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Expansive Geldpolitik bläht Zentralbankbilanzen enorm auf
05.03.15 15:05
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Seit sechs Jahren verfolgen die Zentralbanken eine expansive Geldpolitik wie sie noch nie in der Geschichte vorgekommen ist, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Und ein Ende sei noch immer nicht absehbar. Was vorher als "unvorstellbar" angesehen worden sei, werde jetzt als "normal und modern" bezeichnet. Das Ausmaß der Maßnahmen nehme von Monat zu Monat immer unvorstellbarere Dimensionen an, doch die Börsen, würden es in Ordnung finden.
Die FED feiere es als unbestreitbaren Erfolg, dass sie USD 3,6 Billionen in die Märkte gepumpt habe. Andere Notenbanken würden sich beeilen, diesen Erfolg nachzumachen. So werde die EZB ab Mitte März monatlich EUR 60 Mrd. Obligationen kaufen; bis September nächsten Jahres EUR 1.080 Mrd. erforderlichenfalls noch mehr. Und die BoJ stehe da nicht zurück und habe schon für USD 2 Billionen Festverzinsliche und sogar Aktien gekauft. Sie erwerbe jährlich für 80 Billionen Yen (EUR 58,9 Mrd.) Wertpapiere. Weltweit hätten die Notenbanken ihre Bilanzen in den letzten Jahren zusammen um USD 12 Billionen (Quelle: Bloomberg) ausgeweitet. Der Zins als Marktregulator sei außer Kraft gesetzt.
Dieses "moderne Finanzsystem" bringe steigende Aktien- und Rentenkurse, was allgemein als wunderbar angesehen werde. Stattdessen sollte es als gefährliche Blasenbildung erkannt werden. Zur Rechtfertigung der Liquiditätsschwemme werde auf Deflationsgefahren hingewiesen. Doch in Wirklichkeit senke es die Reformbereitschaft in der Budgetpolitik auf 0, steigere die globale Verschuldung auf inzwischen USD 200 Billionen und verschiebe nur die Inflationsgefahren. Der ausgelöste Abwertungswettlauf am Devisenmarkt steigere zusätzlich die Turbulenzen.
Folgerung: Wenn jetzt noch die angekündigte Normalisierung der US-Zinsstruktur ausbleibe, könnten die Märkte das Vertrauen in die Zentralbanken verlieren. Bundesbankpräsident Weidmann finde, Staatsanleihenkäufe durch die EZB seien für die Steuerzahler gefährlich. (05.03.2015/alc/a/a)
Und ein Ende sei noch immer nicht absehbar. Was vorher als "unvorstellbar" angesehen worden sei, werde jetzt als "normal und modern" bezeichnet. Das Ausmaß der Maßnahmen nehme von Monat zu Monat immer unvorstellbarere Dimensionen an, doch die Börsen, würden es in Ordnung finden.
Dieses "moderne Finanzsystem" bringe steigende Aktien- und Rentenkurse, was allgemein als wunderbar angesehen werde. Stattdessen sollte es als gefährliche Blasenbildung erkannt werden. Zur Rechtfertigung der Liquiditätsschwemme werde auf Deflationsgefahren hingewiesen. Doch in Wirklichkeit senke es die Reformbereitschaft in der Budgetpolitik auf 0, steigere die globale Verschuldung auf inzwischen USD 200 Billionen und verschiebe nur die Inflationsgefahren. Der ausgelöste Abwertungswettlauf am Devisenmarkt steigere zusätzlich die Turbulenzen.
Folgerung: Wenn jetzt noch die angekündigte Normalisierung der US-Zinsstruktur ausbleibe, könnten die Märkte das Vertrauen in die Zentralbanken verlieren. Bundesbankpräsident Weidmann finde, Staatsanleihenkäufe durch die EZB seien für die Steuerzahler gefährlich. (05.03.2015/alc/a/a)


