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FED mit Anleiherückkäufen schon im Dezember?
05.12.13 14:45
Alte Leipziger Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Das Wachstum der US-Wirtschaft überraschte im dritten Quartal mit einem Wert von 2,8% positiv, allerdings war der Aufbau von Lagerbeständen hauptsächlich für die Wachstumsbeschleunigung verantwortlich, so die Experten der Alte Leipziger Trust.
Auch vom Arbeitsmarkt seien überraschend positive Daten gekommen. Für den Oktober habe sich ein Stellenzuwachs von 204.000 ergeben, zusätzlich seien die Zahlen der beiden Vormonate nach oben revidiert worden. Die US-Verbraucher hätten sich die Kauflaune nicht von der vorübergehenden Zwangsschließung vieler öffentlicher Einrichtungen verderben lassen. Denn die Einzelhandelsumsätze hätten im Oktober um 0,4% zugelegt. Insbesondere die Signale vom Arbeitsmarkt würden eine Rückführung der Anleihekäufe der FED bereits im Dezember wieder wahrscheinlicher machen.
Die EZB habe den Markt mit einer Leitzinssenkung auf 0,25% überrascht. Die Notenbanker hätten diesen Schritt mit der gesunkenen Inflation im Euroraum begründet. Aktuell liege sie bei 0,9% und damit recht deutlich unter dem Inflationsziel der EZB von 2%. Für den Fall einer weiterhin sinkenden Inflationsrate hätten einige Vertreter der EZB ein entschlossenes Vorgehen angekündigt. In diesem Fall könnte die EZB wie die FED zu direkten Anleihekäufen greifen oder die Banken mit einem negativen Einlagensatz für das Halten von überschüssiger Liquidität bestrafen. Momentan sehe es aber nicht nach einem weiteren Rückgang der Inflationsrate aus.
lm November habe sich die Inflationsrate in der Eurozone moderat erhöht. Auch die EZB gehe derzeit nicht von einem weiteren Absinken der Inflation aus. Die wirtschaftliche Erholung im Euroraum verlaufe weiterhin sehr langsam. Für das dritte Quartal 2013 habe sich nur ein Wachstum von 0,1% gegenüber dem Vorquartal ergeben.
Die Einkaufsmanagerindices würden sich wenig dynamisch entwickeln, der Index für den Dienstleistungssektor habe gar den zweiten Rückgang in Folge hinnehmen müssen. Ein anziehendes Wirtschaftswachstum sei unter diesen Umständen nicht zu erwarten. Aufgrund des geringen Wachstums dürfte die Arbeitslosigkeit der Eurozone auf dem hohen Niveau verharren, ein deutlicher Anstieg der Inflationsraten sei somit ebenfalls nicht zu erwarten.
Die Konjunkturindikatoren für die deutsche Wirtschaft hätten sich im November verbessern können, das ifo-Geschäftsklima habe überraschend deutlich zugelegt und auch die ZEW-Konjunkturerwartungen hätten sich verbessert. Ein Anziehen der Konjunktur im kommenden Jahr sei damit wahrscheinlich. lm dritten Quartal sei die deutsche Wirtschaft allerdings lediglich um 0,3% gegenüber dem Vorquartal gewachsen.
Der Arbeitsmarkt entwickele sich weiterhin positiv, die Zahl der Beschäftigten habe auch im Oktober zulegen können und liege mit über 42 Millionen aktuell auf einem Rekordniveau. Die Inflation habe im November bei 1,3% gelegen.
Ende November hätten sich CDU/CSU und SPD auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Insbesondere die Rentenpläne ("Mütterrente", "Rente mit 63") der Koalition seien in der Wirtschaft auf wenig Gegenliebe gestoßen. Den Krisenländern der Eurozone habe Angela Merkel in den letzten Jahren Rentenkürzungen empfohlen, ob die deutsche Wirtschaft stark genug sei. um eine Rentenerhöhung zu verkraften, werde sich zeigen. Insgesamt wirke der Koalitionsvertrag nicht wie ein neuer Wachstumsimpuls für die deutsche Wirtschaft.
lm November sei die 10-jährliche US-Rendite von 2,54% auf 2,74% angestiegen, wodurch sich die US-Zinskurve deutlich versteilert habe. Die 10-jährige Bundrendite sei hingegen nahezu unverändert bei 1,68% geblieben. Auch bei anderen Bund-Laufzeiten habe es lediglich marginale Veränderungen gegeben, wodurch sich für die deutsche Laufzeitenkurve kaum Veränderungen eingestellt hätten. Damit hätten die Renditen diesseits und jenseits des Atlantiks die kurzfristige Abwärtsbewegung gestoppt.
