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Europas Value-Aktien Nutznießer einer möglichen Verkaufswelle bei Anleihen
07.07.17 11:15
NN Investment Partners
Den Haag (www.anleihencheck.de) - Wir gehen davon aus, dass europäische Investoren ihr Interesse von Anleihen hin zu Value-Aktien verlagern, so Nicolas Simar, Leiter der Equity Value Boutique bei NN Investment Partners (NN IP).
Denn sie würden eine besonders starke positive Korrelation mit steigenden Anleiherenditen aufweisen. Zudem würden die entsprechenden Unternehmen derzeit wachsende Erträge aufweisen. Von allen zyklischen Sektoren sei die positive Korrelation bei Banken am höchsten. Auch die Bewertungslücke zwischen teuren und günstig bewerteten Aktien sei in Europa weiterhin sehr ausgeprägt - ein weiterer Grund für Investoren, in Value-Aktien umzuschichten. Die Bewertungsunterschiede hätten nahezu den Stand erreicht, auf dem sie sich zuletzt zum Höhepunkt der Eurokrise im Juli 2012 befunden hätten, und damit deutlich über dem Langzeitdurchschnitt der vergangenen zwanzig Jahre. Für Anleger sollte das einen ausreichenden Sicherheitspuffer darstellen, um sich wieder Value-Aktien zuzuwenden - vor allem, da die Konjunktur in der Eurozone anziehe.
In der ersten Hälfte dieses Jahres hätten Investoren aufgrund politischer Risiken und niedriger Inflation Anleihen und deren Proxies vorgezogen. Doch die jüngsten Kommentare von Zentralbankseite, wonach das Ende der bis dato beispiellosen geldpolitischen Lockerung bevorstehe, hätten Abflüsse aus dieser Anlageklasse ausgelöst. Nach den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich seien die politischen Risiken in der Eurozone, die die Kursentwicklung Value-Aktien bislang belastet hätten, zudem stark zurückgegangen.
Aktien mit vorhersehbaren Cashflows und geringer Volatilität hätten sich in den vergangenen Jahren wie Anleihe-Proxies, also Aktien mit teilweise anleiheähnlichen Merkmalen, verhalten. Entsprechend hätten sie bei sinkenden Zinsen besonders gut abgeschnitten. Diese Aktien gebe es vor allem in den Sektoren Lebensmittel und Getränke, Körperpflege, Gebrauchsgüter und Luxuswaren. Doch sehr hohe Bewertungen kombiniert mit der Aussicht auf steigende Zinsen würden diese Sektoren belasten. Die Experten von NN IP gewichten diese Titel daher weiter unter.
Mit den zunehmend freundlicheren Konjunkturaussichten in Europa dürfte sich das Anlegerinteresse vor allem konjunkturabhängigen Sektoren zuwenden. Die Stimmung in der Eurozone sei bei Verbrauchern und Unternehmen gut: Die entsprechenden Indikatoren hätten diesen Juni auf dem höchsten Stand seit fast zehn Jahren gelegen. Die makroökonomischen Daten in Europa würden weiteres Wirtschaftswachstum signalisieren. Die Ertragsentwicklung der Unternehmen und das Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten würden sich deutlich verbessern, vor allem in den Sektoren Banken und Rohstoffe. Die Experten von NN IP halten daher an ihrer Präferenz für Value- und Dividendentitel fest. (07.07.2017/alc/a/a)
Denn sie würden eine besonders starke positive Korrelation mit steigenden Anleiherenditen aufweisen. Zudem würden die entsprechenden Unternehmen derzeit wachsende Erträge aufweisen. Von allen zyklischen Sektoren sei die positive Korrelation bei Banken am höchsten. Auch die Bewertungslücke zwischen teuren und günstig bewerteten Aktien sei in Europa weiterhin sehr ausgeprägt - ein weiterer Grund für Investoren, in Value-Aktien umzuschichten. Die Bewertungsunterschiede hätten nahezu den Stand erreicht, auf dem sie sich zuletzt zum Höhepunkt der Eurokrise im Juli 2012 befunden hätten, und damit deutlich über dem Langzeitdurchschnitt der vergangenen zwanzig Jahre. Für Anleger sollte das einen ausreichenden Sicherheitspuffer darstellen, um sich wieder Value-Aktien zuzuwenden - vor allem, da die Konjunktur in der Eurozone anziehe.
Aktien mit vorhersehbaren Cashflows und geringer Volatilität hätten sich in den vergangenen Jahren wie Anleihe-Proxies, also Aktien mit teilweise anleiheähnlichen Merkmalen, verhalten. Entsprechend hätten sie bei sinkenden Zinsen besonders gut abgeschnitten. Diese Aktien gebe es vor allem in den Sektoren Lebensmittel und Getränke, Körperpflege, Gebrauchsgüter und Luxuswaren. Doch sehr hohe Bewertungen kombiniert mit der Aussicht auf steigende Zinsen würden diese Sektoren belasten. Die Experten von NN IP gewichten diese Titel daher weiter unter.
Mit den zunehmend freundlicheren Konjunkturaussichten in Europa dürfte sich das Anlegerinteresse vor allem konjunkturabhängigen Sektoren zuwenden. Die Stimmung in der Eurozone sei bei Verbrauchern und Unternehmen gut: Die entsprechenden Indikatoren hätten diesen Juni auf dem höchsten Stand seit fast zehn Jahren gelegen. Die makroökonomischen Daten in Europa würden weiteres Wirtschaftswachstum signalisieren. Die Ertragsentwicklung der Unternehmen und das Aufwärtspotenzial an den Aktienmärkten würden sich deutlich verbessern, vor allem in den Sektoren Banken und Rohstoffe. Die Experten von NN IP halten daher an ihrer Präferenz für Value- und Dividendentitel fest. (07.07.2017/alc/a/a)


