Geopolitik, FOMC-Protokoll und Inflation: So reagieren Bund-Future und Euro


18.02.26 08:42
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Finanzmärkten spielen geopolitische Ereignisse eine Rolle, so die Analysten der Helaba.

Es würden derzeit Verhandlungen über das iranische Atomprogramm geführt und es gebe Gespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine über ein Ende des Krieges. Zudem stünden heute zahlreiche Datenveröffentlichungen vor allem in den USA auf dem Programm. Diese würden uneinheitlich erwartet und sollten daher keinen nachhaltigen Einfluss auf die Zinserwartungen haben. In diesem Zusammenhang sei auch auf das heute Abend anstehende FOMC-Protokoll verwiesen, das eine zunächst vorsichtige Haltung der US-Notenbank anzeigen könnte.

In der letzten Zeit seien die Zinssenkungsfantasien gestiegen und die Renditen auf beiden Seiten des Atlantiks im Trend gesunken. Der für 10-jährige Bundesanleihen richtungsweisende Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe sich entsprechend gefestigt und habe sich zuletzt oberhalb des Retracements (129,20) festgesetzt. Die Widerstände bei 129,55 und 129,66 in Form der Novemberhochs hätten zunächst aber nicht überwunden werden können, woraufhin sich wieder eine schwächere Tendenz durchgesetzt habe. Darüber wäre Platz bis zum Kontrakthoch, das im Oktober bei 130,71 markiert worden sei. Unterhalb des Retracements sei eine erste Haltemarke an der 100-Tagelinie bei 128,70 zu lokalisieren.

Der Euro gebe zum US-Dollar im Trend nach, wobei die bei 1,1853 verlaufende 21-Tagelinie schon unterschritten worden sei. Zwar gebe es von technischer Seite keine klaren Signale, dennoch habe sich das Risiko eines fortgesetzten Rücksetzers erhöht. Als Unterstützung würden die letzten Tiefs und die 55-Tagelinie bei 1,1766 bzw. 1,1760 fungieren. Widerstände würden sich im Bereich 1,1919/29 und bei 1,2081 zeigen.

Zum Britischen Pfund habe der Euro oberhalb der Marke von 0,8700 zulegen können, nachdem er in den Tagen zuvor in einer engen Range seitwärts tendiert habe. Möglicherweise komme heute etwas Schwung in den Markt, denn es stünden in Großbritannien die Verbraucherpreise des Monats Januar auf dem Programm. Der Inflationsdruck dürfte zu Jahresanfang nachgelassen haben und die Erwartungen einer Zinssenkung durch die Bank von England begünstigen. Dies würde den Euro weiter stützen.
(18.02.2026/alc/a/a)





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