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FED hält an ihrem Anleihekaufprogramm fest


31.10.13 15:23
LB Baden-Württemberg

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Der DAX setzte in der verkürzten Woche seine Rekordjagd fort und markierte bei 9.070 Punkten ein neues Rekordhoch, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.

Mitverantwortlich für die Kauflaune der Investoren seien gute Quartalszahlen und die Aufhellung des Euro-Wirtschaftsklimas gemäß Economic-Sentiment-Index gewesen. Damit würden sich die Signale für wieder steigende Firmengewinne mehren.

Positiv aufgenommen worden sei an den Börsen zudem, dass die FED an ihrem monatlichen Anleihekaufprogramm von 85 Mrd. US-Dollar festhalte. Veranlasst habe sie dazu unter anderem eine sich verlangsamende Erholung am US-Häusermarkt. Gemäß Case-Shiller-Index hätten die Preise für Einfamilienhäuser im September im Jahresvergleich zwar um 12,8% zugelegt. Betrachte man allerdings die Preisveränderung im Monatsvergleich, sei der Zuwachs im September im Jahresvergleich mit plus 0,9% deutlich schwächer ausgefallen als noch im April mit plus 1,7%. Zudem habe die US-Privatwirtschaft laut ADP Research im Oktober deutlich weniger neue Stellen geschaffen worden als erwartet.

In der kommenden Woche dürfte die DAX-Berichtssaison - allein zwölf Unternehmen des deutschen Börsenbarometers öffnen ihre Bücher - für neue Impulse sorgen. Im Fokus stünden auch die Einschätzungen zum bevorstehenden Bilanz-TÜV durch die EZB, die Risikobewertungen und Kernkapitalquoten von 24 deutschen und 104 europäischen Instituten unter die Lupe nehmen werde. Auch wenn nach dem Höhenflug der vergangenen Wochen Gewinnmitnahmen die Aufwärtsdynamik etwas bremsen könnten, spreche die vorhandene Liquiditätsflut für eine weiterhin günstige Aktienmarktentwicklung.

Unterstrichen wird unsere positive Einschätzung für die Assetklasse zudem durch den Renditevorsprung von Aktien gegenüber Staats- und Unternehmensanleihen, auch wenn die bereits angekündigten Dividendenkürzungen etwa bei Versorgern und Banken diesen etwas schmälern dürften, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg. (31.10.2013/alc/a/a)