen würden, würden die Experten glauben, dass diese Sitzung zu einer Ausweitung der Spreads von Staatsanleihen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) führen könnte. (25.10.2022/alc/a/a)