Die Rendite der Bunds notiere aktuell in einem engen Seitwärtstrend, für einen Ausbruch würden aktuell die Impulse fehlen. Bei den Treasuries hätten die guten Konjunkturdaten zu einem Anstieg der Renditen geführt. Kurzfristig würden die Experten keine weitere Aufwärtsbewegung der Treasury-Renditen erwarten, da eine Drosselung der Anleihekäufe durch die FED höchstwahrscheinlich erst im nächsten Jahr beschlossen werde. (Ausgabe Dezember 2013) (05.12.2013/alc/a/a)
Auch vom Arbeitsmarkt seien überraschend positive Daten gekommen. Für den Oktober habe sich ein Stellenzuwachs von 204.000 ergeben, zusätzlich seien die Zahlen der beiden Vormonate nach oben revidiert worden. Die US-Verbraucher hätten sich die Kauflaune nicht von der vorübergehenden Zwangsschließung vieler öffentlicher Einrichtungen verderben lassen. Denn die Einzelhandelsumsätze hätten im Oktober um 0,4% zugelegt. Insbesondere die Signale vom Arbeitsmarkt würden eine Rückführung der Anleihekäufe der FED bereits im Dezember wieder wahrscheinlicher machen.
Die EZB habe den Markt mit einer Leitzinssenkung auf 0,25% überrascht. Die Notenbanker hätten diesen Schritt mit der gesunkenen Inflation im Euroraum begründet. Aktuell liege sie bei 0,9% und damit recht deutlich unter dem Inflationsziel der EZB von 2%. Für den Fall einer weiterhin sinkenden Inflationsrate hätten einige Vertreter der EZB ein entschlossenes Vorgehen angekündigt. In diesem Fall könnte die EZB wie die FED zu direkten Anleihekäufen greifen oder die Banken mit einem negativen Einlagensatz für das Halten von überschüssiger Liquidität bestrafen. Momentan sehe es aber nicht nach einem weiteren Rückgang der Inflationsrate aus.
lm November habe sich die Inflationsrate in der Eurozone moderat erhöht. Auch die EZB gehe derzeit nicht von einem weiteren Absinken der Inflation aus. Die wirtschaftliche Erholung im Euroraum verlaufe weiterhin sehr langsam. Für das dritte Quartal 2013 habe sich nur ein Wachstum von 0,1% gegenüber dem Vorquartal ergeben.
Die Konjunkturindikatoren für die deutsche Wirtschaft hätten sich im November verbessern können, das ifo-Geschäftsklima habe überraschend deutlich zugelegt und auch die ZEW-Konjunkturerwartungen hätten sich verbessert. Ein Anziehen der Konjunktur im kommenden Jahr sei damit wahrscheinlich. lm dritten Quartal sei die deutsche Wirtschaft allerdings lediglich um 0,3% gegenüber dem Vorquartal gewachsen.
Der Arbeitsmarkt entwickele sich weiterhin positiv, die Zahl der Beschäftigten habe auch im Oktober zulegen können und liege mit über 42 Millionen aktuell auf einem Rekordniveau. Die Inflation habe im November bei 1,3% gelegen.
Ende November hätten sich CDU/CSU und SPD auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Insbesondere die Rentenpläne ("Mütterrente", "Rente mit 63") der Koalition seien in der Wirtschaft auf wenig Gegenliebe gestoßen. Den Krisenländern der Eurozone habe Angela Merkel in den letzten Jahren Rentenkürzungen empfohlen, ob die deutsche Wirtschaft stark genug sei. um eine Rentenerhöhung zu verkraften, werde sich zeigen. Insgesamt wirke der Koalitionsvertrag nicht wie ein neuer Wachstumsimpuls für die deutsche Wirtschaft.
lm November sei die 10-jährliche US-Rendite von 2,54% auf 2,74% angestiegen, wodurch sich die US-Zinskurve deutlich versteilert habe. Die 10-jährige Bundrendite sei hingegen nahezu unverändert bei 1,68% geblieben. Auch bei anderen Bund-Laufzeiten habe es lediglich marginale Veränderungen gegeben, wodurch sich für die deutsche Laufzeitenkurve kaum Veränderungen eingestellt hätten. Damit hätten die Renditen diesseits und jenseits des Atlantiks die kurzfristige Abwärtsbewegung gestoppt.
Die Rendite der Bunds notiere aktuell in einem engen Seitwärtstrend, für einen Ausbruch würden aktuell die Impulse fehlen. Bei den Treasuries hätten die guten Konjunkturdaten zu einem Anstieg der Renditen geführt. Kurzfristig würden die Experten keine weitere Aufwärtsbewegung der Treasury-Renditen erwarten, da eine Drosselung der Anleihekäufe durch die FED höchstwahrscheinlich erst im nächsten Jahr beschlossen werde. (Ausgabe Dezember 2013) (05.12.2013/alc/a/a)


