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FED-Sitzung: Leitzinserhöhung im Juni oder Juli?
14.06.16 11:07
Allianz Global Investors
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach der letzten Veröffentlichung der Protokolle des Monetary Policy Committee der Federal Reserve erwarteten die Märkte, dass die FED den Leitzins im Juni oder Juli anheben würde, so Franck Dixmier, Globaler Anleihenchef von Allianz Global Investors.
Die geringe Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze in den USA, die im Mai veröffentlicht worden sei, habe sie kalt erwischt: Inzwischen würden sie nur von einer einzigen Leitzinserhöhung über die nächsten zwölf Monate ausgehen. An den Märkten herrsche derzeit Verwirrung, die nicht zuletzt von der FED selbst verursacht werde. Einerseits lasse sie keinen Zweifel daran, dass sie die Zinsen anheben werde, andererseits mache sie aber keine Aussage über den Zeitpunkt.
Die Lesart habe sich indes nicht geändert. Die Zahlen vom Arbeitsmarkt seien sicherlich enttäuschend, aber eine Zahl allein mache keinen Trend. Das langsamere Tempo in der Schaffung von Arbeitsplätzen könne auch als Zeichen der Reife im US-Konjunkturzyklus interpretiert werden. Zwei Elemente im Beschäftigungsbericht würden die Überzeugung der Experten unterstützen, dass zumindest eine Erhöhung im Jahr 2016 zu erwarten sei: Die Zahl der Ansprüche auf Arbeitslosengeld sei auf dem niedrigsten Stand seit 1970 (1,3% der US-Erwerbsbevölkerung). Und die zunehmende Verknappung der Arbeit verändere das Machtgefüge zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zugunsten letzterer, sodass mit Lohnerhöhungen zu rechnen sei.
Auf ihrer Sitzung in dieser Woche dürfte die FED diese Faktoren berücksichtigen, wenn sie wie jedes Quartal den Ausblick für Inflation, Wirtschaftswachstum und die Leitzinsentwicklung für die nächsten drei Jahre aktualisiere. Es wäre nicht verwunderlich, wenn sie weiterhin zwei Zinserhöhungen im Jahr 2016 vorsehe. Eine derartige Ankündigung, auf die die Märkte nicht vorbereitet seien, würde die Volatilität erhöhen und zu einer Korrektur der kurzen und mittelfristigen Teile der US-Zinsstrukturkurve führen. (14.06.2016/alc/a/a)
Die geringe Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze in den USA, die im Mai veröffentlicht worden sei, habe sie kalt erwischt: Inzwischen würden sie nur von einer einzigen Leitzinserhöhung über die nächsten zwölf Monate ausgehen. An den Märkten herrsche derzeit Verwirrung, die nicht zuletzt von der FED selbst verursacht werde. Einerseits lasse sie keinen Zweifel daran, dass sie die Zinsen anheben werde, andererseits mache sie aber keine Aussage über den Zeitpunkt.
Die Lesart habe sich indes nicht geändert. Die Zahlen vom Arbeitsmarkt seien sicherlich enttäuschend, aber eine Zahl allein mache keinen Trend. Das langsamere Tempo in der Schaffung von Arbeitsplätzen könne auch als Zeichen der Reife im US-Konjunkturzyklus interpretiert werden. Zwei Elemente im Beschäftigungsbericht würden die Überzeugung der Experten unterstützen, dass zumindest eine Erhöhung im Jahr 2016 zu erwarten sei: Die Zahl der Ansprüche auf Arbeitslosengeld sei auf dem niedrigsten Stand seit 1970 (1,3% der US-Erwerbsbevölkerung). Und die zunehmende Verknappung der Arbeit verändere das Machtgefüge zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zugunsten letzterer, sodass mit Lohnerhöhungen zu rechnen sei.
Auf ihrer Sitzung in dieser Woche dürfte die FED diese Faktoren berücksichtigen, wenn sie wie jedes Quartal den Ausblick für Inflation, Wirtschaftswachstum und die Leitzinsentwicklung für die nächsten drei Jahre aktualisiere. Es wäre nicht verwunderlich, wenn sie weiterhin zwei Zinserhöhungen im Jahr 2016 vorsehe. Eine derartige Ankündigung, auf die die Märkte nicht vorbereitet seien, würde die Volatilität erhöhen und zu einer Korrektur der kurzen und mittelfristigen Teile der US-Zinsstrukturkurve führen. (14.06.2016/alc/a/a)
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